Wagenburgler weihen die Säule der Intoleranz auf dem Rathausplatz ein

Paul Kramer

Sekt, Walzer und Abendgarderobe: Die Wagenburgler "Sand im Getriebe" haben heute mit einem eher bürgerlichen Auftritt von sich hören lassen. Auf dem Rathausplatz haben sie symbolisch die "Säule der Intoleranz" errichtet.



Man wolle die Stadt mit der Säule der Intoleranz für ihr großes Engagement "in Sachen Sicherheit und Ordnung belohnen", erklärten die Organisatoren voller Ironie.


Mit dabei war auch ein Dieter-Salomon-Double, das grinsend die Säule aus Pappmaché enthüllte.

Die Säule, die dem Stil nach an die korinthischen Säulen erinnert, wurde in der Mitte abgesägt - obenauf thront ein roter Kegel.

Zur Einweihung hatten sich die Teilnehmer in Abendkleider und Anzüge gekleidet, und tanzten zu klassischer Musik. Mit der Aktion fordert die Gruppe "Sand im Getriebe" mehr Toleranz und ein Entgegenkommen durch die Stadt. Die Wagen der Gruppe waren vor drei Monaten beschlagnahmt worden, und die Verhandlungen über einen neuen Stellplatz stagnieren.

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