Verfolgungsjagd durch den Freiburger Westen

David Weigend

Heute Früh um 4.40 Uhr fiel einer Polizeistreife ein Fiat Panda mit Emmendinger Kennzeichen auf der Kaiser-Joseph-Straße auf. Das Auto war in auffallend großem Bogen in die Schreiberstraße abgebogen. Die Streifenpolizisten wollten den Fahrer einer Verkehrskontrolle zu unterziehen. Auf Höhe der Ochsenbrücke gaben sie ihm das erstes Stoppzeichen.

Hierauf reagierte der Fahrer nicht, sondern setzte seine Fahrt in Richtung Umkirch (B 31 a) fort. Der Streifenwagen setzte sich daraufhin vor den Fiat Panda, schaltete das Blaulicht ein und gab dem Fahrer mit der Leuchtschrift "Bitte Folgen" eine Aufforderung. Auch diese wurde missachtet.


Entgegen der erlaubten Fahrtrichtung fuhr der Fiatfahrer von der B 31a auf die Paduaallee auf, wendete dort und fuhr in Richtung Sundgauallee. Obwohl er zwischenzeitlich mehrfach über Außenlautsprecher angesprochen worden war, setzte er seine Fahrt beharrlich und in sehr gefährlicher Fahrweise fort.

An der Sundgauallee missachtete er das Rotlicht einer Ampel und fuhr in Richtung Freiburg-Lehen weiter. Das Überholen von der ihn verfolgenden Streife verhinderte er durch riskante Fahrweise. Über die Mundenhofer Straße fuhr er in Richtung Rieselfeld. Dort musste er an einer Schranke anhalten.

Bevor ihn die Polizisten stellen konnten, fuhr er mit seinem Kleinwagen seitlich an der Absperrung vorbei und verursachte dabei Sachschaden. Da die Durchfahrt an der Schranke für das Polizeifahrzeug zu schmal war, konnte der Mann zunächst flüchten. Mehrere Polizeistreifen, die zwischenzeitlich im Bereich Rieselfeld fahndeten, stellten den Autofahrer nahe des Kreisverkehrs Opfinger Straße.

Dort rammte der Mann mit seinem Fahrzeug absichtlich ein Polizeiauto. Bei seiner Festnahme widersetzte er sich vehement und trat einem Polizeibeamten mit dem Fuß in den Bauch.

Der Grund seiner waghalsigen Flucht war schnell klar: Er war mit 1,2 Promille reichlich alkoholisiert.

Die Polizei wirft dem Mann nunmehr "Gefährlichen Eingriff in den Straßenverkehr", "Trunkenheit im Verkehr" und "Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte" vor. Sein Führerschein wird sich nun längere Zeit in "amtlicher Verwahrung" befinden. Weshalb der Mann so ausrastete, ist noch unklar. Bislang war er der Polizei noch nicht negativ aufgefallen.