Verrückt! Freiburg hat jetzt einen Döner-Foodtruck

Nora Ederer

Der Betreiber vom Amara Döner in Freiburg will zurück auf die Straße: In einem gelben Zirkuswagen verkauft er Döner, Yufka und andere Speisen. Aber wozu braucht es eigentlich einen Döner-Foodtruck, wenn es eh an jeder Ecke einen Laden gibt?

Eylem Gul ist ein alter Hase in der Döner-Branche. Seit mehr als 20 Jahre betreibt der heute 41-Jährige seine eigenen Läden, in denen er der Deutschen liebstes Streetfood anbietet. Vor acht Jahren eröffnete er das "Amara Schlemmerstüble" an der Ecke Engelbertstraße / Escholzstraße und hat damit, wie er sagt, den Döner in Freiburg salonfähig gemacht. Jetzt will er jedoch wieder mehr auf die Straßen, näher an die Leute. Deshalb könnt Ihr seine Döner, Pizzen und veganen Angebote bald auch aus einem gelben Zirkuswagen kaufen – dem "Amara Orientexpress".


"Wir bekommen laufend Anfragen von Kunden, ob wir auch Feste und private Veranstaltungen bewirten – und das machen wir auch, zum Beispiel waren wir schon bei Freiburg stimmt ein, dem CSD und dem Zeltmusikfestival vertreten", sag Gul. Dafür hat er und sein Team bisher immer ganz gewöhnliche Stände aus Tischen aufgebaut. "Aber das wurde mir irgendwann zu stressig und so entstand die Idee für einen mobilen Imbiss", erklärt Gul. Dafür wollte der zweifache Familienvater aber keinen normalen Imbisswagen kaufen – es sollte schon etwas Besonderes sein. Deshalb besorgte er sich schließlich einen extra für diesen Zweck angefertigten, knallgelben Zirkuswagen.

Drei Jahre vergingen von der Idee bis zum Wagen

Von der Idee bis zur endgültigen Umsetzung vergingen drei Jahre. Doch jetzt gibt es darin einen erdgasbetriebenen Backofen, Fritteuse, Dönerspieß und Kühlmöglichkeiten – der Wagen ist bereit für den Einsatz! Deshalb findet am Freitag gemeinsam mit dem Soundtruck "Hercules" eine kleine Einweihungsfeier in der Decker Garage in Haslach statt. "So wie ein Schiff vor seiner ersten Fahrt getauft wird, so wollen wir unseren "Orientexpress" mit einer Party gebührend einweihen", freut sich Gul. Mit dabei sind außerdem verschiedene DJs, der Licht-Künstler Marcus Wikino sowie das Wohnwagen-Café "Kleine Freiheit".

"Wohin die Reise danach führt, ist noch unklar", räumt Gul ein. Bisher hätten er Zusagen von zwei Geschäften – dem Layback Skateshop in Haslach und dem Piercing- und Tattoo Studio "Blutkunst" am Uniklinikum – den Wagen ab Januar auf den zugehörigen Parkplätzen abzustellen und seine Produkte zu verkaufen. Hinzu komme das Angebot, den Wagen für private und öffentliche Veranstaltungen zu buchen.

Im Foodtruck sollen neue Gerichte ausprobiert werden

"Allgemein wird der Foodtruck eine Plattform sein, über die wir neue Gerichte ausprobieren und testen, wie sie bei den Kunden ankommen", verrät Gul. Er freue sich, dass der Qualitätsanspruch der Kunden in den letzten Jahren gestiegen ist und möchte dem mit seinem vielfältigen Angebot gerecht werden. Sind die Freiburger beispielsweise bereit, für regionales Hähnchenfleisch etwas mehr zu bezahlen? Wie kommt veganes und vegetarisches Taboulé an? Die Reise des "Orientexpress" wird es zeigen.
Was: Boxtenstop-Quartett mit dem "Amara Orientexpress", dem Soundtruck "Hercules" und der mobilen Bar "Kleine Freiheit".
Wo: Decker Garage, Haslacher Straße 25
Wann: Freitag, 27. Oktober, 17 bis 22 Uhr
Der Eintritt ist

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