UniCross: Eine neue Plattform für TV-, Radio- und Online-Journalismus von Studierenden

Carolin Born

UniCross heißt das neue Online-Magazin von Studierenden der Uni Freiburg. Die Plattform vereint die Nachrichten aus der Online-Redaktion, von uni.tv und Uni-Radio echo fm 88,4. So präsentieren die Studierenden unirelevante Themen crossmedial und können sich in allen drei Bereichen journalistisch ausprobieren.



Bisher waren die Medien von Studierenden an der Uni in drei Bereiche gegliedert: Das studentische Fernsehen uni.tv, das Uni-Radio echo-fm 88,4 und der Studierenden-Newsletter. Seit Ende Juli sind die Angebote auf UniCross gebündelt, mit der Zeit wollen sich die drei Redaktionen immer stärker miteinander vernetzen. Den Newsletter gibt es wie gewohnt, er weist aber auf die Inhalte von UniCross hin.

UniCross berichtet über alles, was mit der Universität Freiburg im weitesten Sinne zu tun hat. Das sind einerseits Themen rund ums Studium und Studentenleben, aber auch Dinge, die für Menschen außerhalb der Uni interessant sind. Es geht um eine Jura-Studentin, die nebenbei Häkelhüte in ihrer kleinen Firma verkauft oder um Lerntipps von Studierenden. Außerdem gibt der Mitherausgeber der FAZ Werner D’Inka Ratschläge, wie man Journalist wird.


Im Moment befindet sich die gemeinsame Arbeit noch im Aufbau. Einmal wöchentlich findet ein gemeinsames Treffen der Redaktionsleiter statt. Die Online-Redaktion erstellt die Beiträge und verweist auf das passende Angebot aus den zwei anderen Bereichen. Im Moment sind die drei Bereiche also verknüpft, arbeiten aber einzeln. Allerdings sollen die Redaktionen alle auf einer Etage in der neuen UB sein, wenn sie fertig ist. 

Wie bisher schon können sich die Studierenden in den drei Lernredaktionen journalistisch ausprobieren. Durch UniCross haben sie die Möglichkeit, in jeden Bereich mal reinzuschnuppern. Außerdem bieten sie Informationen rund um die Uni. Der Vorteil der crossmedialen Arbeit ist, dass die drei Bereiche den gemeinsamen Themenpool unterschiedlich aufbereiten. Jemand vom Radio macht zum Beispiel einen Beitrag zu einem Thema, parallel schreibt noch jemand darüber und ein anderer erstellt einen Fernsehbeitrag dazu.

Die Idee für UniCross kam aus dem Rektorat. Inhalt und Konzept haben die drei Redaktionsleiter, die Angestellte der Uni sind, gemeinsam erarbeitet. UniCross gehört zum Medienzentrum der UB. Der Leiter ist Dr. Franz Leithold, Herausgeber ist der Rektor Prof. Dr. Hans-Jochen Schiewer.

Mitmachen kann jeder, der an der Uni eingeschrieben ist. Für alle drei Bereiche gibt es BOK-Kurse, die den Einstieg erleichtern sollen, auch für die crossmediale Arbeit. Sie sind aber kein Muss, um teilzunehmen. „Wer mal etwas Journalistisches machen will, kann gerne vorbeischauen, auch ohne Vorerfahrung“, sagt Jan Fillisch, Redaktionsleiter vom uni.tv. Viele haben zum Beispiel schon mal bei einer Lokalzeitung gearbeitet. „Wir geben gerne unsere technischen Erfahrungen an die Neulinge weiter, begleiten sie bei der Arbeit und geben ihnen Rückmeldung“, erzählt Fillisch.

Auch Silvia Cavallucci, die Redaktionsleiterin der Online-Redaktion, fordert die Studierenden auf, sich jederzeit zu melden. So lernen sie, journalistisch zu arbeiten: „Für das Redaktionsteam biete ich regelmäßige Fortbildungen an, zum Beispiel über Schreiben fürs Web. Unter bestimmten Vorraussetzungen können die Studierenden bei einer regelmäßig Mitarbeit auch ECTS-Punkte erwerben.“ Bei den Mitarbeitern sind hauptsächlich die Geisteswissenschaftler vertreten, aber es sind mal Wirtschafts-, Medizin-, Informatik- oder Jura-Studenten dabei. Mitmachen kann jeder, denn UniCross ist fakultätsübergreifend






Kira Juliana Urschinger, 23 Jahre alt, studiert Deutsche Sprach- und Literaturwissenschaften und Europäische Ethnologie

„Ich bin beim Uni Radio in der Redaktion und Moderation tätig. Ich war mal ans uni.tv verliehen, da ist uniCross eine schöne Möglichkeit, um mal in andere Bereiche reinzuschauen, aber Hörfunk ist mein Schwerpunkt. Ich habe nach dem Abitur ein Praktikum in einer Radiostation gemacht und dabei Blut geleckt. Wenn man in diesem Bereich arbeiten will, muss man während des Studiums Erfahrung sammeln. Bei echo fm trifft man viele Leute, die man interviewen kann, lernt viel und die Atmosphäre in der Redaktion ist nett. Dort habe ich im Gegensatz zu quotengebundenen Sendern die Freiheit, alles selbst auszuprobieren. Es ist ja eine Lernredaktion, man darf auch Fehler machen. Kreativ sind uns keine Grenzen gesetzt.“


Wolfgang Weismann, 33 Jahre alt, studiert Kunstgeschichte

„Ich bin seit anderthalb Jahren bei uni.tv und seit einem halben Jahr auch bei Uni Radio. Als Journalist gibt es ja die drei großen Bereiche, die ich alle mal ausprobieren wollte, um zu wissen, was ich machen will.
uni.tv macht unheimlich viel Spaß. Die Redaktionssitzungen sind sehr nett, man überlegt sich Themen, organisert und recherchiert, filmt, schneidet und kommt später im Fernsehen. Wir haben zum Beispiel ein Projekt für das Augustinermuseum gemacht. Dafür sind wir drei Tage in den Schwarzwald gefahren, sind dort wie die Bienen ausgeschwärmt und haben vom Bauer bis zum Pfarrer alle interviewt und Berichte darüber gemacht. Außerdem habe ich durch die Arbeit BOK-Punkte gesammelt.“

Mehr dazu:


Mitmachen

Online-Redaktion
Kontakt: Silvia Cavallucci
0761.203 3856
redaktion-unicross@uni-freiburg.de

uni.tv
Kontakt: Jan Fillisch
0761.203 4328
jan.fillisch@ub.uni-freiburg.de

Uni-Radio echo fm 88,4
Kontakt: Manuel Devant
0761.203 8888
info@echo-fm.de

[Fotos: uni-freiburg.de / Sebastian Bender (2); Kira Urschinger; Wolfgang Weismann]