Uniwahl: Deutliche Mehrheit für u-Modell

Christian Deker

Das inoffizielle Ergebnis der Uniwahl liegt vor: Die buf-Listen (Bündnis für u-asta und Fachschaften), die beide das so genannte "u-Modell" unterstützen, konnten wie in den letzten Jahren eine deutliche Mehrheit im AStA und Senat verteidigen. Sie gewannen im Vergleich zum Vorjahr sogar noch eine Sitz dazu und sind nun mit zehn Mitgliedern im Allgemeinen Studierendenausschuss (AStA) vertreten. Die Juso-Hochschulgruppe wird drei Vertreter in den AStA entsenden, die Julis und der RCDS jeweils einen. Über 60 Prozent der Wähler sprachen sich durch die Wahl der buf-Listen für eine Fortführung des "u-Modells" aus. Dieses Konzept wird in Freiburg seit 1978 praktiziert, als die baden-württembergische Landesregierung die bis dahin bestehende "Verfasste Studierendenschaft" verbot. Seither darf der AStA sich nur noch zu sportlichen, musischen und kulturellen Dingen äußern. Deshalb gibt es parallel zum AStA als eigenständige, politische Vertretung der Studenten den u-asta, der nach seinem Selbstverständnis jedes Jahr durch die Uniwahl legitimiert werden muss.

Bei der Wahl im Jahr 2005 hatte die Hochschulgruppe der Grünen als eigene Liste kandidiert und zwei Sitze erhalten. Dieses Jahr kandidierten die Grünen wieder auf einer gemeinsamen Liste mit den buf-Kandidaten. Der RCDS ist nun auch wieder im Studierendenausschuss vertreten, nachdem die CDU-nahe Organisation im vergangenen Jahr verpasst hatte, die Kandidatenliste fristgerecht einzureichen.

Bei der Sitzverteilung im Senat ändert sich im Vergleich zum Vorjahr nichts: Die buf-Listen haben drei Sitze, die Juso-Hochschulgruppe wieder einen Sitz im höchsten universitären Gremium. Über die Wahlbeteiligung, die im letzten Jahr bei nur 13,9 Prozent lag, gibt es noch keine Informationen.