Volksverhetzung: Berufung zurückgenommen

Ruben Sakowsky

Heute wurde im Landgericht Freiburg über die Berufung eines 33-jährigen Schlossers verhandelt, der im Januar vom Amtsgericht wegen Volksverhetzung und Beleidigung zu einer Geldstrafe verurteilt wurde.

Dem Angeklagten wurde zur Last gelegt, er habe im Juni 2006 in einer Gaststätte in Gundelfingen Lieder mit wahrscheinlich nationalsozialistischem Inhalt abgespielt und Folgendes gerufen: „Den Holocaust gab es nicht in Deutschland. Dies ist eine Erfindung der Demokraten- und Faschistenschweine. An allem sind die Juden und die Ausländer schuld. Die gehören auch heute noch alle an die Wand gestellt. Die mache ich alle weg! Die können alle kommen, die mache ich alle weg!" Zudem soll er Gäste des Lokals beleidigt haben.


Die Berufungsverhandlung dauerte nur wenige Minuten. Der Verteidiger, der ohne seinen Mandanten zum Gerichtstermin erschienen war, erklärte im Namen des Angeklagten, die Berufung zurück zu nehmen.

Der Angeklagte muss nun nicht nur die Geldstrafe bezahlen, sondern auch für die kompletten Prozesskosten aufkommen.