Vortrag an der Uni: Sea-Watch informiert über Rettungsaktionen im Mittelmeer

Robin Wille

Jeder kennt die Bilder: Flüchtlinge, die auf überfüllten Booten im Mittelmeer treiben. Sandra Hammamy engagiert sich vor Ort für die Initiative "Sea-Watch". Montagabend informiert sie in einem Vortrag über die Arbeit des Vereins.

Die gemeinnützige Initiative Sea-Watch e.V. gründete sich im Mai 2015 durch vier Familien in Brandenburg. Sie wollten dem Sterben tausender Flüchtlinge vor dem Mittelmeer nicht länger tatenlos zusehen. Mit zwei über Spenden finanzierte Schiffe betreibt die Organisation mit Hilfe von Freiwilligen zivile Seenotrettung. Die Organisation beschreibt das jedoch als "kurzfristige Symptombekämpfung", sie fordert ausdrücklich legale und sichere Fluchtwege – #safepassage.


Sandra Hammamy, Politikwissenschaftlerin an der Justus-Liebig-Universität in Gießen, leitete im vergangenen Jahr das Basiscamp der Crew in Lampedusa, in diesem Jahr das Camp auf Malta. Außerdem war sie drei Monate im Mittelmeer zwischen Lesbos und der türkischen Küste aktiv an der Seenotrettung beteiligt.

In ihrem Vortrag, "Internationale Flüchtlingskonvention am Ende? – Rettungsaktionen im Mittelmeer" spricht sie über die Flüchtlingsprobleme in Nordafrika und dem Mittelmeer. Mit ihren Erfahrungen aus den vergangenen zwei Jahren teilt sie außerdem einen persönlichen Einblick, den nur die wenigsten erhalten.
  • Was: Vortrag mit Sandra Hammamy: "Internationale Flüchtlingskonvention am Ende? – Rettungsaktionen im Mittelmeer". Der Vortrag ist Teil der Freiburger Friedenswochen
  • Wann: Montag, 21. November 2016, 20 Uhr
  • Wo: Uni Freiburg, KG 1, Hörsaal 1009
  • Eintritt: frei