Wahlkampfhilfe aus dem Delta-Quadranten

Lorenz Bockisch

Und noch einmal Barack Obama an diesem Tag. Seine nun wohl bald ins Weiße Haus mündende Karriere hat er neben vielen Walhkampfspendern auch einer aggressiven außerirdischen Spezies zu verdanken: den Borg. Oder genauer, einer Borg, nämlich Seven of Nine. Wie das sein kann? Lest selbst!

Es war im Jahre 2004: Barack Obama hatte die demokratischen Vorwahlen in seinem Bundesstaat Illinois gewonnen und kandidierte für den Senat. Sein Republikanischer Gegenkandidat namens Jack Ryan war ebenfalls gut aufgestellt, mit einem gewinnendem Lächeln und sonst allem, was ein amerikanischer Politiker braucht.


Doch dann kamen die Borg. Nicht in einem großen würfelförmigen Schiff, wie sie aus vielen Star-Trek-Filmen und Serien bekannt sind, sondern ganz ohne Implantate und sonstige Technik in Form der liebreizenden Seven of Nine.

Diese wunderschöne blonde Dame, 1990 dritte bei der Wahl zur Miss America und mit echtem Namen Jeri Ryan, war 1991 bis 1999 mit Jack verheiratet und zum Zeitpunkt des Wahlkampfes schon längst seine Ex-Frau.

Seven, äh Jeri hatte allerdings damals in dem Scheidungsprozess ausgesagt, dass ihr Mann sie während der Ehe darum bat, mit ihm in Swingerclubs zu gehen, was sie damals rundweg ablehnte. Und was Jack hinterher genauso rundweg bestritt. Nur kamen die Akten darüber noch im Wahlkampf an die Öffentlichkeit, und soetwas kann das Image eines Republikaners schwer beschädigen.

Und natürlich stürzten sich die Medien auf diesen "Skandal", woraufhin Jack Ryan seine Kandidatur zurückzog. Das außergewöhnliche an dieser Sex-Affäre war: 1. Das Paar war verheiratet, und 2. Es gab keinen Sex.

So gewann Barack Obama den Senatorensitz problemlos gegen den unbekannten Republikanischen Zweitkandidaten und konnte seinen politischen Aufstieg ungehindert fortsetzen. Mit Hilfe einer Borg.