Und es hat Zoom gemacht...(6): Isabel und Mathias

Romina Becker

Die schönsten Geschichten erzählt das Leben. Und die Liebe. In unserer Serie "Und es hat Zoom gemacht..." erzählen Paare, wie sie zueinander gefunden haben. Heute: Isabel (26) und Mathias (29) Bayer, seit neun Jahren ein Paar, inzwischen mit zwei Kindern.



Isabel und Mathias Bayer
sind seit drei Jahren verheiratet und haben zwei Kinder: Tobias (ein Jahr alt) und Fabian (zweieinhalb Monate). Sie leben gemeinsam in Waldkirch. Isabel arbeitet als Krankenschwester, Mathias als Elektriker.


Wie habt ihr euch kennengelernt?

Mathias: Es war ein üblicher Mittwochabend in unserer Stammkneipe „Blume“ (heute heißt diese Lokalität "Shamrock", Anm. d. Red.) in Emmendingen. Der Wirt fragte uns an diesem Abend, ob wir ihm bei der Dekoration des Lokals für die Halloweenparty helfen könnten. Beim Dekorieren ist mir Isabel zum ersten Mal aufgefallen. Mein bester Freund Markus und ich haben erstmal ihren Po bewundert.

Isabel: Er sprach mich dann an, was ich aber nicht mehr so genau weiß, weil das schon so lange her ist. Am Halloweenabend kam er dann zu unserem Tisch und sagte: „Du, mein Kolleg fragte, ob du mal zu uns rüberkommst.“ Letztlich landete ich auf Mathias' Schoß statt auf dem des Kollegen.

Mathias: Am Mittwoch darauf hatten wir unser erstes richtiges Date. Von da an waren wir zusammen.

Isabel: Er hat das ganz clever angestellt. Wir waren bei ihm zuhause. Er erzählte mir, dass er eigentlich noch eine Freundin habe. Clever war es deswegen, weil ich nicht abhauen konnte, da ich damals noch keinen Führerschein hatte. Nach eineinhalb Jahren zogen wir zusammen, nach sechs Jahren heirateten wir, nach sieben Jahren kam das erste Kind, nach acht das zweite.

Wie war der Heiratsantrag?

Mathias: Es gab keinen richtigen Antrag mit Rosen und Kniefall. Es war uns einfach irgendwann klar, dass wir heiraten wollen.

War es Liebe auf den ersten Blick?

Mathias: Sie gefiel mir von Anfang an. Und der Po war halt knackig.

Isabel: Ja doch, schon.

Mathias: Ich musste mich nicht erst an dich gewöhnen. Das war alles von Anfang an so vertraut, als würde ich dich schon ewig kennen.

Welches Erlebnis hat eure Liebe geprägt?

Mathias: Die Geburt von Tobias, unserem ersten Sohn.

Was war euer schönster gemeinsamer Moment der letzten Woche?

Mathias: Mittwochabend, unser Stammtisch im Jägerhäusle. Ein schöner Abend mit unseren Freunden, mal ohne Kinder.

Was findet ihr an eurem Partner besonders toll?

Isabel: Er sieht gut aus, seine großen, braunen Rehaugen mag ich total. Er ist ein toller Papa. Es ist super, dass ich mit ihm zusammen weggehen kann, aber er mich auch mal alleine losziehen lässt, ohne eifersüchtig zu sein. Das ist mir besonders wichtig. So haben wir beide unsere Freiräume, die wir auch brauchen, weil mit übertriebener Eifersucht all das nicht funktionieren würde.

Mathias: Es braucht halt ein gesundes Maß an Eifersucht. Ich finde an ihr natürlich auch ihr Aussehen toll. Wir haben oft die gleiche Meinung. Sie ist sehr geduldig mit mir. Und eine super Mama.

Welche Macken mögt ihr auch?

Isabel: Ab und zu hat er eine große Klappe. Andererseits kann das auch witzig sein.

Mathias: Hat meine Frau einen Macke? Also eine liebenswürdige Macke?

Wo seht ihr euch in fünf Jahren?

Isabel: Wir haben ja schon alles. Viel wird sich wohl nicht ändern. Tobi geht dann in die Schule. Wir werden auch mal eine Nacht durchschlafen können.

Mathias: Vielleicht wird alles ein bisschen entspannter.

Was ist euer Liebesrezept?

Isabel: Tolerant sein, viel miteinander reden und auch mal über Dinge hinwegsehen.

Mathias: Sich auch mal anzicken und es rauslassen. Wenn man alles runterschluckt, eingeschränkt und intolerant ist, geht so was nicht lange gut. Man muss aufeinander eingehen können.

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