Verborgene Theken: Das Café und Bistro Güterhalle 04 beim Güterbahnhof

Kerstin Ernst

Etwas im Verborgenen liegt das Café und Bistro Güterhalle 04 am Rand von Brühl. Seit November 2016 kann man dort in der Mittagspause verschiedene saisonale und regionale Gerichte probieren und nachmittags bei Kaffee selbstgebackenen Kuchen genießen.

Ambiente

Ein kleines Bistro, das modern und in schlichten Tönen mit grünen Farbakzenten von der Betreiberin Claudia Simon eingerichtet wurde. Etwas rustikal dazu stehen die Tische aus Holz und die Theke, die mit Altholz verkleidet wurde, im Kontrast. Es herrscht eine warme und familiäre Atmosphäre. Von Mitarbeitern der benachbarten Firmen, Studierenden und Leuten, die zufällig am Café vorbei gelaufen sind, ist alles vertreten.

Die Betreiber

Die Betreiberin Claudia Simon kommt ursprünglich gar nicht aus der Gastronomiebranche: Sie ist die Geschäftsführerin der benachbarten Druckerei. Sie wollte mit einem Hofkonzept kleine Oasen in dem Industriegebiet neben der alten Güterhalle schaffen – die Leute sollen zum Hinsetzen und Genießen animiert werden. Da sie für die Räumlichkeiten des Cafés keinen Pächter gefunden hat, entschloss sie sich dazu, etwas Eigenes auf die Beine zu stellen. Sie holte sich dafür Gastronomen mit ins Boot und im November letztes Jahr wurde das Café und Bistro Güterhalle 04 still und leise eröffnet. Viel Werbung wollte die Betreiberin zu Beginn nicht machen, sie setzt auf die "Mundpropaganda", was bisher sehr gut funktioniert habe.

Das Konzept

"Unser Schwerpunkt liegt auf Regionalität, Saisonalität und überwiegend biologischen Produkten", sagt die Betreiberin des Bistros, dessen Hauptaugenmerk auf dem Mittagessen liegt. Gekocht wird immer frisch, was in Hinblick auf ein schnelles Mittagessen in der Mittagspause eine Herausforderung für den Koch Ralf Roß darstellt. Bis auf die Backwaren, die von der Bäckerei Faller kommen, wird im Café und Bistro Güterhalle 04 alles selbst und frisch hergestellt.

Speisen

Von Montag bis Freitag gibt es von 11.30 Uhr und 14 Uhr Mittagessen. Auf der Wochenkarte werden verschiedene saisonale Gerichte angeboten, wie zum Beispiel eine Kürbissuppe in der Kürbissaison. Man kann aber auch aus der festen Speisekarte seine Mahlzeit wählen, wo es das allseits bekannte Schnitzel Wiener Art gibt, aber auch eine Curry-Wurst oder den "Salatteller Güterhalle", der je nach Saison variiert. Frühstücken geht auch: Ob gesund mit Vollkornbrötchen oder französisch mit Croissants.

Ab 8 Uhr kann man sich an der Brötchentheke auch Brötchen schmieren und belegen lassen und das Ganze mitnehmen. Nachmittags gibt’s Kaffee und Kuchen, Zeitungen laden zum Verweilen ein.

Besonderheit

"Müsste ich eine Besonderheit unseres Cafés nennen sind das definitiv die Salate!", schmunzelt Claudia Simon. Die seien immer frisch zubereitet, mit knackigem Salat und Gemüse. Aber auch, dass sich der Koch ab und zu mal in das Getümmel mischt und sich mit den Gästen unterhält.

"Meine Meinung spiegelt sich ein Stück weit auch im Café wieder", sagt die Betreiberin, die auch einen besonderen Wert auf die Nähe zu den Kunden liegt. Neben Probeessen mit der Belegschaft der Druckerei, wo neue Ideen des Kochs ausprobiert werden, holt sie sich auch gerne die Meinung ihrer Gäste ein, um zu schauen, was gut ankommt und was nicht.

Adresse

Café & Bistro Güterhalle 04

Güterhallenstraße 4

Öffnungszeiten: Mo – Fr von 8 bis 17 Uhr