Notlagen

Warum die Warn-App Nina für Freiburger jetzt schon nützlich ist

Simone Höhl

Die Warn-App "Nina" funktioniert zum Teil auch schon für Freiburg. Das städtische Amt für Brand- und Katastrophenschutz empfiehlt diese und zwei weitere Handy-Warnsysteme.

Während des Amoklaufs in München hatte die Stadt ihre Bürger erstmals über das Smartphone-System Katwarn gewarnt; Baden-Württemberg will ab September für das Land Warnungen vor Gefahren wie Notlagen und Unwetter in "Nina" einspeisen. Diese Notfall-Informations- und Nachrichten-App des Bundes empfiehlt das Freiburger Amt für Brand- und Katastrophenschutz schon jetzt – und zwei weitere.


Nina funktioniert für Freiburg ab September besser, aber jetzt schon über die Bundesebene. "Es gibt zwei Wege: die Warnung von oben und die Warnung von unten", erklärt Philipp Golecki, der stellvertretende Amtsleiter, der Nina selbst auf seinem Smartphone nutzt.

Von oben werden in Nina auch Hochwasserinfos und die Unwetterwarnungen des Deutschen Wetterdienstes gemeldet – auch für Freiburg, in den letzten Tagen gab’s einige Hitzewarnungen, erklärt Golecki. "Ich kann mehrere Orte eingeben", zum Beispiel den Wohn- und den Urlaubsort.

Von unten kommen die amtlichen Gefahrenmeldungen der Polizei- und der Katastrophenschutzbehörden. "Seit es Nina gibt, haben wir noch keine Warnung über das System rausgegeben", sagt der Freiburger Amtsvize. Theoretisch möglich wäre es. In Frage käme es für polizeiliche Gefahrenlagen sowie für Fälle wie das Gasleck im Friedrichring im Januar oder den Großbrand der Metzgerei Gruninger 2008, bei dem wegen der massiven Rauchwolke Fenster- und Türen geschlossen werden sollten, erklärt Golecki: "Wir warnen nicht wegen jedem Kram."

Freiburgs Amt für Brand- und Katastrophenschutz empfiehlt drei Apps: Außer Nina, welche die reine Unwetterwarnung umfasst, sind das die Warnwetter-App des Wetterdienstes, weil die weitere Funktionen wie Wetterradar und Prognosen bietet, und die App "Meine Pegel". "Damit kann man sich ganz gut mit Infos versorgen."

Die Pegel-App des baden-württembergischen Umweltministeriums bietet mehr Wasserstände als die Hochwasservorhersagezentrale. So können sich Freiburger beispielsweise nicht nur über den Pegel der Dreisam in Ebnet informieren lassen, sondern auch über die Zuflüsse Brugga und Rötenbach, sagt Golecki. "So hab’ ich ein Frühwarnsystem."

Nina bietet außer der Warnfunktion auch Verhaltenstipps für den Fall der Fälle – Hochwasser, Unwetter, Stromausfall, Feuer, Gefahrenlagen wie Anschläge sowie Checklisten zum Beispiel für die Hausapotheke.

Mehr Infos zu den Warnungen und kostenlosen Apps gibt’s bei Freiburgs Feuerwehr: http://mehr.bz/warn-apps-fr