Uni-Zeitschriften-Test (6): UniSpiegel

Gina Kutkat

Pünktlich zum Semesterstart bewertet Gina die Uni-Zeitschriften, die sich auf ihrem Schreibtisch stapeln. Seitdem Studienangebote mannigfaltiger werden und das Studiensystem undurchsichtiger, versuchen die Magazinmacher, Studenten in allen Lebenslagen zu beraten. Eine Analyse. Teil 6: UniSpiegel

  

Name der Zeitschrift

UniSpiegel

Herausgeber

Rudolf Augstein (1923 - 2002)

Erscheint:

sechsmal im Jahr

Format

19 cm breit, 25,8 cm lang und 3 mm dick. Den UniSpiegel gibt es auch als E-Paper in digitaler Form, für registrierte Nutzer kostenlos.

Preis

kostenlos, liegt in der Mensa aus. Online ist man mit einer Registrierung dabei.

Abo-Preis

Den UniSpiegel erhält jeder Bezieher des SPIEGEL-Studentenabonnements. Das aktuelle Heft kann man auch unter 01805 55 22 55 anfordern.



Rubriken

Eine strenge Einteilung in Rubriken gibt es nicht. Dafür die Standards "Intro", "Campus&Comic", "Arbeit", "Leben", "Vergnügen" und "Freeman's Food". Diese Standards werden erweitert durch neun größere Artikel. Diese sind:

Verdiensteinfall: Das Titelthema. Fünf Studenten stellen ihre ungewöhnlichen Studentenjobs vor. Zum Beispiel die Arbeit als Aktmodel oder Straßenbahnfahrer.

Mysteriöser Master: Wie förderlich sind die teuren MBA (Master of Business Administration)-Programme, die nur Akademiker mit mehrjähriger Berufserfahrung durchlaufen können, wirklich?

Die Bildungswelt: Was ist eigentlich.....das Hochschulrahmengesetz? SPIEGEL-Autor Thomas Darnstädt erklärt die Bildungswelt. In dieser Ausgabe geht er auf die Spuren des Hochschulrahmengesetzes, das gerade von Annette Schavan abgeschafft wird. Zurecht?

Heiße Sache: Wie wird man eigentlich Klimatologe? Studenten erzählen, wie sie zur Klimaforschung gekommen sind – schließlich gibt es kein Fach, das "Klimatologie" heißt. Die Möglichkeiten sind vielfältig, die Ausildung ist langwierig und anstrengend.

Ausgerechnet Jena: Im März ließ der Rektor der Friedrich-Schiller-Universität verlauten, Jena solle die "Studentenfreundlichste Stadt in Europa" werden. Grund: die Studiennachfrage droht in den nächsten Jahren stark einzubrechen. Eine Arbeitsgruppe mit dem Titel "Studentenparadies Jena" soll aus der Misere helfen.

Auf die Plätze...: Über die Odyssee der Erstsemester. Da bei der Vergabe von Studienplätzen oft Chaos herrscht, sind Hochschulanfänger zur Flexibilität gezwungen. Noch bis weit ins Semester hinein erhalten Bewerber Zu- oder Absagen verschiedener Unis.

Geld für die Kunst: Ein Portrait des Studienfachs Kunstgeschichte, das sich mittlerweile zum Trendfach entwickelt hat. Neue Jobs sind durch den Kunst-Boom jedoch nicht unbedingt garantiert. Beim Auktionshaus Christie's in London lernen zwei Studentinnen, wie der Handel funktioniert.

Seekrank im Hörsaal: Das "Scholar Ship" ist ein zur Hochschule umgemodeltes Kreuzfahrtschiff, Studenten verbringen hier ein Semester auf See. Die Stationen heißen: Piräus, Lissabon, Panama City, Tahiti, Auckland und Shanghai.

Schreib mal wieder: "So sag ich es meinen Eltern". Der UniSpiegel hilft Studenten, bestimmte Anliegen so zu formulieren, dass die Eltern Verständnis aufbringen. Unter anderem: nach Geld für eine Reise fragen, den Eintritt in eine Studentenverbindung beichten oder eine vermasselte Prüfung erklären.



Titelthema in diesem Heft

Sie braucht das Geld - Studenten berichten von ihren Jobs.

Design/Layout

An das Design des großen Bruders "Der Spiegel" angelehnt und mit vielen Fotos angereichert. Leider wird das Layout durch die vielen Anzeigen geschwächt.

Übersichtlichkeit

Der UniSpiegel ist nicht so komplex wie andere Uni-Zeitschriften, deswegen hat man eine sehr gute Übersicht. Die viele Werbung stört beim Lesen. Auf einigen Seiten fällt die Aufmerksamkeit des Lesers zuerst auf die Werbe-Anzeigen, und dann auf den Inhalt.

Lieblingsrubrik

Freeman's Food.

Extras

Die Internet-Präsenz des UniSpiegels bietet unter anderem einen IQ-Test (Gehören Sie zur Grips-Elite?) sowie die Hilfe bei der Praktikumssuche. Eine Online-Umfrage ermittelt die Zufriedenheit der Studenten mit der BAföG-Beratung. Ein weiteres Extra: die Veranstaltungsreihe "SPIEGEL-Gespräch – live in der Uni". Bereits im Sommersemester diskutierten Spiegel-Redakteure mit prominenten Gesprächspartnern über heikle Themen. Im Wintersemester laufen zahlreiche neue Veranstaltungen.

Seitenzahl

66

Davon Werbung

ca.25

Minuspunkt

Wie schon vorher erwähnt irritieren die vielen Anzeigen beim Lesen. Dafür ist die Zeitschrift jedoch kostenlos und steht anderen Uni-Zeitschriften in Sachen Information in nichts nach.

Fazit

Ein toller Begleiter für die Mensa: handlich, kostenlos, übersichtlich und mit guten Themen bestückt. Das Heft liegt in allen Mensen in Deutschland aus. Sollte es einmal vergriffen sein, kann man sich telefonisch ein Exemplar bestellen oder die Internetpräsenz nutzen. Der UniSpiegel richtet sich gleichermaßen an Studenten, Absolventen und auch Abiturienten – für jeden ist etwas dabei.

Mehr dazu:

UniSpiegel: Website