Voßkuhle soll Vizepräsident des Verfassungsgerichts werden

David Weigend

Spektakuläre Berufung: Wie die Badische Zeitung berichtet, wird der neue Rektor der Universität Freiburg Andreas Voßkuhle nach dem Willen der SPD Vize-Präsident des Bundesverfassungsgerichts in Karlsruhe. Sofern Voßkuhle den Ruf annimmt, wird er sein Amt als Unirektor wohl niederlegen müssen.



Andreas Voßkuhle ist damit designierter Präsident des höchsten deutschen Gerichts. Der 44-jährige Jurist hatte erst Anfang des Monats sein Amt als Unichef angetreten. Voßkuhle wäre der Nachfolger von Winfried Hassemer, der als Vizepräsident seit 2002 im Amt ist.


Voßkuhle würde im Fall seiner Wahl in zwei Jahren auch auf den Präsidenten-Posten des Gerichts rücken. In Fraktionskreisen in Berlin wird davon ausgegangen, dass Voßkuhle auch von der Union mitgetragen wird. Die SPD hatte zunächst den Würzburger Staatsrechtler Horst Dreier vorgeschlagen, den die Union aber ablehnte. Voßkuhle lehrt seit 1999 an der Juristischen Fakultät in Freiburg.

Vor seiner Wahl zum Rektor der Freiburger Uni war der gebürtige Detmolder Direktor des Instituts für Staatswissenschaften und Rechtsphilosophie, seit dem vergangenen Oktober gehört er auch dem Universitätsrat an. Ein Professur-Angebot der Universität Hamburg lehnte er vor drei Jahren ab. Voßkuhles Interesse gilt neben den Rechtswissenschaften auch der Wirtschaft sowie den Natur-, Geistes- und Sozialwissenschaften.

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