Entwarnung

Vermisste 15-Jährige aus Bad Säckingen ist wieder da

Martin Köpfer

Im Fall der vermissten 15-Jährigen aus Bad Säckingen gibt es gute Nachrichten: Der Teenager ist wohlbehalten aufgefunden worden. Das Mädchen hatte sich bis nach Niedersachsen durchgeschlagen.

Der Aufenthalt der Vermissten konnte am Dienstagmorgen in einer Stadt in Niedersachsen ermittelt werden, so die Polizei. Sie befinde sich derzeit in Obhut des dortigen Jugendamtes. Polizei und Behörden versuchen, noch den Beweggrund für das Verschwinden der Jugendlichen zu ermitteln. Weitere Details nannten die Ermittler zunächst nicht.


Wie Polizeipressesprecher Paul Wißler gegenüber der BZ sagte, habe sich die 15-Jährige am Dienstagmorgen selbst bei der Polizei in Niedersachsen gemeldet. Die Polizei geht davon aus, dass die Jugendliche mit dem Zug dorthin gefahren sei. Generell sei "die Bahn das bevorzugte Transportmittel für abgängige Jugendliche", sagte Wißler. Viele würden aufgrund nur geringer Barmittel mit der Bahn schwarz fahren und könnten so größere Strecken zurücklegen.

Sie ging zur Toilette und kam nicht zurück

Seit der Nacht zum Sonntag wurde die 15-Jährige aus Bad Säckingen vermisst. Sie hatte zuvor in dem Laufenburger Lokal "Goldener Anker" eine Fasnachts veranstaltung besucht – gemeinsam mit ihrer Mutter und deren Lebensgefährten. Gegen 0.35 Uhr ging sie auf die Toilette – von dort kehrte sie nicht mehr zurück. Zeitweise wurde von den Ermittlern das Schlimmste vermutet. Die Polizei setzte bei der Suche auch einen sogenannten Mantrailer-Hund ein.

Immer wieder komme es auch im Landkreis Waldshut vor, dass Jugendliche ausreißen, so Wißler weiter. Speziell solche, die in Einrichtungen untergebracht sind, zählen zu den häufigen Ausreißern. Die Polizei geht in diesen Fällen auch bewusst nicht mit Fahndungen an die Öffentlichkeit. Wegen der speziellen Situation in Laufenburg hingegen mit dem Verschwinden des Mädchens im regen Fasnachtstreiben habe sich die Polizei zu der schnellen Öffentlichkeitsfahndung entschlossen.

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