Umfrage: Was war eigentlich Woodstock?

Tobias Ilg

Rockige Klänge, der Geruch von Marihuana in der Luft und freie Liebe: das war Woodstock 1969. Das dreitägige Musikfestival feiert diesen Samstag seinen 40. Jahrestag. fudder war in Freiburg unterwegs um herauszufinden, wie es mit den Woodstockerinnerungen und -kenntnissen aussieht.



Der Friedensappell von Jimi Hendrix, ausgedrückt mit einem Gitarrensolo zum Schluss des Woodstockfestivals bleibt unvergessen. Seine Interpretation der amerikanischen Nationalhymne begeisterte nicht nur die Menschen damals -noch heute schwärmt manch einer von diesem Auftritt.




So auch der 55-jährige Jörn: "Wie Hendrix damals die Nationalhymne auf seine Art spielte, war einfach genial." Für den ehemaligen Schallplattendisponent ist das Festival  nicht nur "das größte Ereignis der Neuzeit", sondern auch "die größte Manifestation der Jugendrevolte gegen das Establishment". Er sagt: "Es ist so schade, das ich nicht dort gewesen bin."



Ähnlich äußern sich auch Astrid und Knut. "Bei diesem Klassiker der Musikhistorie nicht da gewesen zu sein, war schon ein großer Fehler. Wer konnte den damals wissen, dass zu einem Konzert wo 2000 Zuschauer erwartet werden, plötzlich Hunderttausende kommen."

Astrid, die während Woodstock 24 Jahre alt war, lebte zu dieser Zeit noch in Holland. "Die Welt hat sich damals noch anders gedreht. Hier hat man gar nicht verstanden, was die dort machen." "Drogen und Orgien", so der 66-jährige Knut, Besitzer des Bim-Bam Musikstudios, "aber auch tolle Musik."



Peter, 65, kann sich ebenfalls gut an die damalige Zeit erinnern, sein 7-jähriger Sohn Levi dagegen natürlich nicht: "Für mich ist und war Woodstock das bedeutenste Ereignis der Musikgeschichte. Tolle Künstler wie Jimi Hendrix, Janis Joplin oder Simon & Garfunkel - das war was wirklich besonderes." Das Woodstock-Feeling miterleben konnte Peter allerdings nur von Platten oder Filmen.



Amadeus ist 13 Jahre und hört eigentlich alles was im Radio oder auf den Musiksendern läuft. Woodstock allerdings sagt ihm nicht viel: "Es war ein Festival, aber mehr weiß ich auch nicht."



Katharina, 21, dagegen verbindet mit dem Festival sofort die Flower-Power-Bewegung. "Woodstock war doch das Riesenfestival der Hippies. Wer dort aber spielte, weiß ich nicht."



Der 27-jährige Benny, der Fan von Klängen aus den 50er, 60er und 70ern ist, dagegen schon: "The Who, Janis Joplin, Joe Cocker waren unter anderem dabei. Die Musik auf diesem, etwas außer Kontrolle geratenen Musikfestival, war doch toll."



"Ein kulturelles Ereignis, bei der ein ziemlich antiauthoritärer Lebensstil zelebriert wurde", so die 26-jährige Katharina auf die Frage was Woodstock für sie sei. "Für mich ist es aber auch eine Antikriegsbewegung." Künstler die das Festival rocken kennt Katharina nicht - nur von einem bekannten Gitarrensolo hätte sie schon einmal gehört.

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[Woodstock-Bild: dpa]