Undurchschaubar aber sauber

Lorenz Bockisch

Schon gewusst, warum man Geschirrspülmaschinen nicht bei ihrer Arbeit zuschauen kann? Im Gegensatz zu den meisten Waschmaschinen, die durch ihr Fenster das in ihnen stattfindende bunte Treiben offenbaren, bieten die fleißigen Küchenhelfer keinen Einblick in ihr Tun. Das hat mehrere Gründe.

Zum ersten sind Spülmaschinen meist in eine Küchenzeile eingebaut und werden deshalb mit der gleichen Furnierfront wie der Rest der Unterschränke versehen.

Für den zweiten Grund muss man sich eher fragen, warum Waschmaschinen überhaupt ein Fenster haben: Als die ersten Vollwaschautomaten auf den Markt kamen, trauten die Hausfrauen den Geräten nicht so recht. Erst als sie nicht nur hören, sondern auch sehen konnten, dass die Wäsche sich dreht und  eingeschäumt wird, fanden diese reißenden Absatz.
Und ganz praktisch ist der dritte Grund: Während man bei einer Waschmaschine das Hin- und Hertreiben und -rollen der Kleidungsstücke sehen kann, würde man beim Geschirrspüler nur eine Glasscheibe sehen, an der Wasser herunterläuft. Und das ist nicht wirklich spannend.