Verborgene Theken: Griestalstrauße Opfingen

Stephan Elsemann

Von den vielen Straußen in der Region ist die im Griestal eine der ursprünglichsten und lockersten. Sie ist auch mit dem Fahrrad gut zu erreichen und lässt sich prima mit dem Baggersee-Besuch am Rimsinger oder Opfinger See kombinieren. Geöffnet nur noch bis zum 12. August!





Ambiente

Die Griestalstrauße ist in einem beschaulichen Tal am Tuniberg gelegen. Man sitzt im Obstgarten unter Bäumen auf dem Rasen. Dadurch hat man hier noch viel von der entspannten Picknickatmosphäre, die in vielen anderen Straußenwirtschaften Massenbewirtung und Professionalisierung Platz gemacht hat.



Publikum

Wanderer, Sonnenhungrige, Familien, Leute, die vom Baggersee zurückkommen oder hinfahren.

Kaffeepreis

Ein Kaffee für 2 €. Der Wein wächst vor der Tür. Deshalb sind die Viertelpreise günstig: Müller-Thurgau kostet 2 €, Weißburgunder 2,40 €.



Auf der Speisekarte

Es gibt, straußenüblich, einfache Speisen: Varianten von Wurstsalat mit Brägele (4,80 €) und ohne (3,60 €). Beliebt sind die Flammkuchen (5,50 €) und das Trio, eine badische Trinitas aus Wurstsalat, Brägele und Bibileskäs (5,50 €).



Das Besondere

Die Griestalstrauße ist wie alle anderen Straußen- oder Besenwirtschaften eine Gastwirtschaft, die keine sein darf. Denn Außenbewirtschaftung ist in einem Weinbautgebiet nicht erlaubt. Deshalb sind die Auflagen streng: Nur vier Monate im Jahr darf geöffnet sein.

Maximal 40 Sitzplätze sind erlaubt. Der Andrang ist aber oft um ein Vielfaches größer. Rainer Linser hat aus der Not ein Tugend gemacht. Es waren seine Gäste, die selbst auf die Idee kamen, alte Weinkisten, die am Haus herumstanden, als Sitzgelegenheiten zu nehmen.

So fanden alle, die es wollten, einen Platz zum Sitzen. Fünf Jahre ging das gut. Dann kam die Gewerbeaufsicht und stellte amtlich fest, dass eine Weinkiste ein Sitzplatz ist: Verboten!

Und so kam man auf die Idee mit den Decken. Die Gäste können sich eine Decke vom Stapel nehmen und drauf setzen. Eine Decke ist kein Sitzplatz, schon weil es mit der Zählung schwierig wird, wenn zwei und mehr Leute auf einer Decke Platz nehmen.



Wegbeschreibung

Ins Griestal kann man ein schöne und nicht sehr anstrengende Fahrradtour unternehmen. Von Freiburg aus am Dreisamuferweg stadtauswärts fahren. An der ersten Brücke nach der Güterbahnlinie den Uferweg verlassen, die Treppe hochlaufen, durch Weingarten fahren und dann rechts in die Opfinger Straße abbiegen, an der Straßenbahnlinie entlang fahren und auf der Opfinger Straße bleiben.

Unterwegs kommt man zuerst am großen und kleinen Opfinger Baggersee vobei. Dann verlässt man den Wald. Auf der linken Seite der Straße liegt das Maisfeld-Labyrinth, das ebenfallls einen Besuch wert ist.

Wenig später gelangt man in den Ortskern von Opfingen. Vor dem Gasthaus Tanne rechts die Straße hoch fahren, noch zirka 300 Meter weiter, dann gabelt sich die Straße. Hier den mittleren Weg nehmen. Ab hier ist die Griestalstrauße ausgeschildet. Es sind noch knapp 3 Kilometer.

Für die gesamte Strecke braucht man gemütliche 45 Minuten bis eine Stunde. Mit dem Auto ist der Weg ab Weingarten derselbe.

Öffentliche Verkehrsverbindungen bestehen bis Opfingen. Von dort wäre es dann eine kleine Wanderung.

Adresse

Griestal-Strauße
Griestal 2
79112 FR-Opfingen
Telefon 07664-400675

Öffnungszeiten

Montag bis Freitag 17 – 24 Uhr
Samstag 15 – 24 Uhr
Sonntag 16 -24 Uhr Nur noch bis zum 12. August geöffnet!