Video & Umfrage: Deutsch-Abi 2016 - Wie war's?

Laura Wolfert, Falko Wehr & Daniel Laufer

"Dantons Tod wäre der Tod gewesen." Die Schülerinnen und Schüler in Baden-Württemberg haben am Mittwoch mit dem Deutsch-Abi ihre schriftlichen Prüfungen begonnen. Uns haben Abiturientinnen und Abiturienten am Friedrich-Gymnasium in Freiburg erklärt, warum sie sich - wenn überhaupt - mit YouTube-Videos auf das Deutsch-Abi vorbereitet haben:



"Es war schwer, aber nicht schwerer, als in den vergangenen Jahren." Die Schülerinnen und Schüler in Baden-Württemberg haben am Donnerstag ihr Mathe-Abi hinter sich gebracht. Uns haben Abiturientinnen und Abiturienten der Staudinger-Gesamtschule in Freiburg erzählt, warum sie demnächst nur noch beim Einkaufen etwas mit Mathe zu tun haben wollen:

Nathalie, 18



Ich habe das Themengebiet Werk in Kontext genommen, weil man sich am besten darauf vorbereiten konnte. Da wird man auch nicht so ins kalte Wasser geworfen. Ich musste eine Textstelle aus dem Roman „Agnes“ interpretieren und dazu die drei Protagonisten mit dem Schwerpunkt „Freiheit“ vergleichen.

Das war das Kapitel 24, nach dem der Ich-Erzähler erfahren hat, dass Agnes ein Kind bekommt. Ich habe die Lektürenhilfen zu den einzelnen Büchern gelesen, nur Dantons Tod nicht. Ich habe mir angeschaut, wie man so einen Werkvergleich schreibt. Dazu habe ich mir die einzelnen Vergleichspunkte der drei Lektüren angeschaut.

Federico, 18



Ich habe ebenfalls das Thema Werk in Kontext genommen. Die anderen Themen waren ehrlich gesagt nicht so cool. Ich habe gehofft, dass Agnes dran kommt. Dantons Tod wäre der Tod gewesen. Da muss ich leider zugeben, dass ich es eher weniger gelesen habe. Da schaut man sich nur die Interpretation an und das, was dazu geschrieben wurde. Sonst ist man mit dem Buch tagelang beschäftigt.

Ich habe mich mental auf Deutsch vorbereiten. Viel geschlafen und viel ausgeruht. Für das Deutsch-Abi muss man eigentlich nur die Bücher lesen – dann hat man es geschafft. Es wäre empfehlenswert, jetzt noch etwas Mathe zu lernen. Aber ich werde wohl erstmal eine Runde schlafen.

Falk, 17



Ja, auch ich habe den Werkvergleich genommen. Da haben wir am meisten was im Unterricht gemacht. Da haben wir uns gut vorbereitet. Ich habe allerdings nicht alle Bücher gelesen. Dantons Tod habe ich nur angefangen.

Die Textstelle, die dran kam war recht bekannt. Der Satz „ihm war immer Freiheit wichtiger als Glück“ haben wir mehrmals besprochen – genau der kam auch vor.
Für das Deutsch-Abi habe ich mich ansonsten relativ wenig vorbereitet. Später habe ich noch Chorprobe und dann entspann ich erstmal ein bisschen.

Letitzia, 17



Es kamen alle drei Lektüren dran: Agnes, Homo Faber, Dantons Tod. Dann kam außerdem die Kurzgeschichte "Die Katze spielt mit der Maus" von Kurt Tucholsky, eine Erörterung und das Essay mit dem Thema „Mensch und Maschine“ dran. Ich habe Werk in Kontext gewählt, weil man sich da am besten drauf vorbereiten konnte. Gedichte kann ich nicht interpretieren und vom Essay hat uns unser Lehrer abgeraten.

Ich habe mit den Lektürehilfen gelernt und mir passende Videos auf YouTube angesehen. Und ja, ich habe Dantons Tod sogar bis zum Schluss gelesen. Aufs Deutsch-Abi habe ich mich zwei Tage lang vorbereitet. Später lern ich noch ein bisschen Mathe, weil ich noch ein paar Sachen nicht ganz kann.

Ruben, 19



Ich habe das Essay-Thema gewählt. Das war „Mensch und Maschine – Facetten einer Beziehung“. Ich finde, das ist ein ganz schönes Thema für ein Essay. Wenn man da Glück mit dem Thema hat, wie ich, dann läuft das. Ich habe die Beziehungen von Mensch und Maschine vorallem im Zeitalter der Militarisierung – hoffentlich – gut beschrieben.

Ich habe sieben Seiten innerhalb von knapp zwei Stunden zwei mal geschrieben. Die erste Fassung fand ich hässlich. Jetzt geht es erstmal in den Chor, dann arbeiten und dann schlafen. Für das Deutsch-Abitur habe ich mich im Gegensatz zu Mathe zwanzig Minuten gegen zwei Tage vorbereitet.

Jacob, 17

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Ich habe die Kurzgeschichte genommen. Die Bücher habe ich zwar gelesen, aber hatte sie nicht mehr ganz im Kopf. Auf mein Thema habe ich mich auch vorbereitet. In der Hinterhand hätte ich noch das Essay gehabt, aber das war mir ein bisschen zu riskant. Die Kurzgeschichte von Tucholsky habe ich so interpretiert, dass es um die Machtverhältnisse geht.

Es ging um eine Katze und eine Maus und das Spiel um die zwei. Ich habe mich nicht so viel vorbereitet, nur so zwei Stunden - aber ein paar Kurzgeschichten der vergangenen Abiprüfungen durchgelesen und geschaut, was da die Interpretationsthese sein könnte.

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[Fotos: Ingo Schneider]