Verborgene Theken (1): Blumencafé

Christoph Müller-Stoffels

Wir starten heute eine neue Serie auf fudder: Verborgene Theken. In ihrem Mittelpunkt sollen Cafés, Bars und Kneipen stehen, die irgendwie besonders sind. Sei es, dass sie ein bisschen skurril oder Geheimtipps sind. Sei es, dass sie nicht auf den ersten Blick zu finden sind. Sei es, dass man sie kennt, aber noch nie den Schritt über die Schwelle gewagt hat. Wir haben es gewagt, diesmal im Blumencafé im Freiburger Ortsteil Lehen.





Wie ist das Ambiente?
Blumig. Das Blumencafé liegt auf dem Gelände der Baumschule Vonderstraß. Die Inneneinrichtung erinnert an eine Ausgabe von “Schöner wohnen”. Inhaberin Heidi Rammo-Vonderstraß ist gelernte Floristin. Vor acht Jahren hat sie sich mit dem Café einen Traum erfüllt, und das merkt man. Aus der alle sechs bis acht Wochen wechselnden Dekoration mit frischen Blumen spricht viel Liebe zum Detail. Man merkt, dass die 36-Jährige ihr Projekt voll und ganz lebt. Seit ein paar Monaten ist das Blumencafé zumindest drinnen ein reines Nichtrauchercafé, was auch viel besser zu den Blumen passt.


Wen treffe ich hier? Das Klientel des Blumencafés ist bunt gemischt. Ihr Ziel sei es gewesen, sagt Rammo-Vonderstraß, einen Platz für “Jung, Alt, Gesund und Krank” zu schaffen. Der Plan ging auf. Dank einem Artikel in einem Garten-Magazin kommen Leute aus ganz Deutschland zu ihr. Wer am Wochenende hier frühstücken will, sollte unbedingt reservieren. An einem schönen Sommermorgen kann es gut sein, dass alle 120 Plätze (60 drinnen, 60 draußen) belegt sind. Der Frauenanteil überwiegt deutlich. Auch liegt der Altersdurchschnitt etwas höher, denn, darüber ist sich Rammo-Vonderstraß im Klaren, für Studenten ist das Café etwas zu teuer.

Warum soll ich hin? Zu allererst ist es das Ambiente, was das Blumencafé besonders macht. Außerdem gibt es einen offenen Kamin, der bei Bedarf befeuert wird. Im Winter wird in dieser heimeligen Atmosphäre dann Käsefondue serviert.

Was steht auf der Speisekarte? Neben verschiedenen Frühstücksangeboten (nur am Wochenende), Salaten und Snacks gibt es eine Wochenkarte, auf der immer ein Hauptgericht, eine Suppe, ein Dessert und ein großer Blumencafé-Salat zu finden sind. Die Preise sind deutlich über Studentenniveau, dafür bekommt man, so die Chefin, beste Qualität.

Was kostet ein großer Milchkaffee? Einen großen Milchkaffee gibt es für 2,90 Euro. Allerdings ist der dann auch wirklich groß. Einen halben Liter bekommt man.

Wie komm ich hin? Das Blumencafé befindet sich im Humbergweg 14 in Freiburg-Lehen. Von der Stadt aus fährt man mit dem Fahrrad eine ganze Weile. Man fährt die Sundgauallee bis zum Ende, über die Paduabrücke in die Breisgauerstraße. Irgendwann geht es rechts in die Kirchbergstraße rein und wieder rechts in den Humbergweg, wo das Blumencafé auf der rechten Seite ist. Oder man fährt mit der Linie 1 bis Lehen. Von der Haltestelle läuft man noch sieben Minuten.

Wann ist es geöffnet? Unter der Woche macht das Blumencafé erst um 14 Uhr auf und schließt um 22 Uhr. An Wochenenden und Feiertagen öffnet es schon um 10 Uhr, schließt aber auch schon um 18 Uhr. Montag ist Ruhetag.

Was sagt der Chef? “Ich habe mir mit dem Café einen Traum erfüllt. Es läuft viel besser, als anfangs gedacht. Wir haben Stammgäste, die aus Lörrach und aus Offenburg hierher kommen. Eine Kundin kommt sogar ein- bis zweimal pro Woche aus Zürich.”

Mehr dazu:

  • Reservation: 0761-1560500
  • Adresse: Blumencafé, Heidi Rammo-Vonderstraß, Humbergweg 14, 79111 Freiburg