Video: Einkaufen wie im Supermarkt - nur ohne Supermarkt

Christoph Müller-Stoffels

Wer kennt das nicht: Nach der Arbeit muss man noch einkaufen und so gar keine Lust auf lange Kassenschlangen im Supermarkt. Schon in der überfüllten U-Bahn hat man die Nase voll von seinen Mitmenschen. Warum also nicht gleich in der U-Bahn einkaufen - ganz ohne Supermarkt? Südkorea macht vor, wie das Einkaufen von morgen aussehen könnte:

Die britische Supermarktkette Tesco hat sich gefragt, wie sie in Südkorea den Marktführer angreifen kann. E-Commerce war die erschreckend einfache Antwort. Aber weil Shoppen vor dem Computer  langweilig ist, die Menschen aber viel Zeit in der U-Bahn verbringen, hat Tesco einfach beschlossen, den Supermarkt in den Untergrund zu bringen.


Natürlich haben sie das nicht wirklich gemacht, denn damit wäre ja nichts gewonnen. Die Kunden müssten sich nicht nur mit der U-Bahn und den Mitmenschen, sondern auch mit den Einkaufstüten herumschlagen. Deshalb hat Tesco nur die Bilder in den Untergrund gebracht. Die Namensänderung zu Homeplus deutet auch an, wie es geht. Unter den Produktbildern befindet sich ein Quick-Response-Code, den man mittels Smartphone einliest. Wenig später bekommt man die Produkte frei Haus geliefert.

Das Konzept kommt an. Homeplus konnte seine Umsätze um 130 Prozent steigern. In Südkorea nutzt ein Fünftel der Bevölkerung ein Smartphone. Nach der Einführung der U-Bahn-Supermärkte stiegen auch hier die Verkaufszahlen.

Der einzige Nachteil an dieser Form des Einkaufens ist, dass man nicht an der Kasse noch ein paar Sachen wie Kaugummi, Snickers oder Kippen mit nehmen kann, die man eigentlich gar nicht kaufen wollte. Aber da finden sich sicherlich andere Wege, die Kunden zum Konsum anzuregen.

Tesco: Homeplus Subway Virtual Store

Quelle:YouTube[youtube nJVoYsBym88 nolink]

[via Heiner Weigand]

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