21. Verhandlungstag

Urteil im Mordprozess gegen Hussein K. soll am 21. März verkündet werden

Carolin Buchheim

Das Ende zeichnet sich ab: Im Mordprozess gegen Hussein K. will das Landgericht Freiburg bis Ende März ein Urteil sprechen. Als möglicher Termin steht derzeit der 21. März im Raum.

Termin für die Urteilsverkündung

14.25 Uhr: Richterin Schenk gibt bekannt, dass vermutlich am 21. März um 9.30 Uhr das Urteil verkündet wird. Förmlich werde der Termin jedoch erst in der kommenden Sitzung bestimmt, da noch andere Termine verschoben werden müssten. Die heutige Sitzung ist beendet. Der Prozess wird am kommenden Freitag fortgesetzt.

Ergänzende Aussage der Sachverständigen Gampe zum Altersgutachten

14.20 Uhr: Jetzt wird es hochkomplex. Als sachverständige Zeugin ist für den Nachmittag die Demographin Jutta Gampe geladen. Leiterin des Arbeitsbereiches für statistische Demographie am Max-Planck-Institut für demographische Forschung in Rostock. Ihre Aussage soll das Altersgutachten von Ursula Wittwer-Backofen ergänzen. Diese hatte den im Besitz von Hussein K. aufgefundenen Zahn ausgewertet und so sein Alter zwischen 22 und 26 ermittelt.

Die Sachverständige erläutert Rechenmethoden der Altersberechnung bei der Zählung der Ringe in den Zähnen (TCA-Zählung), die für Laien jedoch kaum verständlich ist. "Herr Berger, sie rechnen schon?" fragt die Vorsitzende Richterin in Richtung von Oberstaatsanwalt. Lachen im Gerichtssaal. Die Expertin erklärt: Bei einer gewünschten Sicherheit von 95 Prozent zeigt der vorliegende Zahn von Hussein K. die Altersspanne 22,89 bis 27,62; bei 99 Prozent ist diese zwangsläufig größer und beträgt 22,14 bis 28,37.

Die Vorsitzende Richterin fragt nach: Sie habe im Evaluationsgutachten gelesen, dass es für den hier vorliegenden Zahn häufiger Abweichungen nach oben geben würde. Dem sei nicht so, sagt Gampe, und grenzt ein: die mittlere Abweichung liege bei weniger als einem Jahr; sie würde aber eher von maximal 0,6 bis 0,8 Jahren schätzen. "Aber sie fragen mich hier, eine exakte Wissenschaftlerin, was ich glaube", sagt Gampe, und lacht.

"Ich werde den Rest des Nachmittags damit verbringen, ihre Aussage nachzuvollziehen." Verteidiger Glathe
Richterin Schenk steigt tief in die Befragung der Expertin ein "Wie erklären sie sich die geringen Fehlervarianzen zwischen ihnen und anderen Studien?" fragt sie irgendwann. Gampe erklärt, dass hier mit extrem genauer Präparier- und Mikroskopiertechnik gearbeitet wurde - und Frau Wittwer-Backofen über jahrelange Erfahrung verfüge.

Verteidiger Glathe will wissen, ob sich in den 15 Jahren seit der Studie maßgebliche Verbesserungen in Soft- und Hardware oder -Techniken gegeben hätte. "Die Wissenschaft ist sicherlich nicht stehen geblieben", sagt die Expertin. Bei grundsätzlichen Änderungen am Verfahren müsse man die Methode noch einmal neu kalibrieren. Glathe lässt sich von der Expertin Begriffe erklären. "Ich werde den Rest des Nachmittags damit verbringen, ihre Aussage nachzuvollziehen", sagt der Anwalt. Kichern ist im Gerichtssaal zu hören.

Angaben von Hussein K. zu seinen Straftaten gegenüber dem psychiatrischen Gutachter Hartmut Pleines

11.20 Uhr Hartmut Pleines ist Facharzt für Neurologie und Psychiatrie. Der 56-jährige Heidelberger sagt auf Bitte der Vorsitzenden Richterin Schenk zunächst ausschließlich zu den Angaben von Hussein K. zu den Straftaten aus - am Freitag wird er sein psychiatrisches Gutachten vorstellen.

Pleines hat mit Hussein K. bei mehreren Terminen im Justizvollzugskrankenhaus Hohenasperg gesprochen. Pleines trägt zunächst Ks. Beschreibung der Tat auf Korfu vor. Damals sei Hussein K. stark betrunken gewesen. Er habe das Mädchen auf dem Heimweg gesehen und vermutet, dass in der Tasche sicher 100 Euro seien. Zu diesem Zeitpunkt sei er derart betrunken gewesen, dass er an der Tasche gezerrt habe. Sie habe geschrien, er habe die Tasse losgelassen, und habe beim Weglaufen ihre Schulter gestreift. Daraufhin sei sie die Klippe heruntergefallen.

"Der Explorationsverlauf stellte sich so dar, dass Herr K. einen apathischen, abwesenden Eindruck machte." Der psychiatrische Gutachter Hartmut Pleines über Hussein K.
Er habe nichts Sexuelles gewollt. Sein Gefühl sei "wie in einem Schlaf" gewesen. Er habe nach der Tat Gott gedankt, dass dem Mädchen nichts passiert sei. Danach sei er von der Polizei unter heftigen Schlägen zum Geständnis gezwungen worden. Dem Mädchen sei allerdings nichts passiert. Er habe sie im Krankenhaus sehen dürfen. Vor dem Prozess habe er nur zwei Mal einen Anwalt gesehen, der nichts für ihn gemacht habe, das sei nicht gerecht gewesen. Er sei fünf Monate in Haft gewesen, dann zu zehn Jahren Gefängnis verurteilt worden. In der Haft habe er derart gut gearbeitet, dass er nach zwei Jahren entlassen worden sei. Ansonsten sei die Haft sehr schwer gewesen.

Richterin Schenk will vom Gutachter wissen, wie das Gespräch abgelaufen ist. "Der Explorationsverlauf stellte sich so dar, dass Herr K. einen apathischen, abwesenden Eindruck machte", sagt Pleines. "Es bedurfte beständiger Vorhalte, um zu einem verwertbaren Ergebnis zu kommen."

Dann referiert Pleines zur Tat in Freiburg. Nach einem Telefonat mit seiner Mutter sei er sehr lebensmüde gewesen; in der Woche vor der Tat habe K. sich umbringen wollen. Er sei nur noch in der Stadt herumgelaufen, habe darüber nachgedacht, wie es mit seinem Leben weitergehen solle. Am Morgen des Tattages sei er normal aufgestanden. Er wisse nicht mehr, ob er in der Schule gewesen sei. Am Mittag habe der Freund A. angerufen, mit einem Plan für den Tag. Es sei der hohe Feiertag Shura gewesen; deswegen habe er nicht trinken wollen, doch A. habe ihn "wie ein Satan" überredet.

Sie seien schließlich gegen 20 oder 21 Uhr am Seepark mit einer Vierergruppe gewesen. Man habe dort gemeinsam gegessen und getrunken und er habe alleine auf Drängen des A. eine Flasche Wodka getrunken und zwei Joints geraucht, sowie einen weitere Joint und ein weiteres Gramm Haschisch. A. habe die Gruppe verlassen, gemeinsam mit den beiden anderen habe er sich in die Innenstadt begeben, um dort eine Disko aufzusuchen. In der Sonderbar habe er gemerkt, dass sie nicht mitgekommen seien. Dort habe er weiter Bier und Wein getrunken, habe bei der Begegnung mit einem "Schwulen" von diesem 10 Euro erhalten und sei dann vom Wirt als zu betrunken weggeschickt worden.

"Warum, das könne er nicht sagen." Gutachter Pleines über Hussein K.s Antwort auf die Frage, warum er gegen Maria L.s Rad getreten habe
Auch in einer weiteren Kneipe sei er wegen seiner Alkoholisierung weggeschickt worden; das habe sich in einem Dönerladen wiederholt. Schließlich habe ein Deutscher ihm dort jedoch ein Sixpack gekauft; diese Biere habe er sehr schnell getrunken. Schließlich sei er in die Straßenbahn gestiegen und in Richtung Littenweiler gefahren. Dort angekommen habe er einen Joint gedreht und sei von einer älteren deutschen Frau angesprochen worden, warum er Haschisch rauche. Er habe Angst gehabt, dass sie die Polizei rufen werde und habe sich auf den Heimweg gemacht.
Er habe in der Nähe einer Tankstelle ein Fahrrad geklaut und sei nach wenigen Metern damit gestürzt, von da an habe er das Fahrrad geschoben. Er sei auf dem Dreisamuferradweg unterwegs gewesen und habe irgendwann das Fahrrad abgelegt, um Pinkeln zu können. Er sei so betrunken gewesen, dass er auf den Boden gefallen sei und versucht habe, zu erbrechen. Da habe er gesehen, dass jemand sich auf dem Fahrrad nähere. Er habe sich dann an einem Baum hochgezogen, und als das Fahrrad vorbeikam, mit dem Fuß dagegen getreten.

"Warum, das könne er nicht sagen", sagt Pleines. Dann habe K. gemerkt, dass es ein Mädchen gewesen sei und habe einen Blick auf ihre Tasche geworfen und habe überlegt, sie mitzunehmen. Das Mädchen habe sehr laut geschrien. Erst daraufhin habe er ihren Mund zugehalten und den Hals kräftigt zugedrückt. Seine Hände seien nicht kräftig genug gewesen, deswegen habe er sie zum Wasser herunter gebracht und mit dem Schal erwürgen müssen, sie entkleidet und versucht, sie zu vergewaltigen. Das sei ihm jedoch nicht gelungen, er habe sie nur mit den Händen berührt. An Bisse könne er sich nicht erinnern. Sie sei vor der Vergewaltigung tot gewesen, schildert Pleines die Aussage von K. Weitere Fragen habe er nicht beantworten wollen, da er sich nicht mehr erinnern könne. Blut von seiner Hand sei auf sie getropft, das habe er abgewaschen. Zuhause habe er sich selbst und seine Kleidung gewaschen.

Die anderthalb Monate bis zur Verhaftung seien für K. schwierig gewesen. Er habe am Tag danach die Tat im Fernsehen gesehen und dann erst verstanden, dass er sie getötet habe. Eine Woche nach der Tat habe er versucht, sich zu töten. Zwei Mal habe er überlegt, sich zu stellen. Täglich sei er depressiver geworden und habe Zeit mit seinem Freund A. verbracht. Da er sich an der Hand verletzt habe, sei er ins Justizvollzugskrankenhaus gebracht worden, dann habe er versucht, sich zu ersticken. Er wolle dort nicht bleiben, alle Tage seien gleich. K. vermisse in Hohenasperg einen Fernseher.

"Die Exploration fand mit einem Dolmetscher statt", sagt Pleines auf Nachfrage der Vorsitzenden Richterin.

Verlesung von Dokumenten

Richterin Schenk verliest drei Dokumente aus Griechenland: seine Entlassungsbescheinigung aus der Haft, die Entlassungsverfügung und seinen Berufungsantrag.

Im Anschluss verliest sie eine WhatsApp-Nachricht aus den Akten: 16.10.2016, 02.36.39 Uhr Maria: "Fahr jetzt heim: War megaviel los an der Schlange der Garderobe. Bis morgen oder Montag. Viel Spaß noch."

Dann verliest Richterin Schenk eine Reihe von Schrittdaten aus der Handyauswertung von Hussein K.

Aussage einer Freundin von Maria L.

Richterin Schenk belehrt die sichtbar aufgeregte Zeugin und beruhigt sie, das die Befragung nicht lange dauern werde. "Ich habe nur eine Frage, aber zu der kann uns niemand außer Sie aussagen." Richterin Schenk will wissen, wie Maria L., mit der die Zeugin gut befreundet war, üblicherweise ihre Haare beim Radfahren getragen hat. "Normalerweise hat Maria einen Fahrradhelm getragen, aber in der Woche war er kaputt und sie hat ihn nicht getragen." sagt die Zeugin. "Sie hatte an dem Abend ihre Haare offen. Ich glaube auch nicht, dass sie eine Mütze hatte. Es war Oktober, es war noch nicht so kalt", sagt sie. Üblicherweise habe Maria sich ihren Schal über die Haare gewickelt. "Aber sie waren schulterlang, vielleicht sind welche herausgerutscht." Unmittelbar vor der Abfahrt gesehen hat sie Maria jedoch nicht. "Sie musste noch warten", sagt die Zeugin.

Aussage eines Polizisten zu den Ermittlungen auf Korfu

10 Uhr Erster Zeuge am 21. Verhandlungstag ist der Ermittler S. Spiridoula C., Hussein K.s Opfer aus Korfu ist, wie erwartet, nicht erschienen. Auch eine seit einigen Verhandlungstagen im Raum stehende Aussage von Anwalt Glathe entfällt, sagt Richterin Schenk. "Der Zeuge, mit dem wir telefoniert haben, hat keine belastbaren Angaben gemacht."

Der Polizist war gemeinsam mit Oberstaatsanwalt Berger im April 2017 für Ermittlungen auf Korfu und hat Spiridoula C. befragt. Eine Beamtin des BKA diente vor Ort als Übersetzerin. Der Ermittler und Oberstaatsanwalt Berger trafen Spiridoula C., ihren Verlobten und ihre Familie. Es sei schwierig gewesen, diesen Termin zu organisieren, sagt er. "Das Verbrechen geht ihr immer noch sehr nah." Auch bei dem Treffen sei das gleich aufgefallen.

"Man hat gleich gesehen, dass sie zurückhaltend und verängstigt war", sagt der Polizist. "Man hat gemerkt, dass sie nicht mit uns sprechen wollte." Die Kommunikation sei schwierig gewesen, schließlich habe sie jedoch den Vorfall geschildert. Richterin Schenk will genau wissen, wie Spiridoula C. die Tat erlebt habe. Hussein K. sei "wie ein Tier" auf sie losgesprungen, und hätte nicht versucht, ihre Handtasche zu greifen, sagt der Ermittler, sondern habe gleich ihre Handgelenke ergriffen.

"Sie war sehr geschockt, denn sie ging davon aus, dass er noch im Gefängnis sitze." Ermittler über Hussein K.s Opfer Spiridoula C.
Er habe ihr zu verstehen gegeben, dass sie nicht schreien sollte, sie zu Boden geworfen, ihr einen Faustschlag auf den Mund gegeben. Als ein Lichtkegel kam, habe er sie vom Boden aufgehoben und über das Geländer geworfen. Spiridoula C. habe sich an dem Geländer festgalten können, bis Hussein K. versucht habe, ihre Hände vom Geländer zu lösen. Dann sei sie die Wand heruntergerutscht und acht bis zehn Meter in die Tiefe gefallen.

"Im Rückblick sei ihr klar geworden, dass der Täter nicht ihre Handtasche, sondern etwas von ihr wollte", sagt der Ermittler. "Etwas Sexuelles." Das sei ihr bei ihrer Aussage direkt nach der Tat möglicherweise nicht bewusst gewesen. "Da stand sie möglicherweise noch sehr unter Schock." Denn wenn Hussein K. ihre Handtasche hätte haben wollen, hätte er sie leicht wegreißen können. Es habe zudem nichts gefehlt, weder Handtasche noch Handy. "Wusste Frau C., welche Vorwürfe Herrn K. hier in Freiburg gemacht werden?" "Ja, das hatte sie aus den lokalen Medien erfahren. Sie war sehr geschockt, denn sie ging davon aus, dass er noch im Gefängnis sitze."

Wie es Spiridoula C. jetzt gehe, will Richterin Schenk wissen. "Ist sie berufstätig? Damals hat sie ja noch studiert." "Ich glaube sie hat das Studium abgebrochen", sagt der Zeuge.

Richterin Schenk hat noch eine Nachfrage zum Tatort, es geht noch einmal um den Zugang zur Absturzstelle unterhalb der Mauer. Der Tidenhub vor Ort bewege sich im Bereich von Dezimetern. "Es ist davon auszugehen, dass man nur an der Kaimauer vorbei durchs Wasser dorthin gelange", sagt er.

Staatsanwalt Eckart Berger hat eine Nachfrage zu den nassen Hosenbeinen von Hussein K. in der Tatnacht und den bei ihm gefundenen nassen Schuhen. "Der Polizei hatte er gesagt, er habe nachschauen wollen, wie es ihr gehe", sagt der Zeuge. Im Zuschauerraum gibt es empörte Äußerungen. "Hatten sie Zweifel an der Glaubwürdigkeit von Frau C.?", will Oberstaatsanwalt Berger wissen. "Nein. Man hat gemerkt, wie ihr die Sache noch nachgeht", sagt der Zeuge. Sie stünde noch immer unter dem Eindruck des Geschehens.

Nebenklagevertreter Kramer will vom Zeugen wissen, was genau Spiridoula C. zur Gegenüberstellung im Krankenhaus gesagt habe. "Frau C. hat gesagt, drei Männer seien ihr gegenübergestellt worden. Als sie den Angeklagten benannt habe, habe er sie böse angeschaut." Kramer will wissen, ob K. sich bei C. entschuldigt habe. Das sei lediglich im Krankenhaus passiert, danach nicht noch einmal.

Verteidiger Glathe will wissen, ob C. vor ihrer Vernehmung belehrt worden sei. "Nur mündlich, nicht förmlich", sagt der Ermittler. Verteidiger Glathe liest aus dem griechischen Urteil vor, der die Tat als Raub beschreibt und unter anderem beschreibt, dass K. der C. die Handtasche entrissen hatte und diese sich gewehrt habe: "Haben sie Frau C. mit dieser widersprüchlichen Tatsache konfrontiert? Haben Sie ihr diese Passage vorgehalten?" "Frau C. sagte, daran könne sie sich nicht mehr erinnern." "Wissen sie, warum der Angeklagte verurteilt wurde?", fragt Glathe. "Ja", sagt der Zeuge. "Wegen versuchten Mordes und wegen des Handtaschenraubes."

Nach der Aussage des Zeugen will Anwalt Glathe einige Dinge festhalten: Er äußert Verwunderung, dass C. nicht förmlich als Zeugin vernommen wurde und will festgehalten haben, dass die Aussage des Zeugen S. im Widerspruch zum Urteil in Griechenland stünde.
Vorschau auf den 21. Prozesstag

Es wird erwartet, dass ein Polizist am 21. Prozesstag im Mordprozess gegen Hussein K. zu den Ermittlungen vor Ort in Griechenland aussagen wird. Auf der Insel Korfu wurde der Angeklagte bereits 2014 wegen versuchten Mordes verurteilt.

Am 18. Verhandlungstag hatten zwei griechische Polizeibeamte über den Fall berichtet; ein Video vom dortigen Tatort, das Staatsanwalt Eckart Berger angefertigt hatte, wurde bei dieser Gelegenheit gezeigt. Auch Hussein K.s griechisches Opfer Spiridoula C. ist für Dienstag geladen. Ende Januar hatte ihr Vater der Staatsanwaltschaft gegenüber jedoch angekündigt, dass sie nicht kommen werde. Außerdem soll eine Freundin von Maria L. über ihre Kleidung in der Tatnacht aussagen.

Am Nachmittag soll schließlich eine Demographin des Max-Planck-Insituts für demographische Forschung ein ergänzendes statistisches Gutachtenzum Altersgutachten von Frau Prof. Wittwer-Backofen vorstellen. Wittwer-Backofen kam in ihrem Gutachten am zehnten Prozesstag zum Schluss, dass Hussein K. zwischen 22 und 26 Jahren alt sei.

Weitere Termine im Prozess gegen Hussein K.

  • Für den 2. März ist die Aussage des forensischen Psychiaters Hartmut Pleines terminiert. Auch der Bericht der Jugendgerichtshilfe soll dann gehört werden.
  • Am 9. März sollen nichtöffentlich die Plädoyers gehalten werden. Auch der 12. März steht noch als Termin für die Plädoyers zur Verfügung. Innerhalb von zehn Tagen nach den Plädoyers muss das Urteil verkündet werden.

Übersicht: Der Prozess gegen Hussein K.




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