Verborgene Läden: Yoga- und Leisurewear bei Yoiqi in der Wilhelmstraße

Laura Wolfert

Ein Kleidungsstück mit dem Du Yoga ausüben und Cappuccino trinken kannst: Der kleine Laden in der Wilhelmstraße 22 verkauft unter seinem Freiburger Label "Yoiqi" Yoga- und Leisurewar aus biologischer Baumwolle – und veganen Nagellack.

Der Laden

"Yoiqi – Yoga und Leisurewear" steht an den großen Fenstern der Wilhelmstraße 22 geschrieben. Der Boden des kleinen Ladens ist braun gemustert, die hohen Decke mit Stuck verziert.

Für ihre Marke "Yoiqi – Yoga und Leisurewear" haben die Freiburger Lothar Dubaschny (49), Alexander Brief (48) und Stefanie Wylen (34) ein Büro mit Lagerfläche gesucht. Doch der helle Raum mit den großen Fenstern in der Wilhelmstraße erwies sich als etwas Besseres: "Wir haben ihn gesehen und wussten: Das kann nicht nur ein Büro werden – hier muss ein Laden rein", sagt die Freiburger Modedesignerin Stefanie Wyen.

An der hohen Decke hängen gelbe Kabel mit drei Lampen, die Licht auf die kleinen Farbakzente des Raumes werfen: Anziehsachen in der Farbpalette von abricot bis schwarz hängen im gleichen Abstand an einer Stange.

In den Regalen liegen bunte Lampenschirme, veganer Nagellack Yogamatten aus Naturkautschuck und weitere Kleinigkeiten. Ein Vorhang und ein Spiegel dienen als Umkleidekabine. Rechts in der Ecke steht ein Tisch mit zwei Stühlen, auf ihm liegt ein Laptop.

Sitzt man mit Kissen und Decken auf dem Fenstersims, blickt man auf den kleinen Vorgarten – der genauso ordentlich und einladend aussieht, wie der Laden selbst.

Die Ladenbesitzer

Die Freiburger Unternehmer Lothar Dubaschny und Alexander Brief haben früher schon miteinander gearbeitet. Brief ist der Inhaber des Moltke-Cafés in der Freiburger Moltkestraße – zwei Minuten Fußweg vom Yoiqi-Laden entfernt, Dubaschny arbeitet hauptberuflich in einer Klinik.

Stefanie Wyen kam als Designerin mit in das Gründungsteam. Die 34- jährige Mutter übt selbst Yoga aus und designte vor ein paar Jahren, bevor es Yoiqi gab, eine Modelinie, die sich rein auf das westliche Yoga bezieht: mit klarem Design und figurbetonten Schnitten – eine Modelinie, die sich weiterentwickelte und jetzt als Yogakollektion im Laden verkauft wird.

Die Produkte

Die Anziehsachen von Yoiqi werden aus Bio-Baumwolle hergestellt. Brief, Dubaschny und Wyen wollen, dass sich die Kleidung nicht nur besonders gut anfühlt und gut aussieht, sondern auch ihrem funktionellen Anspruch gerecht wird: Beim Yoga solle man sich in den jeweiligen Posen bewegen können, ohne dass die Kleidung rutscht, oder beim Kopfstand in das Gesicht fällt. "Unser Einteiler ist dafür eine super Lösung", sagt Wyen.

Die Yoiqi-Modelinie besteht aus einem kleinen Sortiment an Leggings, Oberteilen und Jumpsuits. Yoiqi setzt auf klares Design und eine schlichte, ausgewählte Farbkombination: grün- und dunkelblau- bis altrosa- und apricotfarben.

Die Designerin setzt durch spezielle Nähte und das Logo kleine Akzente. Den Gründern war es wichtig, die Kleidung straßenkompatibel zu designen: "Nach dem Yoga sollte man in seinem Jumpsuit noch in das Café gegenüber können, um dort einen Cappuccino zu trinken", sagt Brief.

Der enganliegende Jumpsuit kostet 79 Euro, der weitgeschnittene Jumpsuit 99 Euro und die Leggings 39 Euro. Das Sortiment soll demnächst erweitert werden: Weitere Oberteile, mehr Farben und Kleidung für Männer sind in Planung.

Im Laden finden sich weitere Yoga-Artikel, der Vertrieb für die Yoiqi-Kollektion läuft aber hauptsächlich über Yogastudios und die Homepage.

Die Herstellung

Der Stoff der Yoga- und Freizeitklamotten besteht aus hochwertiger biologischer Baumwolle, produziert von der Kulturinitiative "Sekem" in Ägypten, in der Nähe von Kairo. Vor einem Jahr haben die Unternehmer angefangen, dort ihre Ware herzustellen und einen Testmarkt gestartet.

Die drei Freiburger wollen, dass die Herstellung mit dem Produkt übereinstimmt. "Biologische und faire Herstellung passt einfach zu unseren Yoga-Sachen und dem, was wir verkörpern wollen", sagt Dubaschny.

Die Kulturinitiative Sekem arbeitet unter anderem mit Unternehmen wie Alnatura zusammen. Alexander Brief reist seit mehreren Jahren nach Ägypten und konnte so den Kontakt zu Sekem herstellen. "Es ist einer der Vorzeigebetriebe in Ägypten", sagt der 48-Jährige. "Wir waren schon drei Mal dort. Die Arbeitsbedingungen sind sehr gut und transparent – man kann sich die Fabriken anschauen und sogar Fotos machen."

Der Name

Das Wort "Yoiqi" hat keine Bedeutung, das Logo entstand durch Origami.
Kontakt

YOIQI
Wilhelmstr. 22
79098 Freiburg
Yoiqi.com
0761 / 888 500 49

Öffnunsgszeiten

Donnerstag bis Freitag: 12 bis 18 Uhr
Samstag: 10 bis 16 Uhr