Uniwahl-Check: Grüne Hochschulgruppe

Christian Deker

Am Dienstag wählen den Freiburger Studenten ihren Senat und ASta, fudder stellt die einzelnen Gruppen anhand eines Fragebogens vor. Die Grüne Hochschulgruppe tritt bei der Wahl nicht als eigene Liste an, sondern auf den beiden Listen von buf. Nora Gaupp hat uns die zehn Fragen zu ihrem Wahlprogramm beantwortet.

 



Wer bist Du? Bitte stell Dich doch kurz vor!

Ich heiße Nora, bin 22 und studiere im 4. Semester Medizin. Seit ich vor drei Jahren nach Freiburg gekommen bin, engagiere ich mich in der Grünen Hochschulgruppe.

Warum sollte man gerade Euch wählen?

Warum buf? - Weil buf das u-Modell trägt. Ich finde es wichtig, dass die Studierendenvertretung basisdemokratisch organisiert ist und auch zwischen den Wahlen offen steht für alle, die sich spontan und projektbezogen engagieren wollen.
Und warum Grüne Jugend? – Weil wir die einzige politische Hochschulgruppe sind, die das u-Modell unterstützt.
Außerdem wollen sich Henrike und ich im Senat für eine Verfasste Studierendenschaft und damit für eine stärkere Stimme der Studierenden einsetzen.

Was unterscheidet Euch von den anderen?

Auf den buf- Listen geht es nicht darum, dass Einzelne sich profilieren, sondern um die Unterstützung des u-Modells.

Die Gewissensfrage: u-Modell. Ja? Nein? Vielleicht?

Ja!! Allerdings mit mehr Studierenden, die sich einbringen.

Warum?

Im u-Modell  können über die Fachschaften alle an den Entscheidungsprozessen teilnehmen –  ein Studierendenparlament wäre weit weniger offen und würde stärker dazu führen, dass einzelne hochschulpolitische Gruppen „große Politik“ spielen.



Wie steht Ihr zum Thema Studiengebühren?

Grundsätzlich sind Studiengebühren abzulehnen. Jetzt, wo sie aber – zumindest vorläufig - da sind, gilt es, an der Verteilung mitzuwirken und dem Land Baden-Württemberg auf die Finger zu schauen, damit die sich die Studienbedingungen auch wirklich verbessern. Dazu braucht es eine starke Studierendenvertretung!

Wenn nächstes Jahr der amtierende Rektor Jäger in den Ruhestand geht, hinterlässt er so einiges: unter anderem ein großes Unijubiläum und vielleicht auch eine Elite-Uni. Wie seht Ihr Euer Verhältnis zum Rektorat?

Das Rektorat muss sich darüber klar werden, dass wir Studierenden die größte Gruppe an dieser Universität sind und es uns deshalb nicht ignorieren kann. Wir freuen uns darüber, dass der Senat - und damit auch der Rektor! - sich für die gesetzliche Verankerung einer verfassten Studierendenschaft ausgesprochen hat. Damit ist es aber nicht getan. Jetzt gilt es, konsequent weiterzuarbeiten, damit diese Vorhaben auch tatsächlich in die Tat umgesetzt werden.



Wo seht Ihr an der Uni Freiburg den größten Handlungsbedarf? Was sind Themen, die den Studenten und Euch unter den Nägeln brennen?

Natürlich interessiert die Studierenden momentan vor allem eine transparente und gerechte Verteilung der Studiengebühren. Aber auch die Bachelor/Master- Umstellung und die geplanten Änderungen im Landeshochschulgesetz sind wichtige hochschulpolitische Themen. Es geht dabei ganz grundsätzlich um die Frage, in welche Richtung sich die Universität entwickelt und wie Forschung und Lehre in Zukunft zueinander stehen werden. Uns kommt es darauf an, dass die Universität im Zuge dieser Veränderungen nicht zum Dienstleister der Wirtschaft verkommt. In einem Hochschulstudium geht es um mehr als eine reine Berufsausbildung!

Viele haben gegen die ASta-Wahlen das Vorurteil, dass sich hier Studenten nur als „Jung-Politiker“ profilieren wollen. Was sagt Ihr dazu?

Buf nicht! Deshalb ja gerade das u-Modell!

Sonst noch was?

Geht wählen!
Fotos: u-asta

Mehr dazu:

  • Uniwahl-Check Teil 3: RCDS