Utopie leben: Konflikt mit Stadt zeichnet sich ab

Felix Herkenrath

Mit einem Aktionsmonat wollen mehrere Freiburger Initiativen "Utopien für eine bessere Welt" erschaffen. Allerdings ist nicht eine einzige dieser Veranstaltungen bei der Stadt angemeldet. Kommt es also erst gar nicht zur "kreativen Weltverbesserung"?

Am Samstag startet in Freiburg der Aktionsmonat „Zusammen die Utopie leben“.
Im Laufe des Monats sollen mit mehreren Aktionen pro Tag Visionen für eine bessere Welt entworfen werden. Protagonisten sind dabei rund 20 Initiativen wie Greenpeace und das Freiburger Friedensforum.


Den Beginn bildet am Samstag, 17. Mai, um 11 Uhr auf dem Platz der alten Synagoge ein „Straßenbrunch“. Während des Monats sollen nicht nur große Probleme (Umgang mit Studiengebühren), sondern auch kleinere Einschränkungen wie das Parkverbot für Räder in der Innenstadt und das Essensverbot in öffentlichen Verkehrsmitteln diskutiert werden.

Im Laufe des Samstags sind Demonstrationen geplant – am Siegesdenkmal und in der Stephan-Meier-Straße vor den neuen Tierversuchslabors. Angemeldet ist bis heute bei der Stadt keine dieser Aktionen und so versucht die Stadtverwaltung angeblich, "vehement Kontakt mit den Organisatoren" aufzunehmen. Ziel sei es, die ganze Sache konfliktfrei über die Bühne zu bringen, ließ die Stadt Freiburg verlauten.

Schnelles Handeln ist allerdings von den Organisatorinnen und Organisatoren des Utopiemonats nicht zu erwarten, denn jede Entscheidung wird komplett ausdiskutiert – basisdemokratisch, mit Konsens. Mit einem Aufeinandertreffen von Teilnehmern des Aktionsmonats und der Polizei ist also nicht nur am Samstag zu rechnen.

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