Warum dieser Junge nicht runterfällt

Konstantin Görlich

Inspiriert hat sie ein Video der Mythbusters: Darin scheitern sogar zwei Autos daran, zwei Bücher auseinander zu ziehen, deren Seiten einfach nur lose ineinandergelegt sind. Warum das funktioniert, haben drei Schüler vom Hans-Thoma-Gymnasium in Lörrach untersucht - wissenschaftlich:



Aaron würde auch nicht herunterfallen, wenn sich Martin und Moritz (v.l.) an ihn dran hängen würden. Was ihn hält, ist die Physik, denn die beiden Bücher sind nicht mit einander verbunden - sie sind einfach nur ineinandergesteckt, Seite auf Seite, und das hunderte Mal.


"Wir haben im Internet ein Video der Mythbusters gesehen, die genau dieses Problem behandelt haben", sagt Aaron Hohenfeld (15), der das Phänomen "Papier-Herkules" gemeinsam mit Martin Ramm (15) und Moritz Petersen (16) im südbadischen Regionalwettbewerb von Jugend forscht untersucht hat. Ihre TV-Forscherkollegen aus den USA haben mehrfach probiert, verschränkte Bücher auseinanderzuziehen - und scheiterten immer wieder. Dann nahmen sie zwei Panzer:



Ganz so brachial sind die Jungs nicht an die Sache herangegangen, sie bewiesen Köpfchen. Kein Wunder, sie sind nebenher Musiker und interessieren sich auch noch für Astrophysik. Die Kräfte, die die Bücher zusammenhalten, sind aber ganz irdisch: Reibung. Sehr viel Reibung, weil es sehr viele Seiten sind. Das entscheidene Detail "ist aber ein Winkel, der sich bildet, wenn die Seiten der Bücher ineinandergesteckt werden. Dadurch werden die Seiten auseinandergebogen, drücken aufeinander - und das erschwert das auseinanderziehen." erklärt Aaron das Prinzip.

Seitendicke, Abstand zum Buchrücken, Seitenzahl und Belastung der äussersten Seite sind weitere Faktoren. Und natürlich die Papierart und dessen Reibungszahl: "Zu Anfang haben wir unterschiedliches Papier verwendet, eine Seite war rauher als die andere."



Mehr dazu:

Was: Regionalwettbewerb Südbaden – Jugend forscht
Wann: Donnerstag und Freitag, 18. und 19. Februar 2016
Wo: Messe Freiburg
Eintritt: frei (öffentliche Ausstellung am Freitag, 19. Februar, 9 bis 14.45 Uhr)
Disclosure

Fudder ist Medienpartner des Regionalwettbewerbs Jugend forscht. Dieser wird in Südbaden traditionell vom Waldkircher Unternehmen Sick AG durchgeführt. Im Rahmen dieser Kooperation gibt es wieder unser Forscher-Blog mit freundlicher Unterstützung der Sick AG, in dem wir einige  interessanteste Themen rund um das Thema Jugend forscht präsentieren.

[Fotos: privat]