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Papstbesuch: Polizei, Diözese & Stadt ziehen Bilanz

Die Polizei lobt nach dem Papstbesuch das Verständnis der Freiburger Bürger für die Absperrungen und Einschränkungen. Wie die katholische Delegation Freiburg erlebte und warum Otto Neideck vom Besuch Obamas spricht – im Video.

Otto Neideck






Unsere Berichterstattung zum Papstbesuch




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von marc, joachim röderer | 26.09.11, 17:05

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Kommentare
Anzahl der Kommentare: 11
Montag, 26.09.11 17:16
 

Was diese ganze Geschichte ziemlich prekär macht ist die Nummer, die den Schattenparkern gestern morgen wiederfuhr. Da glaubt man, man hört nicht richtig:

http://linksunten.indymedia.org/de/node/47569


Mikey hat den Kommentar am 26.09.2011 um 17:24 bearbeitet
Montag, 26.09.11 17:58
 

Die Schattenparker sind doch meines Wissens nicht illegal auf diesem Platz gewesen.
Da Lag bzw. liegt doch eine Erlaubnis vor.
Ich meinte gelesen zu haben, dass sie solange dort bleiben dürfen, bis die VAG ihre Straßenbahnlinie und ein neues Depot dort baut.
So hieß es jedenfalls in der Zeit als die Schattenparker dort ihr Gelände zugewiesen bekamen.

Wurden die Anwohner auf dem Münsterplatz auch so behandelt?
Die Wohnten ja auch in der roten Zone.

@Mikey
Gut das du den Link hier reingesetzt hast. Sonst würde das im Algemeinen Papstsumpf untergehen!!!

Mal sehen wie lange es dauert, bis die Polizei die Kommentare hier schließen lässt.

Montag, 26.09.11 19:25
 

Herr Neideck, das mit Obama ist wohl nicht wirklich Ihr Ernst?!?! Bei allem Respekt und Wohlwollen den Leuten gegenüber, die den Papst sehen wollten: Es reicht mit den Beeinträchtigungen und Einschränkungen!!! Insbesondere erinnere ich mich hierbei auch an das Rendezvous von Merkel und Sarkozy vor nicht allzu langer Zeit in unserer Stadt. Der Papst war da und wird die nächsten 1.000 Jahre wohl nicht mehr kommen. Gegessen und vergessen. Aber der Staat möge sich doch bitte zukünftig andere Orte für seine Machtdemonstrationen dem Bürger gegenüber aussuchen. Vielen Dank für IHR Verständnis!

Montag, 26.09.11 19:55
 

Was zu beweisen war. Eigentlich die letzten 30 Jahre Wagenburg-Historie ausreichend bewiesen wurde.

Wann endet diese Diskriminierung vor unserer eigenen Haustüre endlich?

Es sind Menschen, die in Bauwagen leben wollen. Das diese behandelt werden wie mutmaßliche Terroristen ist nicht nur unnötig, sondern widerspricht der allgemeinen Vernunft.

Warum versucht die Stadt Freiburg Alternative derartig auszugrenzen? Warum versucht die Stadt Freiburg Alternative zu radikalisieren, statt zu integrieren?

Montag, 26.09.11 20:25
 

Beim weiteren Recherchieren stieß ich auf ein Interview der FREIeBÜRGER mit OB-Salomon zum Thema Wagenburgen:

Es war einmal…

... im April 2002 ein Fragenkatalog des FREIeBÜRGER an sämtliche OB-Kandidaten und die Antworten eines Grünen, namens Dr. Dieter Salomon:

FB: Wo liegen die Vorteile bei Ihrer Kandidatur zur OB-Wahl, wenn wir Sie wählen anstatt die anderen Kandidaten?

OB:Die Vorteile meiner Wahl liegen darin, dass Sie einen Kandidaten wählen, dem es um soziale Gerechtigkeit geht und um ökologische Modernisierung. Ich lebe seit über 20 Jahren in Freiburg, war zehn Jahre im Gemeinderat und bin seit zehn Jahren Abgeordneter im Landtag für Freiburg. Mir liegt viel an dieser Stadt und ihren Menschen – an allen Menschen.

FB:Wo werden Sie Ihre persönlichen Schwerpunkte in der Freiburger Stadtpolitik setzen?

OB:Meine Schwerpunkte werden im Bereich Ökologie liegen: Klimaschutz d.h. Verkehrspolitik und Energiepolitik, im Bereich Bildung: Schulsanierung, Bau von Kinderbetreuungseinrichtungen und im Bereich Wirtschaft: Erhalt und Schaffung von neuen Arbeitsplätzen.
Die meisten bundesdeutschen Städte setzen mittlerweile auf eine „Saubere Stadt“, d.h. konkret Ausgrenzung von Minderheiten im öffentlichen Raum.

Montag, 26.09.11 20:27
 

FB:Auch in Freiburg schreitet diese Vertreibungspolitik rasant voran (z.B. Kiddy-Punks an der Dreisam, Denkmal am KG II, Fixerstube, Brotzeit, Bußgeldbescheide gegen Schnorrer, usw.). Wie stehen Sie zu dieser Vorgehensart?

OB:Die Freiburgerinnen und Freiburger sind weltoffen und liberal. Und sie sind sozial und wollen niemanden ausgrenzen. Das Amt für öffentliche Ordnung sieht dies allerdings oft anders. Eine Vertrei-bungspolitik wird es mit mir nicht geben – und wo sie schon stattfindet, wird sie rückgängig gemacht. Probleme löst man nicht, indem man sie einfach aus den Augen schafft. Wer freie Bürger, nur weil sie auf dem Gehsteig Bier trinken, bedroht und vertreiben will, trägt nicht zum Frieden in dieser Stadt bei. Für die Punk-Kiddies an der Dreisam wie für die Punks am KG II muss ein Konzept erarbeitet werden – und nicht abgeräumt werden! Der Kontaktladen muss dringend kommen. Die Brotzeit-Initiative muss unterstützt und nicht behindert werden. Die Bußgeldbescheide wg. Schnorrerei müssen noch einmal überdacht werden. Dies kann nicht der Weisheit letzter Schluss sein.

FB:Von Arbeitslosen wird immer mehr Flexibilität in Bezug auf Vorstellungen verlangt, nur ist dies mit Sozial- und Arbeitslosenhilfe in Bezug auf Fahrtkosten ein nicht ungeringer Kostenfaktor. Könnten Sie sich die Realisierung eines Sozialtickets in Freiburg vorstellen?

OB:Ein Sozialticket in Freiburg kann ich mir vorstellen, aber nur für die wirklich Bedürftigen bis zu einer bestimmten Einkommensgrenze.

FB:Werden Wagenburgen in Freiburg eine Zukunft haben?

OB:Es war ein harter Kampf im Gemeinderat – und ich war damals dabei – eine Zukunft für die Wagenburgen in Freiburg zu sichern. Trotz einzelner Probleme, die es immer wieder gibt, stellt heute die Wagenburgen niemand mehr grundsätzlich in Frage Und das ist gut so!

FB: Wird auch weiterhin „alternative Kultur“ gefördert?

OB:Klar, ich komme ja aus der Alternativkultur. Auch hier war es ein hartes Stück Arbeit im Gemeinderat, gegen die CDU die einzelnen Initiativen nach und nach mit Geld auszustatten, um ein dauerhaftes Überleben zu sichern.

Quelle: http://www.frei-e-buerger.de/schattenparker.php


Da Dude hat den Kommentar am 26.09.2011 um 20:27 bearbeitet
Montag, 26.09.11 20:39
 

"Es sind Menschen, die in Bauwagen leben wollen. Das diese behandelt werden wie mutmaßliche Terroristen..."

Wie kommst du darauf, daß sich das auf Wagenburgler beschränkt ?

Ich fühlte mich (nicht nur, aber verstärkt) am ganzen WE so !

Und zum Interview: Ganz in der Tradition von Adenauer ("Was kümmert mich ...")

Und es folgt einer doch von nahezu allen von Politikern bekannten zwingenden Logik: Vor der Wahl/nach der Wahl ...


Biber hat den Kommentar am 26.09.2011 um 20:39 bearbeitet
Montag, 26.09.11 20:55
 

Der primäre Anfangsverdacht bei jeder Kontrolle ("jeder" Bürger ist erstmal verdächtig Gegner der Situation vor Ort zu sein) nervt vorallem in Baden Württemberg mitterweile gewaltig!

Egal wie die kontrollierten Personen auftreten: ältere weißhaarige Damen, Geschäftsleute im Anzug, Freizeitbürger im legern Look, Sportler im Dress, Studis in studententypischer Erscheinung - die kontrollierenden Herrschaften vermuten immer und sofort das ihnen gerade jetzt ein wichtiger Gegner ins Fangnetz gelaufen ist.

SO fühle ich mich mittlerweile bei Kontrollen und kann jeden Menschen verstehen der sich aus Freiburg zurück aufs Land verzieht.

Ehemals "echt" grüne Alternativpolitiker können nach Machtgewinn zum übelsten Konservativen mutieren. Lebendige Beispiele gibts gerade in Freiburg zu bewundern - nach der erheblichen Kontrolldichte nur wegen eines Besuchers kann ich protestierende Personen immer besser verstehen.
Die Politik drangsaliert normale Bürger und grenzt Randgruppen noch stärker aus - das habe ich mir von einer grünen Regierung nicht vorstellen können.

Dienstag, 27.09.11 13:16
 

wollen die stadtoberen etwa in der champions league der promiveranstaltungen mitspielen?

und bin auch nicht scharf drauf, alle paar monate diesem überwachungslevel ausgesetzt zu sein. der sonntag in bahnhofsnähe war absolut unerträglich. die abbauarbeiten in die sonntagnacht rein auch. verständniss und toleranz ja, aber wenn ein solcher polizeiauflauf eher verstört als einem ein gutes gefühl zu geben, naja...

Dienstag, 27.09.11 13:36
 

Wie hiess es früher mal zu guten alten APO-Zeiten ?

"Überall Polizei - man fühlt sich so unsicher ..."

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