Viele Schlägereien kurz vor Weihnachten

Markus Hofmann

Schlägereien, Überfälle, Vandalismus: In der Nacht von Freitag auf Samstag hatte die Freiburger Polizei viel zu tun. Meistens war Alkohol im Spiel. Bei den Schlägereien - dies betont die Polizei explizit in einer Pressemitteilung - waren in vielen Fällen Männer mit Migrationshintergrund beteiligt. Die Chronik einer unerfreulichen Nacht:

  • Schlägerei gegen 22.25 Uhr: Ein Straßenbahnfahrer der Linie 1 meldet, dass sich mehrere Jugendliche in seiner Tram prügeln. Die Kontrahenten flüchteten unerkannt.
  • Vandalismus um 23.20 Uhr: In der Kaiser-Joseph-Straße werden drei Jugendliche im Alter von 15 und 16 Jahren dingfest gemacht, als sie auf Schaufensterscheiben einschlagen. Das Trio erhält einen Platzverweis für die Innenstadt.
  • Schlägerei um 0:20 Uhr: Drei Jugendliche im Alter von 16 und 17 Jahren greifen bei der Stadtbahnbrücke einen 36-jährigen Fußgänger an. Der Mann erleidet einen Nasenbeinbruch.
  • Überfall um 1.10 Uhr: Ein 23-Jähriger Mann berichtet, dass er soeben im Seepark von zwei etwa gleichaltrigen Unbekannten bedroht worden sei – die Täter hätten Bargeld gefordert. Er habe die beiden jedoch niederschlagen und flüchten können.
  • Schlägerei um 1.10 Uhr: In einer Altstadt-Discothek streckt ein polizeibekannter 19-Jähriger einen 18-Jährigen mit einem Faustschlag nieder. Dieser muss ärztlich versorgt werden.
  • Schlägerei um 1.35 Uhr: In Haslach geraten vier Gäste eines Lokals in Streit, der in eine handfeste Schlägerei ausartet. Die Polizei stellt bei den vier Freiburgern (Alter: 33 bis 52 Jahre) eine beachtliche Alkoholisierung (1,7 bis 2,6 Promille) fest.
  • Zechprellerei gegen 3.00 Uhr: Die Polizei kommt einem Taxifahrer am Martinstor zur Hilfe, da dessen Fahrgast (43, Umlandgemeinde) sich weigert, zu bezahlen. Als die Beamten seine Personalien aufnehmen wollen, leistet der Mann Widerstand und beleidigte die Ordnungshüter. Die Nacht endet für den (erheblich alkoholisierten) Aggressor in der Gewahrsamszelle. Die Folgen seines Handelns dürften für ihn in keinem Verhältnis zu dem ursprünglichen Fahrpreis (12,- Euro) stehen (siehe auch fudder-Beitrag: Was kostet eine Nacht im Polizei-Hotel?).
  • Schlägerei um 4.10 Uhr: Zehn Minuten später ist eine Gruppe von sechs jungen Leuten in der Kaiser-Joseph-Straße zu Fuß auf dem Heimweg. Von zwei zufällig entgegenkommenden Männern wird eine 18-Jährige grundlos beleidigt und geohrfeigt. Als ihr 17 Jahre alter Begleiter helfen will, wird er von den Männern mit einem Sektglas auf den Kopf geschlagen. Er muss ebenfalls ärztlich versorgt werden. Die beiden Schläger flüchten, die Polizei kann einen festnehmen. Er hat mehr als 1,2 Promille. 
  • Schlägerei um 4.30 Uhr: Weil er eine junge Frau ansprach, wird ein 26 Jahre alter Mann in einer weiteren Altstadt-Diskothek mit Faustschlägen traktiert. Er muss mit Gesichtsverletzungen in ein Krankenhaus gebracht werden. Die beiden Schläger sind mit 1,0 und 1,2 Promille deutlich alkoholisiert. 
  • Schlägerei um 5.25 Uhr: Schließlich wird der Polizei eine größere Schlägerei vor dem Hauptbahnhof gemeldet. Hier waren die Kontrahenten aber bereits abgehauen, als die Einsatzkräfte eintreffen.

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