Vorerst keine Partys mehr im Alten Güterbahnhof

Joachim Röderer

Wie geht es weiter mit dem Alten Güterbahnhof? Die bisherige Genehmigung für Großveranstaltungen in der oft genutzten Party- und Event-Location ist ausgelaufen: Vorerst können in der Lokhalle keine Großveranstaltungen mehr stattfinden.

Das 1904 errichtete Gebäude dient als besondere Location für Großveranstaltungen wie die Partyreihen Extravaganza und die Electronic Sensation, die Freiburger Modenacht und für Firmenjubiläen. Auch Konzerte hatten in den vergangenen Jahren dort stattgefunden. Fest steht: Die bisherige Genehmigung für Großveranstaltungen ist ausgelaufen.


Ein neuer Bauantrag ist schon länger in Arbeit. Lars Bargmann und Frank Böttinger, seit vergangenem Jahr Eigentümer der denkmalgeschützten Halle, haben am Donnerstag das geforderte Brandschutzgutachten an die Stadtverwaltung weitergeleitet. Die Eigentümer rechnen damit, dass bis im Mai die Auflagen der Stadt und die daraus resultierenden Umbauten bekannt sind. "Davon wird dann abhängen, ob die Halle als Veranstaltungsort wirtschaftlich zu betreiben ist", so Lars Bargmann. Im schlechten Fall werde die Halle zum Lagerraum.

Das Problem: die sogenannte Störfallverordnung. Um sogenannte Störbetriebe herum – davon soll es in Freiburg nur vier oder fünf geben – dürfen in einem Radius von 300 Metern keine Veranstaltungen stattfinden. Damit will man schwere Unfälle verhindern. Innerhalb dieser kritischen Distanz zur Lokhalle liegt seit Jahren die Badische Flüssiggas GmbH. Eine Ausnahme von der Vorgabe sei nicht möglich, so das Regierungspräsidium. Offen blieb am Donnerstag, warum die Störfallverordnung, die in ihrer heutigen Form seit 2005 gilt, bei früheren Events in der seit Jahren genutzten Halle nicht angewandt wurde.

Ein Gutachter hat sich auch zur Nachbarschaft mit den "Störbetrieb" Flüssiggaslager geäußert: Kritisch zu sehen sei allein die Gasanlieferung. So könnte als Auflage künftig festgeschrieben werden, dass solche Anlieferung immer dann nicht möglich sind, wenn die Lokhalle nebenan für eine Veranstaltung gebucht ist.

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    [Bilder: Ingo Schneider]