USC Eisvögel: Am Weiterkommen geschnuppert

Maik Frantsche

Erneut vor ausverkauftem Haus verloren die Eisvögel am Freitag Abend die zweite Halbfinalpartie gegen die BG Dorsten mit 72:78 und spielen jetzt im "kleinen Finale" um den dritten Platz der 1. Damen Basketball Bundesliga.



1200 Freiburger Zuschauer pilgerten am gestrigen Abend in die Unihalle 2, um die USC Eisvögel im Spiel gegen den Meisterschaftskandidaten aus Dorsten lautstark zu unterstützen. Realistisch gesehen fast aussichtslos, denn in den bisherigen Aufeinandertreffen beider Mannschaften in dieser Saison ging immerzu die BG Dorsten als Sieger vom Parkett. Um so erstaunter waren viele der anwesenden Basketballbegeisterten vom Auftreten ihrer Freiburger Mannschaft, die eigentlich kaum noch Chancen haben dürfte.


In den ersten Minuten der Partie mussten die Eisvögel mehr mit sich, als mit dem Gegner zurecht kommen. Vielen individuellen Fehlern in der Verteidigung als auch im Angriff folgte schnell eine Auszeit seitens der Freiburger, die Coach Usamedin Mehmed scheinbar erfolgreich nutzen konnte. Kurz danach fingen sich die USC-Basketballerinen wieder und konnten so zum Ende des ersten Viertels auf 15:18 verkürzen.



Die Freiburger Fans trauten kaum ihren Augen, als nach dem zweiten Spielabschnitt eine 33:31-Führung für die Eisvögel auf der Anzeigetafel aufleuchtete. Im Vergleich zu den ersten zehn Minuten gingen die USClerinnen nun viel konzentierter zu Werke und bügelten so ihr bisheriges Defizit - vor allem unter dem Korb - wieder aus. Hatte man zu Beginn so gut wie keine Reboundarbeit der Freiburgerinnen erkennen können, so gestaltete sich das in Abschnitt Zwei weitaus ausgeglichener.

Im Anschluss an die Halbzeitpause legte die Spannung noch ein weiteres Schippchen obendrauf. Temporeiches Hoch- und Runter-Basketball bescherte den Zuschauern neben feuchten Händen und hochroten Köpfen immer wieder einen neuen Führenden - mal lagen die Eisvögel knapp in Front, mal die Mannschaft aus Dorsten. Zwischenstand: 56:56.



Mehrere unnötige Ballverluste in den Reihen der USC-Spielerinnen und die Treffsicherheit der BG Dorsten von "Außerhalb" (3x3) brachten die Gäste allerdings endgültig auf die Gewinnerstraße. Zwar versuchten die Eisvögel noch einmal alles, aber weder die Gästespielerinnen noch der heimschwache Korbring zeigte Erbarmen, so dass das Spiel zugunsten der BG Dorsten mit 72:78 verloren ging.

Fazit: Kaum einer der Zuschauer in der Unihalle hätte nach der 57:82-Niederlage in Dorsten gedacht, dass die Eisvögel Partie Zwei so knapp gestalten und fast noch ein drittes Spiel um den Finaleinzug erzwingen könnten. Enttäuschung natürlich bei den Freiburger Spielerinnen, die trotz der ganz starken kämpferischen Leistung - allen voran Dana Penno, die mit ihren "Big Points" in Halbzeit Eins ein ums andere Mal die Eisvögel im Spiel hielt - eine erneute Niederlage gegen den Ligaprimus nicht vermeiden konnten.
Es kämpften für den USC: Penno 21, Paunovic 17, Hayes 12, Winkfield 10, Biemer 7/1 Dreier, Callahan 3, Wehrenbrecht 2, Höre, Ledergerber n.e, Möller n.e.

Aufgepasst: Das erste "kleine" Finale findet am Sonntag, den 29.04. in der Unihalle statt. Spielbeginn ist 16.oo Uhr.