Uni-Zeitschriften-Test (5): FAZ - Hochschulanzeiger

Gina Kutkat

Pünktlich zum Semesterstart bewertet Gina die Uni-Zeitschriften, die sich auf ihrem Schreibtisch stapeln. Seitdem Studienangebote mannigfaltiger werden und das Studiensystem undurchsichtiger, versuchen die Magazinmacher, Studenten in allen Lebenslagen zu beraten. Eine Analyse. Teil 5: der FAZ-Hochschulanzeiger



Name der Zeitschrift

FAZ-Hochschulanzeiger

Herausgeber

Werner D'Inka, Berthold Kohler, Günther Nonnenmacher, Frank Schirrmacher, Holger Steltzner

Erscheint:

sechsmal im Jahr

Format

23,4 cm breit, 33 cm lang und 7 mm dick

Preis

1, 40 €

Abo-Preis

6 Ausgaben für 8,40 €

Rubriken

Neben dem Titelthema (siehe weiter unten) gibt es in dieser Augabe fünf große Themen.

1) "Fahrzeugindustrie: Alle suchen Ingenieure"
Alles, was man aktuell über die Autobranche wissen sollte. Vorausgesetzt, man möchte später dort arbeiten. Statistiken über Einstiegsgehälter und die bedeutendsten Automobilhersteller. Was ist dran an Stellenabbau, Verschlankung und Absatzproblemen?

2) "So bleiben Sie Alphatier: Survival für junge Führungskräfte
Hier geht es um die Schwierigkeiten, denen junge Führungskräfte in der Chefetage ausgesetzt sind. "Plötzlich haben sie nicht mehr ausschließlich Sach-und Fachaufgaben zu lösen. Nein, sie müssen sich tagaus,tagein mit Mitarbeitern auseinandersetzen, die ihren ganz eigenen Kopf haben."

3) "Städte-Check Frankfurt: Leben in Mainhattan"
Ein Portrait über Deutschlands Durchgangsstation. Berufspendler, Touristen und Geschäftsreisende strömen jeden Tag in die Stadt, doch nur wenige schlagen dort auch ihre Wurzeln. Frankfurt - die Stadt der Nomaden.

4) Gesundes Wachstum: Jobs in der Pharmabranche
Ein großes Extra über Zellenzüchter, Pillentester und Biotechnologie. Welche Jobs sind in der Pharmabranche zu vergeben und wie kommt man an sie ran?

5) Mit Kopftuch und Koran: Muslimische Studenten in Deutschland
Zu Hause in zwei Kulturen - wie es Migranten an der Universität ergeht und welche Schwierigkeiten ihnen beim Berufseinstieg begegnen.

Titelthema in diesem Heft

Manche mögen's weich - der ultimative Soft-Skill-Guide

Design/Layout

Das Design ist an den Stil einer Tageszeitung angelehnt. Im Gegensatz zu den bisher getesteten Uni-Zeitschriften wird kein Hochglanz-, sondern ungebleichtes Papier verwendet. Das Layout ist einfach - zwar gibt es viele Illustrationen, die sind aber unaufregend und eher als Seitenfüller gedacht.



Übersichtlichkeit

Nicht sehr übersichtlich. Auf vielen Seiten sind Werbeanzeigen von den Artikeln kaum zu unterscheiden, da es keine optische Hervorhebung gibt. Das große Format ist unhandlich und somit im Hörsaal schlecht zu verstecken.

Lieblingsrubrik

"Wie wird man eigentlich..."? Der berühmteste Rechtsmediziner Deutschlands stellt in dieser Ausgabe seinen Beruf vor.

Seitenzahl

130

Davon Werbung

ca. 34. Fast auf jeder zweiten Seite prangert eine große Anzeige. Die Themen: Karriere, Stellenmarkt, Geld, Investment, Zukunft etc.

Minuspunkt

Die Artikel beziehen sich in dieser Ausgabe fast nur auf wissenschaftliche, wirtschaftliche und technische Berufe und Studiengänge. Die Annoncen richten sich größtenteils an Informatiker oder Betriebswirtschaftler. Der Kulturteil fällt ziemlich mager aus und enthält keine CD- sondern Hörbücherbesprechungen. Obwohl die Unterschrift der Zeitschrift "Karriere-studieren" lautet, liegt der Schwerpunkt deutlich auf "Karriere".



Fazit

Das Leben als Student findet hier eindeutig zu wenig Beachtung. Die Themen sind nur dann interessant, wenn sie etwas mit dem eigenen Studiengang zu tun haben. Allgemeingültiges für Studenten ist kaum zu finden. Für Berufseinsteiger finden sich allerdings viele nützliche Informationen und Tipps.

Mehr dazu: