Kaiser-Joseph-Straße

Untergeschoß des Freiburger DM-Markts bleibt nach Verpuffung geschlossen – Ursache weiter unklar

Sina Schuler & Gina Kutkat

Nach einer Verpuffung bleibt das Untergeschoß des DM-Markts am Bertoldsbrunnen weiter geschlossen. Die Ermittlungen dauern an. Die Polizei schließt eine Straftat nicht aus.

Nach einer ganztägigen Sperrung des DM-Markts am Dienstag hat dieser am Mittwoch wieder seit 8 Uhr geöffnet. Allerdings sei nur die obere Etage für Kundinnen und Kunden zugänglich, so eine Mitarbeiterin des Drogeriemarktes.


Das Untergeschoß bleibt weiter geschlossen. Paletten mit Plastikflaschen stehen vor der Treppe, die in den Keller des Drogeriemarktes führt. Drumherum rot-weißes Flatterband.

Noch ist nicht klar, was explodiert ist

Neben Kripobeamten und diversen Polizeiautos fährt auch ein Mercedes mit Stuttgarter Kennzeichen und Blaulicht an dem Laden vorbei. Die Frage, ob es sich dabei um einen Wagen des Landeskriminalamts (LKA) handelt, lässt Polizeisprecherin Laura Riske unbeantwortet. Wie alle anderen Fragen auch, etwa ob Einbruchsspuren gefunden wurden oder was genau explodiert ist.

Die kriminaltechnischen Auswertungen dauern immer noch an, hatte die Polizei am Mittwochmorgen mitgeteilt. Eine Straftat könne nicht ausgeschlossen werden, hieß es weiter in der Mitteilung.

Die Polizei hatte den DM-Markt am Bertoldsbrunnen am Dienstag gesperrt, nachdem eine Mitarbeitern um 6.30 Uhr morgens eine Detonation gemeldet hatte. Diese führte zu Sachschäden im Verkaufsraum, diverse Regale waren umgefallen. Grund für die Detonation war eine Verpuffung in der Nacht zuvor, die Statik des Gebäudes musste überprüft werden.

Höhe des Sachschadens noch unklar

Die Polizei hatte den Drogeriemarkt am Vormittag räumen lassen. Auch der angrenzende Idee-Kreativmarkt war zeitweise von der Sperrung betroffen. Vor dem Flatterband blieben immer wieder Passanten stehen. "Wird hier ein Tatort gedreht?", fragte einer. Eine Frau wollte wissen, wie lang das Ganze noch dauere. "Es lohnt sich nicht zu warten", antwortete ihr ein Polizeibeamter.

Nachdem ein Statiker am Vormittag das Gebäude untersucht hatte, konnte die Polizei am Nachmittag ihre Ermittlungen in dem Geschäft aufnehmen. Die Ursache war am Dienstagabend noch nicht geklärt, die Ermittlungen dauerten noch an. Im Verkaufsraum entstand Sachschaden, der der Polizei zufolge noch nicht beziffert werden kann.

Bei einer Verpuffung entsteht eine Druckwelle

Die Feuerwehr war nach eigenen Angaben in der Nacht nicht vor Ort, sondern wurde gegen sieben Uhr morgens gerufen. Bei einer Verpuffung, eine Art Explosion, entsteht eine Druckwelle, wie Alexander Jautz vom Direktionsdienst der Feuerwehr erklärt. Diese Druckwelle führe sich fort und könne auch weiter entfernt Schaden anrichten. Dabei könnten beispielsweise Scheiben herausgedrückt werden. Dies sei im DM-Markt nicht der Fall gewesen. "Offenbar war die Druckwelle nicht so groß."

Kunden waren am Dienstag nicht im Markt

Jautz zufolge waren Regale umgefallen, ein Mitarbeiter des Marktes soll dies bemerkt und gemeldet haben. Das Gebäude sei dann evakuiert worden, Menschen aus den darüberliegenden Büros hätten das Gebäude verlassen müssen. Kunden befanden sich laut Jautz nicht im Markt, der gewöhnlich um acht Uhr öffnet.