Umfrage: Was ist dein Traumjob?

Anja Metz

Es soll ja wieder aufwärts gehen mit der Wirtschaft und der Lage auf dem Arbeitsmarkt. Es steigen also die Chancen dafür, den eigenen Traumjob zu verwirklichen. Bloß: wie soll der aussehen? Anja hat nachgefragt. Außerdem berichten einige junge Arbeitnehmer, ob sie ihren Traum verwirklichen konnten.





Teresa, 15, Berufswunsch: Hotelfachfrau

„Mich fasziniert an diesem Job, dass man dafür auch ganz unten anfangen kann, zum Beispiel als Putzfrau. Selbst so kann man es bis zum eigenen Hotel schaffen.

Ich werde meinen Traumjob verwirklichen. Wenn ich etwas will, dann bekomme ich das auch. Bald mache ich ein Praktikum im Hotel. Mein Gefühl für die Zukunft ist gut.“



Florian, 18, Berufswunsch: Architekt

„Mir gefällt am Beruf des Architekten, dass man räumliches Denken braucht und seine Kreativität ausleben kann. Man macht etwas, auf das man am Ende stolz sein kann.

Momentan glaube ich nicht, dass ich dieses Berufsziel erreichen werde. Es gibt zu wenige freie Studienplätze, die Studiengebühren sind zu hoch und man muss sehr gute Vorraussetzungen mitbringen. Ich habe Praktika gemacht und mich im Internet über die geforderten Qualifikationen und Perspektiven erkundigt. Zur Zeit schaue ich mit einem etwas unsicheren Gefühl in die Zukunft.“



Elena, 14, Berufswunsch unklar

„Genau weiß ich nicht, was ich mal machen möchte. Am Liebsten etwas mit Kindern. Die mag ich und meine Mutter war Erzieherin. Das wäre ein Job, den ich eine Zeit lang machen könnte, aber nicht mein Leben lang. Das wäre zu viel Zeit mit kleinen Schreihälsen. Bald mache ich ein Praktikum im Kindergarten. Mit meinen kleinen Cousins habe ich auch viel zu tun."



Tarek, 13, Berufswunsch: Polizist

„Es würde mich reizen, auch im Außenbereich tätig zu sein und nicht immer nur im Büro zu sitzen. Wie ein Polizist eben. Das Fernsehen hat meinen Berufswunsch nicht beeinflusst.

Ich hoffe sehr, dass ich Polizist werde. Wochenendarbeit würde ich aber eher nicht in Kauf nehmen. Für die Zukunft bin ich guten Mutes.“



Jochen, 15, Berufswunsch: Boxer

„Mich fasziniert an dem Beruf, dass man den Gegner schlagen darf und ihm ein blaues Auge verpassen kann. Ich denke schon, dass ich mein Jobziel mal erreichen werde, weil ich zu Hause sehr viel trainiere und mir dieser Sport Spaß macht.

Ich habe mich noch nicht informiert, wie ich Boxer werden kann, da ich in dieser Gegend keinen Boxverein kenne. Ich werde mir aber noch einen Verein suchen. Ich weiß noch nicht genau, wie die Zukunft wird. Vielleicht gibt es riesige Muskelpakete, die mich zusammenschlagen werden.“



Florian, 15, Berufswunsch: Fußballprofi

„Mir gefällt an dem Beruf, dass man viel Geld verdient und viele Fans hat. Ich spiele in einem Verein. Da ich aber keine Beziehungen zu guten Trainern habe, werde ich meinen Traum wohl eher nicht verwirklichen."



Manuel, 16, Berufswunsch: Dolmetscher

„Viele Menschen haben mir schon gesagt, dass ich ziemlich sprachtalentiert sei und ich könnte mir sehr gut vorstellen, als Dolmetscher zu arbeiten. Ich lerne Spanisch, Englisch und Französisch. Meine Kenntnisse werde ich bald bei einem Frankreichaustausch unter Beweis stellen.

Wenn ich will, dann werde ich es auch schaffen, meinen Traumjob zu ergreifen. Und ich will es. Ich schaue mit einem guten Gefühl in die Zukunft, bin aber noch ein bisschen unsicher.“

Ob ich geworden bin, was ich immer wollte…



Olga, 19 Jahre, arbeitet in einer Drogerie als Einzelhandelskauffrau

„Ich wollte hier arbeiten, weil es mir gefällt, Kunden zu beraten. Die Stelle habe ich ziemlich schnell gefunden. Ich bin damit zufrieden, auch wenn es nicht mein Traumjob ist.

Der wäre nämlich, Erzieherin zu sein, weil es mir Spaß macht, mit Kindern zu arbeiten. Dieser Traum ist daran gescheitert, dass ich keinen Realschulabschluss habe.

Mein Tipp an alle, die das Berufsleben vor sich haben: viel lernen, um mit einem besseren Abschluss mehrere Möglichkeiten offen zu haben.“



Anika, 24, arbeitet in einer Apotheke als Pharmazie-Praktikantin

„Eine genaue Vorstellung vom Traumberuf hatte ich früher nicht. Mir sind Spaß an der Arbeit, angenehme Arbeitszeiten und nette Kollegen am Wichtigsten.

Erst kurz vorm Abi hat mich mein Biolehrer auf die Idee gebracht, in der Pharmaziebranche zu arbeiten. Davor war ich total planlos.

Das Pharmaziestudium ist schwer, aber interessant und ich bereue meine Entscheidung nicht. Ich bin meinem Traumjob sehr nahe.

Mein Tipp für Berufseinsteiger: möglichst viele Praktika machen in der Jobrichtung, die einen interessiert.“



Jenny, 21, arbeitet in einem Lokal als Restaurantfachfrau

„Zu diesem Job bin ich durch meine Geschwister gekommen. Ich hatte einfach Lust darauf und der Umgang mit Menschen gefällt mir.

Früher wollte ich immer Friseuse oder Kosmetikerin werden. Aber da ich damit wahrscheinlich weniger Erfolg haben werde, dachte ich, besser in die Gastronomie zu gehen.

Hier kann man viel erreichen und es macht mir Spaß. Ich werde sicher noch zwanzig Jahre in diesem Beruf arbeiten.



Marco, 21, arbeitet in einem Modegeschäft als Einzelhandelskaufmann

„Am Anfang wusste ich nicht, was ich werden will. Durch ein Praktikum, das mir gefallen hat, bin ich dann in diesem Job gelandet.

Es reizt mich immer noch, aber ich würde nicht sagen, dass es mein Traumjob ist. Ich hätte mir da eher etwas mit Computern vorgestellt. Diesen Traumjob habe ich wegen meines Zeugnises nicht erreicht. Ein bisschen Hoffnung, ihn später zu verwirklichen, habe ich trotzdem noch.“



Miriam, 30, arbeitet in einem Juweliergeschäft als Verkäuferin

„Dass ich in diesem Beruf arbeite, war eher Zufall. Ich hab mich einfach beworben. Früher war meine Vorstellung vom Traumjob, wie bei wahrscheinlich jedem Mädchen, Stewardess zu werden. Der Beruf des Goldschmieds hat mir auch sehr gut gefallen und damit wäre ich eigentlich im richtigen Beruf. Aus familiären Gründen konnte ich nicht Stewardess werden.

Ich komme sehr gern zur Arbeit und bin glücklich, arbeite also in meinem zweiten Traumberuf.

Mein Tipp an alle, die mit der Schule fertig sind: erstmal eine Ausbildung machen, damit man was Festes in der Hand hat.“



Sophie, 20, arbeitet in einer Bäckerei als Bäckereifachverkäuferin

„Ich habe mich im Internet informiert, den Beruf dort entdeckt und den Entschluss gefasst, hier eine Ausbildung anzufangen.

Als ich noch zur Schule gegangen bin, war mein Traumjob Friseuse. Dieser Traum ist daran gescheitert, dass so viele Leute Friseuse werden wollen. Ich habe mich oft beworben, aber keine Stelle bekommen. Deshalb habe ich mir den Beruf der Verkäuferin ausgesucht. Der jetztige Job gefällt mir gut. Ich mag es, mit den Kunden umzugehen und bin zufrieden.

Meinen Traumjob Friseuse möchte ich aber nicht aufgeben und es nach meiner Ausbildung nochmal versuchen. Mein Tipp an alle, die gerade ihren Schulabschluss machen, wäre, sich möglichst bald zu bewerben, weil ich die Erfahrung gemacht habe, viele Absagen zu bekommen.“