Vorsicht vor gefälschten GEZ-Rechnungen!

Markus Hofmann

Wer in diesen Tagen eine eMail erhält, die vermeintlich von der Gebühreneinzugszentrale (GEZ) stammt, sollte vorsichtig sein: Wahrscheinlich enthält die eMail einen Trojaner.

Aus gegebenem Anlass warnt das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) vor gefälschten Rechnungen der GEZ. Betrüger verschicken derzeit massenweise gefälschte GEZ-Rechnungen per eMail. In dem ZIP-Anhang der E-Mail befindet sich eine als PDF-Datei getarnte ausführbare Datei. Führt der Anwender diese aus, installiert sich ein Trojanisches Pferd auf dem Rechner. Im Text der EMail, die zahlreiche Schreibfehler enthält, wird der Empfänger zur Überweisung von 445,99 Euro aufgefordert. Das Zustandekommen dieser außergewoehnlich hohen Summe wird damit erklärt, dass die Rechnung einen "Zuschlag beinhaltet, der durch das nicht rechtzeigige Anmelden des Internetverbindung entstanden ist". Das Perfide: Seit dem 01.01.2007 gibt es tatsächlich eine neue Regelung, die besagt, dass "neuartige Rundfunkgeräte" ab sofort gebührenpflichtig sind. Jedoch muessen Privathaushalte, die bereits ein Radio angemeldet haben, keine weiteren Gebühren zahlen und Ihre PCs oder Handys auch nicht speziell anmelden.


Das BSI rät, sich nicht durch die Angabe hoher Rechnungsbeträge dazu verleiten zu lassen, verdächtige Anhänge von eMails unbedacht zu öffnen. Im Zweifelsfall kann eine Rückfrage beim Absender hilfreich sein. Zudem sollten Nutzer ihre Anti-Viren-Software stets auf dem aktuellen Stand halten.