Verborgene Theken (3): Orangerie

Christoph Müller-Stoffels

In dieser Serie stellen wir Café und Kneipen vor, die etwas abseits liegen, oder in die man aus anderen Gründen noch keinen Fuß gesetzt hat, die aber trotzdem einen Besuch wert sind. Das Restaurant und Café Orangerie (oder kurz die Orangerie) ist tatsächlich etwas verborgen. In Herderns Herzen wartet es auf ihre Besucher. Wer trotzdem hierher findet, darf sich freuen. Abseits vom großen Trubel kann man sich hier verwöhnen lassen.



Wie ist das Ambiente?
Im Schein der Nachmittagssonne kann man hier wunderschön draußen sitzen. Es ist nicht viel Verkehr und dank dem schattenspendenden großen Baum vor der Tür irgendwie lauschig. Trotzdem ist man noch relativ nah an der Stadtmitte dran. Auch drinnen herscht wegen der vielen hellen Farben eine leichte und beschwingte Atmosphäre. Die Korbmöbel unterstützen diesen Eindruck noch. Im Winter kann es wegen der komplett verglasten Fassade nicht gar so heimelig wirken.


Wen treffe ich hier?
"Die Orangerie ist ein typisches Frauenrestaurant", sagt Geschäftsführer Amir Fattahi, der seit zweieinhalb Jahren die Geschicke des Ladens lenkt. Natürlich kommen viele Herderner her, aber auch aus den anderen Stadtteilen und aus dem Umland hat Fattahi Stammkunden. Schon der Preise wegen sind die Gäste oft jenseits der dreißig.

Warum soll ich hin?
Allen, denen das Blumencafé in Lehen zu weit draußen ist, sei die Orangerie wärmstens ans Herz gelegt. Die Preise liegen ähnlich wie im Blumencafé deutlich über Studentenniveau, die man deshalb nicht so zahlreich hier trifft. Dafür ist die Speisekarte ausführlicher als in Lehen. Den Vergleich zwischen den beiden Gaststätten stellt sogar Fattahi persönlich an.

Die Ähnlichkeit trifft in erster Linie auf die angenehme Atmosphäre und die Klientel zu. Einen besonderen Pluspunkt erhält die Orangerie von fudder-Mitarbeiterin Sophie für die Damentoilette. Jeden Sonntag gibt es für 14 Euro ein Brunch-Büffet mit Lachs, warmen Gerichten und vielem mehr.

Was steht auf der Speisekarte?
Einiges. Der Untertitel der Orangerie ist "Dem guten Geschmack zu liebe!" und das ist Programm. "Ich würde sagen", meint Fattahi, "unsere Küche ist crossover. Manche würden es vielleicht mediteran nennen, aber die sprechen auch schon von mediteran, wenn sie ein paar Oliven oder etwas Schafskäse auf der Karte haben." Ganz billig sind die Gerichte nicht, aber für etwa zehn Euro bekommt man dann auch frische Produkte aus der Region. Und Qualität hat nun einmal ihren Preis.

Was kostet ein großer Milchkaffee?
Einen großen Milchkaffee gibt es für 2,50 Euro, wobei groß hier relativ ist.



Wie komm ich hin?
Die Orangerie ist in der Richard Wagner Str. 24. Eine Möglichkeit ist es, von der Habsburger Straße links in die Okenstraße abzubiegen und dann rechts in die Richard Wagner Straße. An der nächsten Ecke ist rechterhand die Orangerie.

Wann ist es geöffnet?
Die Orangerie hat täglich von 11.30 Uhr bis 24 Uhr geöffnet. Sonntags macht sie zum Brunch sogar schon um 10.00 Uhr auf.

Was sagt der Chef?
"Entweder man kennt uns und war schon einmal hier, oder man kennt uns nicht. Dazwischen gibt es nichts."

Mehr dazu:

  • Internetpräsenz: im Umbau.
  • Telefonnummer: 0761-552721