Verlosung: Lightspeed Champion in der Kaserne

Carolin Buchheim

In der Liste der coolsten Menschen des Jahres 2007 des englischen Musikmagazins NME kam Dev Hynes, alias Lightspeed Champion, auf Platz 49. Dabei drischt das Ex-Mitglied der Test Icicles auf der Bühne nicht mehr auf eine E-Gitarre ein, sondern spielt sweete Folk-Pop-Songs. Kommenden Mittwoch ist er in der Kaserne. fudder verlost zwei Mal zwei Tickets.



Im Winter 2005/2006 stand Dev Hynes hinter einem Korg-Synthesizer auf Indie-Club-Bühnen, bediente einen iPod und wechselte sich mit seinen Kollegen Rory Atwell und Sam Mehran beim Gitarrenzerschlagen, hysterisch schreien, auf dem Boden herumrollen und sich mit dem Mikrokabel strangulieren ab.


Die Band hieß Test Icicles, machte Musik irgendwo zwischen Slayer und Daft Punk, veröffentlichte ein tolles, krawalliges Album ("For Screening Purposes only") und verglühte mit einer MySpace-Nachricht, in der die Bandauflösung bekannt gegeben wurde, im darauffolgenden Frühling. Danach behauptete Dev Hynes, es gebe keinen Grund zu jammern, denn selbst die Mitglieder der Test Icicles hätten ihre Musik gehasst.

Zwei Jahre nach dem Ende der Test Icicles und nach reichlich vorfreudigen Rauschen in der mp3-Blogosphäre veröffentlichte Dev Hynes in diesem Frühjahr sein erstes Solo-Album "Falling off the Lavender Bridge", und es hat so gar nichts mit Kreischen und zerschlagenen Gitarren zu tun.

Heuer macht Herr Hynes, der gerne Pullunder und Mützen trägt, hübsch instrumentierten folkigen Country-Pop. Der Texaner im englischen Exil nahm das Album in Omaha, Nebraska auf, der Heimat von Conor Oberst und Konsorten, und borgte sich gleich mal deren Freundeskreis für die Aufnahmen aus. Mike Mogis, Saddle Creek Haus-Produzent und mittlerweile Bright-Eyes-Mitglied, stand mit im Studio, Nate Walcott, Clark Baechle (The Faint) und die Mitglieder diverser anderer Omaha-Bands griffen an die Instrumente und Emmy The Great sang ein paar sweete Zeilen Background dazu.

Das Ergebnis ist ein außergewöhnlich Hübsches: Es gibt niedliche, semi-akustische Pop-Songs, die mit kleinen Fitzeln Elektro und ein bisschen Twang aufgemotzt werden und zehnminütige strahlende Hymnen zwischen Kammerpop und Kitsch.

Sein neues Album sei "weird", findet Dev Hynes, und das tut man als Zuhörer nur dann, wenn man sein vorheriges musikalisches Werk kennt. Denn so ganz zusammen kriegt man das Bild in Kopf und Ohr nicht, wenn man Herrn Hynes von heute, der auf dem Albumcover mit einem Häschen posiert, mit Herrn Hynes zu Test-Icicles-Zeiten, mit einem Mikrokabel um den Hals, vergleicht. Aber das macht eigentlich auch nichts. Verwirrung ist ja manchmal gar nicht so schlecht.

Der eifrige Blogger spielt übrigens auch gerne mal feine Cover-Versionen. Zum Beispiel "Xanadu" von Rush, Dúnés "Dry Lips", Amy Winehouses "Back to black" oder diverse Bloc Party Songs. Als Support in der Kaserne mit dabei: Die Basler Country-Band 4th Time around.

Verlosung

fudder verlost 2 x je 2 Tickets für Lightspeed Champion in der Kaserne in Basel. Um an der Verlosung teilzunehmen, schickt einfach eine E-Mail mit Eurem Namen, Eurer Adresse und der Betreffzeile Lightspeed Champion an gewinnen@fudder.de. Einsendeschluss ist Dienstag, der 8. April 2008, 8 Uhr. Die Gewinner werden nach dem Ende der Verlosung per E-Mail benachrichtigt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Mehr dazu:

Was: Lightspeed Champion (Support: 4th Time Around)
Wann: Mitwoch, 9. April 2008, 21 Uhr
Wo: Kaserne, Basel
Tickets: 25 CHF

Lightspeed Champion - Tell me what it's worth