Universale findet nicht mehr statt

Nina Braun

Die Universale, seit 1995 veranstaltet, hat dieses Jahr zum ersten Mal nicht statt gefunden. Hauptgründe seien die Störungen des Lehr- und Forschungsbetriebs im KG II, sagt eine Vertreterin der Universität. Außerdem ziehe die Veranstaltung zunehmend außeruniversitäres Publikum an und sei somit immer mehr von ihrem eigentlichen Ursprung abgekommen.



Vorrangig seien es die Auf- und Abbauarbeiten, die den Betrieb im KG II stören, erklärt die persönliche Referentin des Rektors, Yvonne Eder. „Die nehmen vier volle Tage in Anspruch. Da gibt es schon seit mehreren Jahren immer wieder Probleme.“ Die Beeinträchtigungen des Lehr- und Forschungsbetriebs seien schließlich so groß geworden, dass die juristische Fakultät sich im Fakultätsrat gegen die Veranstaltung ausgesprochen hätte.


Aber auch von Seiten der Studenten habe es massive Beschwerden gegeben: „Die Studiengebühren werden ja zum Teil darauf verwendet, dass Seminare und Bibliotheken länger geöffnet bleiben können. Der Lehrbetrieb verlagert sich daher immer mehr auch in die Abendstunden und ins Wochenende“, so Eder. Durch die Arbeiten komme es da jedoch zu Lärmbelästigung.

Neben den Reklamationen von Professoren und Studenten gibt es aber noch weitere Gründe für die Absetzung der Veranstaltung: „In den vergangenen Jahren haben wir den Eindruck gewonnen, dass die Universale zu einer Großveranstaltung geworden ist, die zunehmend außeruniversitäres Publikum angezogen und somit ihren ursprünglich universitären Charakter verloren hat. Zudem ist das KG II für derartige Großveranstaltungen gemäß der Versammlungsstättenverordnung nicht mehr geeignet.“ Anfänglich habe die Universale eine sehr viel kleinere Dimension gehabt, sei in den letzten Jahren aber zu einer Veranstaltung mit bis zu 3000 Besuchern gewachsen.

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