Verborgene Theken (21): Maccaroni [GESCHLOSSEN]

Stephan Elsemann

Das Maccaroni ist ein neuer Mittagstisch an einem altbekannten, doch lange Zeit verwaisten Ort. Antonio Lombardo und Bettina Blandin haben das ehemalige Café Kern wiederbelebt und dort ein vielversprechendes zu Hause für gleichermaßen fixe wie anspruchsvolles Speisen geschaffen.





Ambiente

Das neue Maccaroni ist an einem hoch traditionellen Ort entstanden, dem ehemaligen Café Kern, dessen Räume seit vielen Jahren im Dornröschenschlaf lagen.
Das mag daran liegen, dass an diesem Ort der Verkehr vierspurig vorbei braust und keine Außenbewirtschaftung möglich ist. Um so mehr ist zu loben, dass es Bettina Blandin und Antonio Lombardo gelungen ist, mit warmen Farben und viel Holz ein äußerst gemütliches Interieur zu gestalten, der das Draußensitzen nicht einmal vermissen lässt.

Für die saubere Luft sorgt ein japanisches Frischluftgerät, das mit allerlei negativen Ionen und ausgefuchsten Filterungen Bergluftqualität erzeugen will - allen Ernstes. Man kann dem wackeren kleinen Kerl nur alles Gute wünschen, denn der Abgasausstoß vor der Tür dürfte nicht von Pappe sein.



Publikum

Tja, es gibt noch keins. Aber bis es das gibt, wird es nicht lange dauern. Denn Ravioli, Maccaroni, Fettucine und wie die ganzen Fratelli und Sorelle der Pastafamilie alle heißen mögen - mag doch eigentlich jeder gern.
Büroleute und Geschäftsleute in der Mittagspause und Studenten, die einmal nicht in der Mensa satt werden wollen, finden bestimmt bald den Weg ins Maccaroni.



Kaffeepreis

Espresso kostet 1,80 Euro, Latte Macchiato 2,25 Euro.

Der Kaffee stammt von der kleinen und exklusiven Firma Manuel, die nur maximal drei Geschäfte pro Stadt beliefert. Spezialität ist Macca-Mocca, ein Espresso, der einen Löffel voll mit einer köstlichen Pistaziencreme enthält und fast schon den Nachtisch ersetzt (2 Euro). Unbedingt probieren!

Alkohol wird im Maccaroni (noch) nicht ausgeschenkt, dafür aber ein besonderes gefiltertes und mit Mineralien angereichertes Wasser für 50 Cent, das man sich selbst aus einem Blubberautomaten zapfen kann.



Auf der Speisekarte

Im Maccaroni werden Tagesgerichte mit einer frisch gemachten Pastasorte angeboten, das mit zwei, drei verschiedenen Saucen zubereitet wird. Das kostet zwischen 4,50 und 6 Euro.

Zum Beispiel Maccaroncini mit Schmorbratensauce (5,50 Euro) oder mit Tomatensauce, Zucchini und Auberginen (4,90 Euro). Oder auch mit einer sehr leckeren Pistaziensauce (4,50 Euro).
Wem das zu mächtig ist, der kann sich auch mit Caprese vergnügen, den klassischen Tomaten mit Mozzarella (2 Euro).

Die Speisekarte ist bewusst klein gehalten, damit gar nicht erst der Verdacht aufkommt, irgendetwas könne langfristig vorproduziert sein.



Das Besondere

Tagesfrische Pasta stellen auch einige andere Geschäfte her. Herr Lombardo legt Wert darauf, dass bei ihm die Pasta immer frisch in der Sauce geschwenkt wird. Also keine warm gehalten Soßen, die sich mit der Zeit verdicken und verklumpen und spätestens mittags um 14 Uhr nicht mehr schmecken.

Die Pasta kann man natürlich auch kaufen und zu Hause zubereiten. 100 Gramm kosten 85 Cent, Ravioli und andere gefüllte Sorten zwischen 1,60 und 2 Euro.



Wegbeschreibung

Direkt neben dem "Laubfrosch" - das ist wohl die einfachste Wegbeschreibung für viele Freiburger, denn die frühere Heimstatt für erfolgreiches Pizza-Preis-Dumping dürfte den meisten bekannt sein.

Für die anderen: Vom Bertoldsbrunnen Richtung Dreisam laufen. Vor der Brücke links in die Dreisamstraße abbiegen und man steht nach ein paar Schritten davor.

Adresse


Maccaroni

Dreisamstraße 1
79098 Freiburg
0761-21458888

Öffnungszeiten

Dienstag bis Freitag 8.30 – 18.00 Uhr
Samstag 9.00 – 16.00 Uhr