Vorlesungs-Aktion gegen Studiengebühren

Jonas Nonnenmann

Heute erfüllte sich der Alptraum jedes Studenten: in einer Vorlesung für Lehramtsstudenten tauchten um 12 Uhr zwei Herren im Anzug auf, die vorgaben sie seien vom Studierendensekretariat. Nachdem diese eine Matrikelnummer vorgelesen hatten, meldete sich eine schüchterne Stimme aus den hinteren Reihen. "Wir haben sie mehrfach gewarnt", verkündeten die Herren. "Jetzt müssen wir sie mitnehmen."



Ihre Begründung: trotz mehrmaliger Aufforderungen habe die Gesuchte die fälligen Studiengebühren nicht bezahlt.

Hinter der Aktion stecken Studenten aus dem Umfeld des U-Asta. Die wollten einerseits auf jene aufmerksam machen, die exmatrikuliert wurden weil sie die Gebühren nicht bezahlen konnten. Außerdem machten sie Werbung für die Studierenden-Vollversammlung am morgigen Mittwoch um 18 Uhr und verteilten Flyer mit der Aufforderung zu einem „bundesweiten Bildungsstreik“.




Nicht alle waren glücklich mit der Aktion: ein anwesender Student bekundete seine Sympathien für Zahlung von Studiengebühren, und es kam zum Wortgefecht zwischen Befürwortern und Gegnern. Dozent Mathias Nückles gelang es,  gekonnt die Wogen zu glätten. Unbekannt ist, ob der Professor dabei auf Theorien aus seinem Spezialgebiet zurückgriff: pädagogische Psychologie.

Mehr dazu:

Web: u-Asta