Unbekannte drucken an der Uni rassistische Hetze aus - über das Internet

Sina Gesell

Auf Druckern der Freiburger Uni haben Unbekannte rund 50 Seiten mit rassistischer Hetze ausgedruckt. Um eine Sicherheitslücke handelt es sich nach Angaben der Hochschule nicht:



In dieser Woche wurde bekannt, dass auf deutsche Hochschulen in Tübingen, Hamburg, Bonn, Münster, Lüneburg, Bremen und Erlangen-Nürnberg ein Hackerangriff verübt worden ist. Demnach griffen nach ersten Erkenntnissen Unbekannte aus dem Ausland auf Drucker und Kopierer zu und druckten dort Seiten mit antisemitischem und rassistischem Inhalt aus.


Auch an der Uni Freiburg spuckten rund ein Dutzend Drucker solche Pamphlete aus, wie Gerhard Schneider, Direktor des Rechenzentrums auf Nachfrage der Badischen Zeitung sagt. Auf jedem Gerät seien rund drei Seiten gedruckt worden. Bei den Druckern handle es sich um jene, die von außen erreichbar seien.

Dies sei auch so gewollt. Schneider vergleicht das mit einem Faxgerät. Der Großteil der Drucker an der Universität könnte allerdings von Außen nicht angewählt werden. Deshalb liegt laut Schneider auch keine Sicherheitslücke vor. "Technisch harmlos", urteilt er. Auch der Schaden bei rund 50 Ausdrucken sei nicht nennenswert.

Schneider geht davon aus, dass die Uni Anzeige erstatten wird, nicht wegen des vermeintlichen Angriffs, sondern wegen des Inhalts. "Darüber kann man sich wirklich aufregen", sagt Schneider. "Komplett gelesen habe ich das nicht." In großen Lettern sei beispielsweise das Wort "Juden" zu lesen gewesen. Die Chancen, die Täter ausfindig zu machen, schätzt der IT-Experte als sehr gering ein. "Da wird man nichts machen können."

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[Foto: dpa Picture Alliance]