Verkehrsbilanz 2007: Mehr Unfälle, weniger Personenschäden

Jan Funk

Nach der Kriminalstatistik für das Jahr 2007 hat die Polizeidirektion Freiburg nun auch die Verkehrsbilanz für Freiburg und den Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald veröffentlicht: Im vergangenen Jahr gab es in Freiburg 4,4% mehr Unfälle als 2006. Allerdings wurden dabei weniger Menschen verletzt.



Die gute Nachricht: Weniger Menschen wurden im Jahr 2007 in Freiburg bei Unfällen verletzt. Unfälle mit Verletzten sind insgesamt um 1,5% zurückgegangen. Dem Rückgang von 3,4% in Freiburg (39 Unfälle) steht alledings eine leichte Zunahme im Landkreis gegenüber (0,8%, 7 Unfälle).


Im Vergleich zum Vorjahr gab es, wie im Vorjahr, 23 Tote und 22 Schwer- (-4,9%) und 13 Leichtverletzte (-0,6%) weniger als 2006. Bei Unfällen mit Radfahrern war die Zahl der Verletzungen besonders hoch. 513 Unfälle mit Radfahrern in Freiburg hatten Verletzungen zur Folge (ca. 90%).

Entgegen dem Trend im Land Baden-Württemberg ist die Zahl der tödlich verunglückten Motorradfahrer im Bereich der Polizei Freiburg weiter rückläufig. Mit 3 Unfalltoten ist die Zahl so niedrig wie seit 2001 nicht mehr. Auch bei den Verletzten (84 Leicht- und 43 Schwerverletzte) konnte der niedrigste Stand seit 2001 vermerkt werden.

Im Stadtgebiet Freiburg wurden insgesamt 2.455 Autounfälle gezählt, im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald waren es 2.210. Das entspricht einem leichten Anstieg von jeweils 2%.

Im Gegensatz dazu stieg die Zahl der Unfälle mit Füßgängern im Stadtgebiet Freiburg deutlich an (124 auf 144, 16,1%). Im Landkreis dagegen sank die Zahl um 14,7%, von 102 auf 87 Unfälle.

Die Zahl der Unfallfluchten liegt bei ca. 25%: jeder vierte Verursacher entfernt sich unerlaubt von der Unfallstelle.

Als die häufigsten Unfallursachen sieht die Polizei:
  • zu hohe beziehungsweise nicht angepasste Geschwindigkeit;
  • Missachtung der Vorfahrt;
  • Alkohol am Steuer; und
  • das Fahren von Radfahrern in die falsche Richtung ("Geisterfahrer").
Die Polizei will mit verstärkten Polizeikontrollen dem Trend entgegen wirken.

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