SC Freiburg

Warum die Freiburger Fans Boateng ausgepfiffen haben

David Weigend

In der 67. Minute wird Eintracht-Neuzugang Kevin-Prince Boateng im Schwarzwaldstadion eingewechselt – und von der Nordtribüne gnadenlos ausgepfiffen. Was steckte dahinter?

In der Mixed Zone hat ein ARD-Reporter den 30-Jährigen nach dem Spiel gefragt, was der Grund für das Pfeifkonzert gewesen sei. Boateng sagte: "Ich kann das auch nicht verstehen. Eventuell haben die ein Problem mit mir. Aber ich habe auf keinen Fall ein Problem mit den Fans aus Freiburg." Auch Eintracht-Trainer Niko Kovac reagierte mit Unverständnis auf die Geste: "Ich glaube nicht, dass sich Kevin im Breisgau einmal daneben benommen hat", sagte er nach dem Spiel.



Ganz so einfach ist es allerdings nicht. Auslöser der Freiburger Unmutsbekundung war nämlich ein Statement, das der selbstbewusste Mittelfeldmann Boateng bei seiner offiziellen Vorstellung in Frankfurt am 19. August abgegeben hat (siehe ab Minute 9:32).



Eine Reporterin fragt Boateng, ob er schon "irgendetwas über den Gegner" wisse. Boatengs Antwort über den SC Freiburg: "Ich habe es nicht immer so gemocht, da zu spielen, weil es sehr, sehr schwer ist. Es ist ein kleines Stadion und die Freiburger rennen viel, die sind sehr aggressiv. Man hört immer das Hecheln so...hinten. Es war nicht immer einfach da."

Diese Aussage kann man auch als Respektbekundung vor dem Freiburger Kampfgeist interpretieren, jedenfalls ist nicht ganz nachvollziehbar, warum man einen Spieler deswegen auspfeift. Wenn Prince den Swag aufdreht, hört sich das jedenfalls anders an.

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