Volker Schmidt hört auf

Christoph Ries

Nie mehr abstehende Haare und explodierende Pfandflaschen. Der Freiburger Uni-Professor Volker Schmidt geht zum Jahresende endgültig in den Ruhestand. Am Samstag präsentierte der Physiker zum letzten Mal seine legendäre Weihnachtsvorlesung. Uni-Pressesprecher Dreier sagte: "Wir verlieren einen Leuchtturm."

18 Jahre lang war Prof. Dr. Volker Schmidt an der Freiburger Universität tätig. Von 1989 bis 2002 forschte er auf dem Gebiet der Atom- und Molekülphysik.


Legendären Status erreichte der Physiker mit seinen Weihnachtsvorlesungen, in denen er als Entertainer der angewandten Physik auftrat und Jahr für Jahr den Großen Hörsaal füllte.

Künftig will Schmidt, der von Studenten gerne mit Dr. Emmett Brown aus "Zurück in die Zukunft" verglichen wird, auch an Weihnachten mehr Zeit mit seiner Familie verbringen.

Seine Experimente führte Schmidt unter anderem im Tigerenten-Club und in der Talkshow von Johannes B. Kerner vor. Außerdem präsentierte er bei den Freiburger Science Days 2007 seine Show "Physik meets Magic" und veröffentliche Schriften wie "The Power and Beauty of Experiments"

Die Weihnachtsvorlesungen sollen trotzdem weiter gehen. Momentan sucht das Physikalische Institut nach einem geeigneten Nachfolger. Den zu finden, dürfte allerdings schwer werden. "Die Vorbereitung der Weihnachtsvorlesung erfordert viel Engagement. Außerdem ist nicht jeder so ein Entertainer wie Professor Schmidt," sagte Uni-Pressesprecher Rudolf-Werner Dreier.

Im Sinne einer verständlichen und populären Öffentlichkeitsarbeit sei er ein Leuchtturm der Universität gewesen, sagte Dreier.

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