Vier Online-Tools für bessere Gruppenarbeit

Dominik Schmidt

Hausarbeiten, Referate, Essays, Abschlussarbeiten: während der Bildungskarriere muss man als Schüler und Student unzählige Arbeiten schreiben. Stressig wird es, wenn eine Leistung in der Gruppe erbracht werden muss. Wer übernimmt welchen Aufgabenteil? Welche Quellen gibt es? Lösungen für die häufigsten Probleme der Gruppenarbeit bieten Online-Dienste. Dominik stellt für die vier grundlegenden Schritte jeder schulischen oder studentischen Arbeit jeweils ein praktisches Online-Tool vor.



1. Brainstorming



Zunächst müssen alle Ideen zusammengetragen und das Thema strukturiert und gegliedert werden. Mit bubbl.us kann man dazu Mindmaps anfertigen, diese gemeinsam bearbeiten und anschließend versenden. Die Bedienung des Dienstes ist intuitiv und auch bei komplexen Mindmaps behält man dank einer Zoom-Funktion den Überblick. Das Exportieren als Bilddatei ist auch kein Problem. Das ist besonders praktisch, wenn man dem Professor die Struktur der Arbeit vorlegen muss: So ein hübsches, buntes Mindmap macht einiges her.


 

2. To-Do-Liste und Zeitplan


Ist das Thema ausgearbeitet, müssen Aufgaben verteilt und geplant werden. Der Online-Dienst Remember the Milkhält, was sein Name verspricht: Er kann dabei helfen, beim Einkaufen die Milch nicht mehr zu vergessen. Aber eben auch nervige Missverständnisse nach dem Muster „Ach, ich dachte den Teil wolltest du machen!“ zu vermeiden. Kern des Service ist eine einfache To-do-Liste, die beliebig erweiterbar ist. Diese To-do-Liste kann mit Kommilitonen geteilt und von allen bearbeitet werden; einzelne Aufgaben können Fristen zugeordnet werden. Besonders praktisch: Sobald ein Gruppenmitglied eine Aufgabe erledigt hat und einen Punkt auf der Liste abhakt, wird man per Handy oder E-Mail darüber benachrichtigt.

3. Quellen und Links verwalten


Steht der Zeitplan, kann es an die Recherche gehen. Dieser Schritt nimmt viel Zeit in Anspruch und wird deshalb meist von den Gruppenmitgliedern im Alleingang erledigt. Oft entdeckt man bei dieser Alleinrecherche jedoch eine gute Quelle, von der alle Gruppenmitglieder profitieren können. Deshalb bietet sich ein gemeinsamer Quellenpool an. Es gibt Dutzende Bookmarking-Services, die man dafür nutzen könnte, aber einer eignet sich besonders für das wissenschaftliche Arbeiten: Bibsonomy. Mit diesem Anbieter kann man nicht nur Internetquellen abspeichern und mit Freunden teilen, sondern auch Literatur in eine Datenbank eintragen. Besonders praktisch: Die wichtigsten Angaben für das spätere Quellenverzeichnis können dort gespeichert werden, so dass man sie später nur noch abrufen muss. Liegt eine Quelle als PDF-Datei vor, kann man diese auch direkt speichern. Für manche mag es auch interessant sein, dass das weit verbreitete BibTeX-Format von dem Dienst unterstützt wird.

4. Dokumente und Präsentationen erstellen



Schließlich muss die gemeinsame Arbeit geschrieben und die Präsentation der Arbeit erstellt werden. Egal ob Textdokument oder Powerpoint-Präsentation, auch hierfür gibt es einen geeigneten Dienst: Google Text & Tabellen.

Dort kann man Dokumente und Präsentationen in Teamarbeit erstellen und bearbeiten. Änderungen an den Dokumenten lassen sich in einer Chronik nachvollziehen und gegebenenfalls – wenn der Kommilitone mit seiner Analyse mal total danebenlag – auch rückgängig machen. Bei Präsentationen sollte man sich allerdings auf einfache und schnörkellose Layouts beschränken, sonst stößt das Tool schnell an seine Grenzen. Die mit Google Docs erstellten Präsentationen sind mit Microsoft Powerpoint kompatibel.