Unfallbilanz 2007: 579 Fahrradunfälle in Freiburg

Carolin Buchheim

Nach einem leichten Rückgang im Jahr 2006 gab es im vergangenen Jahr wieder mehr Fahrradunfälle in Freiburg. Das teilte die Polizeidirektion Freiburg mit. 579 Fahrradunfälle wurden 2007 gezählt; Somit sind in Freiburg an rund der Hälfte aller Verkehrsunfälle mit Personenschäden Radfahrer beteiligt.

Im Jahr 2007 wurden in Freiburg 579 Fahrradunfälle gezählt, das sind geringfügig mehr als im Jahr 2006, als es 570 Unfälle gab. 2005 war mit 602 Unfällen die bisher höchste Zahl an Fahrradunfällen in Freiburg registriert worden.


Die Polizei Freiburg sieht die wieder ansteigende Zahl an Unfällen als besorgniserregend an. "Wenn die Radfahrer sich an grundlegende Verkehrsregeln halten würden, dann wäre schon viel erreicht, um diesen Trend abzuwenden", sagt Polizeirat Daniel Russ, Leiter der Verkehrspolizei.

Als Hauptunfallursachen bei Fahrradunfällen sieht er das zu schnelle Fahren, Rotlichtverstöße und das Fahren auf dem Fahrradweg entgegen der vorgeschriebenen Richtung an. "Wenn Radfahrer zu schnell fahren, verstoßen sie zwar nicht gegen Geschwindigkeitsbegrenzungen, aber können nicht adäquat auf Gefahrensituationen reagieren", so Russ. Seiner Meinung nach mangelt es den Radfahrern generell an Rücksicht. "Man fährt so, als hätte man alles unter Kontrolle und müsse nicht mit Fehlern anderer rechnen."

Die Freiburger Polizei hat es sich als Ziel gesetzt, die auf hohem Niveau liegenden Unfallzahlen deutlich zu reduzieren. "Wir planen natürlich keinen Kreuzzug gegen die Freiburger Radfahrer, aber wir wollen die Straßen sicherer machen", so Russ.

In den nächsten Wochen werde es zu verstärkten Kontrollen von Radfahrern kommen, bei denen insbesonders die "Unbelehrbaren" Radfahrer ins Visier genommen werden sollen, die Verkehrsverstöße bagatellisieren und mit ihrem Verhalten nicht nur sich sondern auch andere gefährden. Außerdem sind laut Russ zwei Verkehrssicherheitstage für Radfahrer geplant, bei denen unter anderem über die korrekte technische Radausstattung, grundlegende Verkehrsregeln und auch den immer wieder unterschätzten "Toten Winkel" informiert werden soll.