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Video-Umfrage: Was sagen die Freiburger zur Volksabstimmung über Stuttgart 21

Am 27. November findet die erste landesweite Volksabstimmung in der Geschichte Baden-Württembergs statt. Ziel der Abstimmung ist ein abschließendes Votum zu Stuttgart 21. Wie die Freiburger wählen, was sie von der Volksabstimmung halten und was es bei der Stimmabgabe zu beachten gibt - im Video:

Video-Umfrage: S21






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von marc, manuel | 10.11.11, 17:35

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Kommentare
Anzahl der Kommentare: 33
Donnerstag, 10.11.11 18:45
 

Das Projekt war vor 15 Jahren genauso Überflüssig wie Heute. Aber wurde es nicht so weit Durchgedrückt das es nun nicht mehr Sinnvoll ist dagegen zu sein?

Die Aufmerksamen Gegner sollen die Finger immer in die Wunden legen, damit es wenigstens so gut wie möglich umgesetzt wird.

Donnerstag, 10.11.11 19:03
 

100x durchgekaut und jetztendlich auch egal. All das schlechte in dieser Gesellschaft hängt nicht von einem Bahnhof ab. Anstatt sich an solchen Lappalien aufhält, sollte mensch ans Ganze gehen.
Aber schön, dass der Gesellschaft vorgegaukelt wird, mit diesem Kreuz die Welt zu verändern.

Donnerstag, 10.11.11 20:05
 

Ganz klar: Die hohen Kosten waren vorauszusehen.
Aber was ich wirklich nicht verstehen kann: Was wollen die Parkwächter eigentlich? Stellen da ihre Zelte auf, verunreinigen die Natur die sie eigentlich "schützen" wollen und bekommen überhaupt nicht mit, dass die Bäume, die schon sehr alt sind, ausgegraben und umgetopft werden + viele neue Bäume dazukommen. Da sitzen einfach welche und möchten irgendwas zu tun haben in ihrem Leben, weil sie sonst nichts machen. Da kann ich irgendwie nur den Kopf schütteln.

Donnerstag, 10.11.11 20:12
 

@sog_Experte: Naja, die Welt verändern kann man wahrscheinlich nicht damit, aber daheim sitzen und heulen bringt erst recht nichts. Ich finde, egal für was man stimmt, man sollte auf jeden Fall die Chance wahrnehmen, in dieser Frage "mitzubestimmen".

Allgemein:
Klar, hat der Kack-Bahnhof schon so viel Geld gefressen bzw. das Nichteinhalten der Verträge frisst n Haufen Geld, dass es finanziell gesehen womöglich nur ein geringer oder nicht vorhandener Gewinn ist S21 nicht zu verwirklichen. Aber letztendlich geht's doch dabei auch um die Frage: Wollen wir uns ewig verarschen lassen? Und wer garantiert uns, dass der neue Bahnhof wirklich funktionsfähig wird, denn daran gab es ja aus fachlicher Sicht auch schon berechtigte Zweifel.
Davon, dass Luftschlösser viel Geld kosten werden sie auch nicht stabiler.

Freitag, 11.11.11 09:30
 

"...dass die Bäume, die schon sehr alt sind, ausgegraben und umgetopft werden"



UMGETOPFT ! LOL !

Aus einem der Interview: "Ich bin aus ökologischen Gründen für Stuttgart 21"

Blühender Realismus !

Und bestechende Logik: Wenn man ja schon so viel in den Sand gesetzt hat kann man den Rest doch auch noch hinterher schmeissen, sonst kostet es ja zu viel.

und Chrischtl: Ja, wirklich, was ist so eine ein wenig "umgetopfte" Stadt gegen die Bäume anpinkelnde Parkschützer, diese Umweltsäue !

Ich fürchte, daß aufgrund der undurchsichtigen Fragestellung mindestens ein Drittel ihr Kreuz an der falschen Stelle (also nicht der von ihnen eigentlich gemeinten) macht - na ja, vielleicht wirkt sich das dann ja sogar positiv aus ...


Biber hat den Kommentar am 11.11.2011 um 09:41 bearbeitet
Freitag, 11.11.11 12:47
 

Ich halte die ganze Diskussion für überbewertet. Die Volksabstimmung ist doch eine Farce. Grundsätzlich richtig finde ich sie auch, aber dann wie in der Schweiz VOR einem Projekt und nicht Mitten drin, wenn ein Abbruch 1,5 Milliarden Euro kostet. Die Grünen haben ja damals zumindest "herüber gebracht" das, wenn Sie gewählt werden, dass Projekt stoppen "wollen" ohne darauf hinzuweisen, dass das Projekt demokratisch legitimiert worden ist. Nun sehe ich in dieser Abstimmung wieder Wahlkampftaktik. Warum? Die Abstimmung ist jetzt schon verloren und hinterher können die Grünen behaupten alles versucht zu haben, gegen das Projekt vorzugehen.


Freitag, 11.11.11 12:58
 

Die ganze Diskussion und Abstimmerei nervt nur noch - das Projekt wurde schon vor Jahren demokratisch legitimiert und die Planung begonnen.

Wenn die Herrschaften Berufsprostestanten (aka Parkschützer und sonstige Demonstranten gegen den Bahnhof) erst jetzt aufgestanden sind - dann kommen sie einfach viel zu spät.

So wie Wodan bereits treffend erkannt hat ist die gesamte Volkabstimmung eine Farce und nur die Verlängerung von Wahlkampfbemühungen der Grünen.

Sie wollen damit von anderen Fehleren und Nichtfunktionen seit der Machtübernahmen in BW ablenken.

Ich werde nicht zur Abstimmung gehen, das ist unnötig und kostet Geld das anderweitig besser verwendet werden kann.


vdp1100 hat den Kommentar am 11.11.2011 um 12:59 bearbeitet
Freitag, 11.11.11 13:29
 

"demokratisch legitimiert" und "warum erst jetzt"
uiuiui da haben wohl welche die debatten der vergangenen zeit nicht wirklich verfolgt.
wahlkampfbemühung ist das nicht, das ist nur die umsetzung der sache, für die sie gewählt wurden. so sollte es doch sein.
man kann natürlich alles, was eine partei überhaupt tut, als wahlkampf bezeichnen. aber dann wäre es nicht erwähnens- und schon gar nicht vorhaltenswert.

Freitag, 11.11.11 14:07
 

"Demokratisch legitimiert" bedeutete im verfilzten Baden-Württemberg: alle paar Jahre dem Stimmvieh die Stimme abnehmen and danach nach Gutsherrenart schalten und walten. Entweder ganz offen, oder halb versteckt (in den Ausschüssen oder undemokratischen gesellschaftlichen Konstrukten, oder so verklausuliert dass es keiner versteht, oder in Salamitaktik wie bei S21, oder genau zu Zeiten wo keiner so recht aufpasst), und wenn es zu schlimm wurde, dann halt ganz geheim (EnBW-Kauf).

Es ist gut dass diese Zeit vorbei ist.

Genügend transparent und klar sind die Verhältnisse immer noch nicht (der Stimmzettel ist eine Kommunikationskatastrophe), aber es ist ein Schritt in die richtige Richtung.


christianhauck hat den Kommentar am 11.11.2011 um 14:07 bearbeitet
Freitag, 11.11.11 14:09
 

Das Projekt war und ist genehmigt, das wird doch mittlerweile völlig ausser acht gelassen.

ich wolt dich mal hören wenn der gemeinderat den bau z.b. deiner garage genehmigt hat, du das material bestellt und angefangen zu bauen hast und dann der neugewählte gemeinderat ums eck kommt und dein garagenbau stoppt. ich bin sicher das würde dir auch nicht schmecken. schlußendlich darf jeder in der gemeinde darüber abstimmen ob es weiter geht oder nicht.

Und das ist bei S21 nunmal der Kern der Sache.
Mehrkosten, Juchtenkäfer, Geologische Gutachten etc. sind doch vorgeschobene Randerscheinungen als Argumentationshilfe. S21 ist ein reines Politikum geworden. Und das finde ich eigentlich schade, keiner denkt mehr an die Arbeitsplätze, den Umweltschutz, den Nutzen bei der Sache. Alles wird nur noch in Frage gestellt.

Freitag, 11.11.11 14:24
 

1. Der rot-grüne Atomausstieg war auch beschlossen und schwarz-gelb hat ihn rückgängig gemacht (vor Fukushima). Also Vertragstreue ist nicht alles.

2. Es ist nicht OK so grosse Dinge durch geheime (! - siehe auch z.B. die Mautverträge, vor Wikileaks noch geheim) Verträge so festzuklopfen dass die hinterher "demokratisch legitimierte" Regierung keine Wahl mehr hat.

3. Der Garagenvergleich passt nicht weil das Geld ja zum guten Teil noch gar nicht ausgegeben ist. Es ist eher so etwas wie Schadensersatzforderungen für entgangenen zugesicherten Gewinn.

4. Vor Jahrzehnten sah die Welt noch anders aus, das gesamte Projekt ist ein Kind des vergangenen Jahrtausends, das uns jetzt nur noch belastet. Also lieber dem schlechten Geld kein gutes hinterherwerfen, lieber ein Ende mit Schrecken als Schrecken ohne Ende.


FSK18 hat den Kommentar am 11.11.2011 um 14:28 bearbeitet
Freitag, 11.11.11 14:42
 

Mir persönlich wäre die Restaurierung und Anpassung an moderne Erfordernisse vom bestehenden Bahnhofsgebäude wesentlich lieber.
Diese Ansicht hängt an meiner Vorliebe für schöne alte Gebäude und gute Architektur.

Da ich nicht in Stuttgart wohne, dort nur gelegentlich dienstliche Termine wahrnehme und heilfroh bin wenn ich die Stadt endlich wieder verlassen kann (schreckliche Verkehrsführung und unmögliche Hinweisschilder) kann es mir eigentlich völlig gleichgültig sein was in Stuttgart gebaut wird.
Da eine gewisse Gruppe von Berufsprotestanten (*Leute, habt ihr sonst nix zu tun....?*) die Sache in die Öffentlichkeit gebracht hat muss nun unbedingt mit einer geldverschwendenden Abstimmung über das bereits genehmigte und begonnene Vorhaben (sic!) geurteilt werden.

Meiner Ansicht nach ist das alles viel zu aufgeblasen und die Gegner wollen sich aus Eitelkeit, falschem Ehrgeiz oder was auch immer unbedingt im Licht der Öffentlichkeit dargestellt wissen.

Falls das Projekt abgelehnt wird - kann ich mir vorstellen das sich auch andere Firmen die größere Vorhaben realisieren wollen aufgrund der Rechtsunsicherheit nicht mehr bereit sind ihre Investitionen in BW (oder gar Deutschland) zu leisten.

Bisher hat die Politik in BW gut funktioniert - es kann nicht sein das eine Gruppe selbstverliebter Berufsdemonstranten nur eine Änderung herbeiführen will.

Freitag, 11.11.11 14:50
 

"Falls das Projekt abgelehnt wird - kann ich mir vorstellen das sich auch andere Firmen die größere Vorhaben realisieren wollen aufgrund der Rechtsunsicherheit nicht mehr bereit sind ihre Investitionen in BW (oder gar Deutschland) zu leisten. "

da bin ich voll bei dir vdp, wie bei vielem anderen auch.

es soll auch nihct der eindruck entstehen das ich hier für irgend ne farbe partei ergreife, ich bin ziemlich politikverdrossen.

aber zum thema: wenn hier jede legislaturperiode meint wieder umwerfen und kippen zu müssen, dann gut nacht deutschland.

spätestens wenn`s dann ums stromnetz nord-süd für die erneurebaren energien geht, geht bei uns das licht aus, oder wir machen es wie jetzt und holen uns den atomstrom mit aufschlag in tchechien. prost mahlzeit.

Freitag, 11.11.11 15:05
 

Es ist umgekehrt - zumindest bei öffentlichen Aufträgen: da geht es nicht darum dass " Firmen größere Vorhaben realisieren wollen" sondern: es wird politisch beschlossen dass etwas getan wird (das Volk ist der Souverän und handelt durch die repräsentativ gewählte Regierung), bei Megavorhaben sollte je nachdem sogar nochmal direkte Bürgerbeteiligung stattfinden, dann wird das ganze transparent ausgeschrieben (und nicht in Hinterzimmern vereinbart, und nicht mit vertraglich zugesicherten Gewinnspannen) und dann haben die Firmen die Wahl Angebote abzugeben oder nicht.


christianhauck hat den Kommentar am 11.11.2011 um 15:06 bearbeitet
Freitag, 11.11.11 15:39
 

Ich wäre ganz klar dafür Stuttgart komplett einzustampfen und einen deutschen Weltraumbahnhof zu errichten :-)

Nein, jetzt mal ehrlich:
Ich werde für den Weiterbau stimmen und zwar aus folgenden Gründen:

- Ich finde den neuen Bahnhof architektonisch sehr gelungen, interessant und vor allem um einiges ansprechender als den alten. (Die schöne alte Halle bleibt ja erhalten).
- Stuttgart hat mit dem neuen Bahnhof die Chance mal mehr zu werden als die schwäbische Provinz"metropole", die es jetzt ist.
- Für einen Abbruch des Projekts ist es zu spät, da hätten sich die Menschen schon deutlich früher dagegen einsetzen müssen.
- Es wird ohnehin keine Einigung zu diesem Thema geben, da ist der Weiterbau die logischste und einfachste Lösung, meiner Meinung nach.

Freitag, 11.11.11 15:49
 

yeh, die nachwelt wird denken "wasn geiler bahnhof" und die kosten sind bis dahin vergessen. ich bin sehr für den bahnhof, aber ich habe auch ne schwäche für solche großprojekte. ist doch cooler das gesicht einer stadt nachhaltig und radikal zu verändern als die kohle für alltagspolitisches gedöns rauszuläppern.

Freitag, 11.11.11 16:02
 

"Bisher hat die Politik in BW gut funktioniert - es kann nicht sein das eine Gruppe selbstverliebter Berufsdemonstranten nur eine Änderung herbeiführen will."

ach du scheisse....

enbw-deal und gut funktionierende politik? wenn das deine vorstellung von guter politik ist, dann gute nacht!
der enbw-deal war symptomatisch für den katatrophalen politikstil der regierung mappus. nicht umsonst wurde die regierung abgewählt. und das in unserem erzkonservativem ländle. da musste schon extrem schlechte politik gemacht werden, dass soetwas passieren konnte.

zum thema selbstverliebte berufsdemonstranten: gerade bei s21 ist es doch so auffällig, dass EBEN NICHT nur berufsdemonstranten auf die strasse gehen, sondern alle gesellschaftsschichten.

dass bürger mittels demonstration änderungen herbeiführen wollen ist für dich ein unding? entschuldigung, aber das ist ihr gutes recht.

es macht den anschein, als hättest du nicht den hauch einer ahnung von landespolitik und ausserdem scheinen regierungsformen, wie sie in china oder russland vorherrschen, für dich optimal zu sein. dein demokratie verständnis ist jedenfalls ziemlich verstümmelt.

Freitag, 11.11.11 16:07
 

ich find das ganze drum herum einfach total abartig. jeder reimt sich da was zusammen. ich hab ohne scheiß mal gelesen das das alte bahnhofsgebäude von irgendeinem nazi gebaut oder entworfen wurde und weil die grünen insgeheim nazis sind die den erhalten wollen. und das war kein dummer foreneintrag sondern ist irgendwo offiziel erschienen. hab leider keinen link mehr dazu.
dann die ganzen verschwörungstheorien um das projekt, es liest sich alles wie in einem schlechten krimi.
der wirbel darum ist echt der hammer ... eigentlich ein witz, wenns hier nicht um Millionen gehen würde.

Freitag, 11.11.11 16:15
 

MilliARDEN, nicht MilliONEN.


christianhauck hat den Kommentar am 11.11.2011 um 16:16 bearbeitet
Freitag, 11.11.11 16:18
 

Ich denke der Protest hat in jedem Fall ein Zeichen gesetzt. Das war irgendwo auch gut. Ob er nachhaltig bewirkt hatz.B., dass Thema "Volksabstimmung" zu forcieren wage ich (leider) zu bezweifeln.
Bedenklich fand ich in jedem Fall z.B., dass durch Lehrer, die offensichtlich Ihren Interessen nachgingen, Schulklassen dahin geschickt wurden. Die gehören meiner Meinung nach suspendiert. Es kann nicht sein das Schüler und Kinder vor den Karren gespannt werden.

Buddeln statt bruddeln!

Freitag, 11.11.11 16:28
 

exkurs: ja, ich finds auch immer irgendwie daneben, wenn eltern ihre kinder mit auf ne demo schleppen und denen ein plakat in die hand drücken. die werden dann mit vorliebe abfotographiert und erscheinen in der zeitung. zieht gut, weil kinder sind ja so süss. das ist mmn nach politischer missbrauch von kindern. die haben nun mal noch keine eigene politische meinung.

Freitag, 11.11.11 16:40
 

Polititische Zurückhaltung der Lehrerschaft ist in BW ein großes Thema: in der Regel wird nur zu gerne den eigenen Vorstellungen der Lehrkräfte der Schulbetrieb untergeordnet - und wenn eine Schulklasse/gesamte Schule geschlossen zum Demonstrieren "verdonnert" wird (Teilnahme obligatorisch weil eine Schulveranstaltung) dann bekomme ich einen dicken Hals und fange an mich fürchterlich aufzuregen!!!

Schon früher habe ich mich gegen einseitige Beunterrichtung durch über politikversessene Lehrer gewehrt (und die Lehrer waren sowohl links wie rechts orientiert!) - und genau diese Klientel sehe ich in der Anhängerschar der Anti S21 Protestanten überreich vertreten.

Bürgerbeteiligung kann ganz gut sein - in BW fehlt jede Erfahrung damit und es kann nicht sein das so ein Erfahrungsschatz per Verordnung dem Bürger auferlegt wird.

Überall in der kommunalen und länderbezogenen Politik gibt es glückliche und weniger glückliche Handelnde. In BW sind einige Dinge in der Vergangenheit nicht schön verlaufen - trotzdem ist es wichtig das bereits eingegangene Verpflichtungen (hier Genehmigung Bauvorhaben S21) eingehalten werden.
Über die weniger guten Handlungen werden Richter zu gegebener Zeit urteilen müssen. Allein wegen einem möglichen Verdacht der unredlichen Handlungsweise kann nicht die gesamte Entscheidungsfülle die in der Vergangenheit beschlossen wurde als unredlich verurteilt werden.

Meiner Ansicht nach werden zuviele Emotionen und persönliche Ansichten in das Thema mit hinein interpretiert - Tatsache ist das ein rechtsgültiger, demokratisch legitimierter Beschluss vorhanden ist den Bahnhof umzubauen. Und wenn Baugenehmigungen nicht Bestand haben - dann schauts übel aus im Land der Häuslebauer!

Freitag, 11.11.11 17:06
 

Für mich ein schönes schlußwort VDP1100.

ein schönes Wochenende wünsche ich!

Freitag, 11.11.11 18:02
 

"Das Projekt war und ist genehmigt, das wird doch mittlerweile völlig ausser acht gelassen.

ich wolt dich mal hören wenn der gemeinderat den bau z.b. deiner garage genehmigt hat, du das material bestellt und angefangen zu bauen hast und dann der neugewählte gemeinderat ums eck kommt und dein garagenbau stoppt..."


Ja.nur - wenn du beim Bauantrag schon falsche Angaben gemacht hast brauchst du dich hinterher auch nicht beschweren ...

Freitag, 11.11.11 19:50
 

Die ersten Proteste gegen S21 gab es schon 94 / 95....also die Demonstranden sind nicht erst vor 2 Jahren auf die Bäume geklettert. Von Berufsdemonstranden sollte auch nicht geredet werden, wenn der gesamte Querschbitt der Stuttgarter Bevölkerung sich vor dem Bahnhof trifft.
Daß der Protest in den letzten Jahren so anschwol hat auch mit der leichteren Informationsmöglichkeit der Interessierten zu tun. Als S21 vor 20 Jahren beschlossen wurde, nachdem alle übrigen 21er-Projekte in Deutschland eingestampft wurden ( Frankfurt, München + 14 (?) weitere), gab es kaum Planungseinsicht, selbst die Volksvertreter im Landtag wußten nicht, was da eigentlich Sache war. Teufel und Oettinger für die CDU, Döring für die FDP und Drexler für die SPD hatten sich allerdings schon ihre Posten in der zukunftigen Flächenverwertungsgesellschaft (Stiftungsrat) gesichert.

Hinter den Kulissen der ganzen Geschichte wurde soviel geschoben, fragwürdige Zahlungen seitens des Landes an die Bahn inklusive. Die Bahn hatte das Projekt schon vom Schirm genommen, da kam der Gunter und meldete BW zahlt 700 Mio €, für ein Projekt, welches eigentlich Bundesangelegenheit ist. Sprich, das Land müßte dafür gar nicht aufkommen. Die Bahn stufte das S21-Projekt selbst als städtebaulichen Aspekt ein, nicht als Verkehrsinfrastrukturverbesserung und schob später die Achse Paris - Bratislava über Stuttgart hinterher.


Stuttgart hätte vor 30 Jahren die Kassler Lösung nehmen sollen. Fernbahnhof mit Schnellzuganbindung außerhalb z. B Flughafen, mit entsprechend Pendelbetrieb zum HBF sprich Citybahnhof.

Jetzt steht Stuttgart mit einem seit fast 20 Jahren nur noch mit dem nötigsten instand gehaltenem Kopfbahnhof und einem in der Ferne fertiggestellten U-Bahnhof da. Im Grunde genommen muß das Projekt verwirklicht werden. Wird S21 gestoppt, geht alles wieder von vorne los. Dann wird wieder neu für K21 geplant, werden wieder Ausschreibungs- und Einspruchverfahren gestartet usw...

Freitag, 11.11.11 20:02
 

@Andrés: Warum sollten Kinder keine politische Meinung haben? Als ich in die Grundschule ging waren politische Diskussionen unter den Kindern gang und gäbe.

Freitag, 11.11.11 20:09
 

daß der protest gerade im letzten jahr so anschwoll hatte etwas mit der wahl zu tun und mit nichts anderem.
ich möchte mal die reaktionen sehen wenn der bürgerentscheid für den bau ausgehen sollte, vielleicht gibt es dann so viele bürgerentscheide bis das ergebnis den jetzt regierenden passt.


abegsehen davon finde ich den bahnhof fürs "hauptstädtle"übertrieben und unnütz.

Freitag, 11.11.11 20:09
 

@Tatoo,

Du hast die Sachlage sehr fundiert dargestellt - was mich wundert warum in den ersten Jahren der Planung (1995/96) so gut wie keine öffentlichkeitswirksamen Proteste gegen das Projekt eingelegt worden sind.

Die Planungsschussligkeit der Bahn ist seit Jahrzehnten legendär, fast immer wurden Projekte nicht richtig in Angriff genommen und seit den 1960er Jahren gab es keine umfassenden Erneuerungsmaßnahmen in der gesamten Bundesrepublik im Bereich von Bahnhöfen.

Die baden-württembergischen Entscheider (Mappus, Oettinger, Späth usw.) haben sich keinesfalls mit Ruhm bekleckert - da lob ich mir die bayerische Art mit so Sachen umzugehen - und selbst in München ist ein Umbau vom Bahnhof nicht realisiert worden (Transrapid zum Flughafen).

Ob die Demonstranten ein Querschnitt der Bürgerschaft sind kann ich nicht beurteilen. Meine Stuttgarter Ansprechpartner sind in der Regel für das Projekt und finden die Aktionen der Gegner nicht förderlich.

Freitag, 11.11.11 20:30
 

@Vdp1100
Den ersten für mich wahrnehmbaren Protest habe ich am HBF in Stuttgart erlebt 1995... 20 Leute, Pappschild. 1998 auf dem Schloßplatz waren es dann 450....
Wie S21 zustande gekommen ist, die baulichen Probleme mit Geologie und Wasser (nur Budapest hat mehr Grundwasser in Europa) außer acht gelassen, Postenschacherei, fragwürdige Planung (ohne Oberleitung und Signaltechnik), seltsame Finanzierunsspielchen uvm ist die eigentliche Katastrophe der Geschichte. So wurde aus einem möglicherweise gutem Projekt eine Projektionsfläche gegen den CDU-Filz.
Ich habe nicht gegen die CDU gestimmt wegen S21, sondern weil ich es einfach leid war, diesen selbstherrlichen Regierungsanspruch ertragen zu müssen, dazu noch das Mappus-Interview im Spiegel nach seiner Amtsübernahme (... wenn ich dann mal 10 Jahre MP von BW war....) als wären wir nur Abnicker. Jetzt sitzt der Typ für Siemnes in Rio und schlürft Caipi´s.

Freitag, 11.11.11 21:35
 

@vivien: das kommt jetzt natürlich drauf an, wie alt die kinder sind. 11-jährige können selbstverständlich eine meinung haben, sogar eine fundierte. ich habe mich jetzt eher auf 3- bis 7-jährige bezogen.
die werden, wenn man sie auf einer anti-castor-demo fragt, schon sagen, dass der castor böse ist. aber das sagen sie nicht, weil sie sich dazu eine meinung gebildet haben, sondern weil es ihnen ihre eltern so erklärt haben. natürlich sind sie dann davon überzeugt. aber eben nicht auf grund von politischer willensbildung.
ab der grundschule werden kinder dann beginnen auch eigene meinungen herauszubilden, weil sie dann wesentliche informationen auch von anderen, als ihren eltern bekommen und ausserdem auch, weil sie ja mehr und mehr schulbildung geniessen, was zur folge hat, dass sie erst mal die wesentlichen zusammenhänge und fähigkeiten erfahren, die zur berurteilung der dinge notwendig sind. um beurteilen zu können, ob der hartz iv satz zu hoch, zu niedrig oder gerade ausreichend ist, muss man wenigstens zahlen kennen, die grösser als 10 oder 100 sind und man muss schon mal selbst mit eigenem taschengeld eingekauft haben. und dafür beispielsweise muss man auch die grundrechenarten beherrschen, sonst weiss man nicht, dass man mit 1 € nicht 2 süssigkeiten"a" zum preis von 0,70 € kaufen kann, wohl aber süssigkeit "a" zum preis von 0,70 € und süssigkeit "b" zum preis von 0,10 €.
zeitung selbst lesen kann man erst, wenn man lesen gelernt hat.
mit zunehmendem alter und einhergehender bildung werden kinder aber selbstverständlich mehr und mehr befähigt sich eine politische meinung zu bilden.

Dienstag, 15.11.11 11:52
 

http://www.taz.de/t17/Stuttgart-21/ !81697/

Freitag, 18.11.11 19:30
 

Sonntag, KG II, 16 Uhr Podiumsdiskussion Oettinger vs Palmer...
Wird bestimmt interessant.

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