Verborgene Theken: Curryhaus

Marius Notter

Vor vier Monaten hat die Imbissbude beim Mediamarkt in Freiburg-Haslach seinen Besitzer gewechselt. Zuvor war hier eine Dönerbude ansässig, jetzt bieten Ahmad Tanveer und seine Frau außer Döner, Yufka & Co indische Spezialitäten an:

 

Ambiente

Imbissbuden sehen gemeinhin uninteressant aus. Nicht so das Curryhaus. Von außen erstrahlt es in Burgund-Rot. Rot geht es auch im Inneren weiter, an den Fenstern hängen rote indische Gardinen mit goldfarbenen Fransen. Sie verleihen der Imbissbude den typischen Indien-Charme.



Es geht geschäftig zu. Das kommt nicht zuletzt daher, dass die Küche offen ist und man Koch und Betreiber Ahmad beim Kochen zusieht.

Die Küche sieht aus wie eine mutierte Dönerbude: Der Dönerspieß dreht sich immer noch munter um die eigene Achse, jedoch stehen Reis und Chicken-Curry-Pfannen direkt daneben. So vermischt sich der Geruch von Döner mit dem von Curry und Mango. Über der Theke befindet sich die für Imbissbuden typische Leuchtreklame.

So entsteht eine gelassene Imbiss-Restaurant-Atmosphäre.



In den Ecken und vor der Theke des Imbiss-Restaurants sind schwarze Holztische und Stühle verteilt. Ruhig ist es hier nicht, am allerwenigsten zur Rush-Hour zwischen 12 Uhr und 13 Uhr. Viele nehmen das Essen mit oder verzehren es in der Sonne an den Stehtischen vor der Tür. Es herrscht reges Komme und Gehen.



Das Besondere

 
Obwohl sich das Imbiss-Restaurant "Curryhaus" nennt, wartet es mit dem kompletten Dönerbuden-Angebot auf. Eine weitere Besonderheit sind die Preise. Alle Gerichte liegen unter der Zehn-Euro-Grenze - bei herkömmlichen indischen Restaurants eine Seltenheit.

Wer sich dazu entscheidet, das Essen abzuholen oder vor Ort zu verspeisen, fährt noch günstiger: 4.50 Euro statt 7 Euro für ein Sabzi Curry. Einen 0,33 Liter Softdrink kann man sich für einen Euro aus dem Kühlschrank nehmen. Die Desserts sind selbstgemacht, und neben dem Klassiker Tiramisu und indischem Obstsalat gibt es leckeres Baklava.

Auf der Speisekarte



Chefkoch Ahmad Tanveer, der seit 15 Jahren in den indischen Küchen Deutschlands arbeitet, hat mit dem Curryhaus sein erstes eigenes Restaurant eröffnet. Sein Motto "Gutes Essen für wenig Geld" spiegelt sich in der Speißekarte wider.
Die Vorspeisen sind ausschließlich indisch und werden mit Salat serviert. Da gibt es Pakora, Samosa und Curryhaus-Pakora - letzteres besteht aus frittiertem Toastbrot mit Spinat, Champignons und Käse, kostet, wie auch die anderen Vorspeisen, 2,90 Euro beziehungsweise 3,90 Euro.

In der Kategorie Hauptspeisen, die alle mit Basmati-Reis kombiniert sind, überwiegen Hähnchen-Gerichte. Es gibt jedoch weitaus mehr als das typisch indische Chicken Curry (4,95 € / 8,50 €).

Beliebt sei das Chicken Korma mit Cashew-Kernen, Ingwer, Kokosmilch und exotischen Früchten, erklärt Ahmad, während er einem Basmati-Reis auf Teller schaufelt. Er empfiehlt Chicken Dhansak in einer exotischen Kombination aus Gewürzen, Knoblauch, Ananas und Sahne für 8,50 Euro, Vegetariern bietet er unter anderem Sabzi Curry mit sehr feinem, selbstgemachtem Hüttenkäse an.

Die Portionen sind üppig und trotz Schnellrestaurant-Style liebevoll auf dem Teller angerichtet. Dazu bietet Ahmad Tanveer außer Softdrinks (von Cola bis Uludağ) selbstgemachtes Mango-Lassi und Chai-Latte an.

Ab dem 1. Mai soll es eine Sommerkarte mit fruchtigem Sommergerichten geben - wie zum Beispiel Chai-Panna Cotta und Kokos-Lassi.  

Publikum


Neben Blaumännern und Engelbert-&-Strauss-Arbeitsanzugträgern deckt sich auch eine hemdtragende Männergruppe mit Döner, Yufka und Lamm-Curry ein. Ahmad Tanveer behauptet, dass er schon nach vier Monaten eine feste Stammkundschaft verbuchen kann.

Adresse

Curryhaus
Bettackerstraße 14a (GoogleMaps)
79115 Freiburg
0761.38427700

Lieferdienst

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Sonntag
12 Uhr bis 23 Uhr  

Öffnungszeiten

 
Montag bis Sonntag

11 Uhr bis 23 Uhr



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