Uniklinik: Bereich nach Gutachten freigegeben

Christian Deker

Es besteht kein Anhalt für eine Beteiligung von Ärzten des Fachbereichs Sportorthopädie und -traumatologie an Dopingaktivitäten. Das ist das Zwischenergebnis der Doping-Untersuchungskommission. Rektor und Klinikumsvorstand gaben daher die Betreuung von Leistungssportlern durch diesen Bereich wieder frei.

Dies teilte das Uniklinikum in einer Presseerklärung mit. Die Freigabe betrifft die Betreuung von Bundeskadern sowie der D-Kader in Baden-Württemberg (Jugendliche von 9 bis 16 Jahren).


Im Vordergrund dieser Betreuung würden vor allem Gesundheitsuntersuchungen stehen. Es müsse gewährleistet sein, dass Nachwuchssportlerinnen und -sportlern in Baden-Württemberg diese Betreuung nicht vorenthalten wird.

Einzelne Abteilungen der Sportmedizin können damit ihre Arbeit wieder aufnehmen, der gesamte Straßenradsport bleibt aber weiterhin ausgesetzt. Die Situation im Profi-Radsport stelle sich als so problematisch dar, dass die Abteilung Betreuungsverträge wie zuletzt mit der Firma "Neuer Straßensport GmbH" (gesponsert von T-Mobile) auch zukünftig unterlassen müsse.

Weiterhin erklärt die Uniklinik, dass nichts gegen die Fortführung einer medizinisch-internistischen Betreuung der Bundesliga-Mannschaften des SC Freiburg sowie der Basketballerinnen des USC Freiburg spreche. Damit einher geht auch die Wiederzulassung der Betreuung der Freiburger Nachwuchs-Fußballschule.

Diese eingeschränkte Freigabe erfolgt zunächst vorläufig. Sollten sich durch die Tätigkeit der Untersuchungskommission neue Verdachtsmomente ergeben, wird der Klinikumsvorstand prüfen, ob und inwieweit die Betreuung wieder einzuschränken ist.