Universität

Umfrage unter Erstis: Was erwartet ihr von Freiburg?

Sarah Nöltner

Viele junge Menschen starten dieser Tage ins Studium – beim Erstsemestertag hat die Badische Zeitung einige von ihnen nach ihren Erwartungen zu Freiburg und dem Unialltag gefragt.

Nora Ermuth, 20, studiert Deutsch und Geschichte auf Lehramt

"Ich komme aus Freiburg und bleibe zum Studieren hier, weil Freiburg für mich die schönste Stadt Deutschlands ist. Meine Lieblingsplätze in der Stadt sind auf dem Schönberg, und der neue Platz der Alten Synagoge gefällt mir auch sehr. Auf Wohnungssuche gehen musste ich nicht, weil ich bei meinen Eltern wohnen kann. Die Freiburger sind für mich sehr offene, freundliche Menschen. Ich hoffe, dass ich mein Studienfach gut gewählt habe und in einem Jahr immer noch glücklich damit bin. Und in fünf Jahren bin ich hoffentlich schon mit meinem Referendariat beschäftigt. Fürs Studium vorgenommen habe ich mir, zu versuchen, in meinem Tempo zu studieren. Typisch Freiburg ist für mich Grün in vielen Facetten: Grüne Plätze in der Stadt, Grün in den Bergen drum herum und politisch steht Freiburg auch für Grün."

Nikolai Sonner, 21, studiert Volkswirtschaftslehre

"Ich komme auch aus Freiburg und habe mich nach einem Jahr in Berlin entschieden, in Freiburg zu studieren. Ein Jahr war ich in der Hauptstadt, habe ein FSJ gemacht, und nun bin ich wieder zu Hause, bei meinen Eltern. Das ist praktisch, weil ich keine Wohnung brauche. Hier bin ich immer viel in den Bergen unterwegs und viel im Grünen. Die Freiburger kann ich nicht beschreiben, die sind einfach voll normal. Ich bin sehr gespannt auf das Studium und freue mich auf die ganzen Menschen und darauf, neue Leute kennenzulernen. In einem Jahr bin ich entweder glücklicher Student oder Polizeianwärter. Das hängt davon ab, wie das mit dem Studium so wird. Ich habe mir fürs Studium vorgenommen, viel zu lernen, aber werde auch sportlich in den Bergen unterwegs sein. Mit dem Schauinsland assoziiere ich die Talstation, die Gondeln und das Gleitschirmfliegen. Und das Bermuda-Dreieck steht für Party, viele Leute, Spaß."

Christian Frey, 20, studiert Mikrosystemtechnik

"Ich bin quasi aus der Nachbarschaft, ich komme aus Vörstetten und pendele zum Studieren nach Freiburg. Ich mag an Freiburg besonders die gelassene Stimmung und ich finde, die Freiburger sind sehr sympathisch. Am liebsten bin ich im Stadtpark, da habe ich so meine Lieblingsplätze. Ich freue mich auf mein Studium und bin gespannt, wie es wird. In einem Jahr studiere ich hoffentlich immer noch Mikrosystemtechnik und in fünf Jahren hoffe ich, dass ich dann meinen Master machen kann. Die Begriffe Bermudadreieck, Grün und Schauinsland passen zu Freiburg: Grün ist für mich die Grünfläche, die vielen grünen Fleckchen in Freiburg, nicht vordergründig die Politik. Schauinsland: Ein Berg hier in der Gegend, da bin ich auch schon einige Male gewandert. Das Bermuda-Dreieck soll irgendwo in der Nähe vom Martinstor sein, ist ein abendlicher Treffpunkt und auch Brennpunkt."

Emira Kuhn, 20, studiert Deutsche Sprache und Literaturwissenschaft

"Ich bin aus Gießen zum Studieren nach Freiburg gekommen. Das ist ein Stückchen weg. Ich habe mich für Freiburg entschieden, weil es hier warm ist und weil der Studiengang gut zu mir gepasst hat. Freiburg ist für mich noch ganz neu, ich bin erst am Samstag eingezogen, daher kenne ich noch nicht viel. Aber das, was ich bisher gesehen habe, finde ich schön. Ein Lieblingsplatz könnte für mich das Dreisamufer werden, da gefällt es mir gut. Eine Wohnung zu finden war schwer, aber es hat geklappt, und ich wohne nun in einer WG. Die Freiburger habe ich bisher als super-freundlich erlebt. In einem Jahr studiere ich bestimmt noch und in fünf Jahren mache ich vielleicht meinen Master, denke ich. Ich habe mir vorgenommen, mir selbst nicht zu viel Stress zu machen mit dem Studium, sondern es auch zu genießen – und natürlich will ich Freiburg kennenlernen."

Tom Gadjer, 18, studiert Sportwissenschaft

"Ich bin zum Studieren aus Neckarsulm in der Nähe von Heilbronn hierher gekommen, weil Freiburg eine schöne Studentenstadt ist. Sehr schwierig ist hier die Wohnungssuche. Ich wohne eigentlich noch nirgends so wirklich, sondern bin mehr oder weniger am Pendeln. Zum Glück habe ich einen Freund, der etwa 50 Kilometer entfernt wohnt, bei dem bin ich nun erst mal untergeschlupft und pendele von ihm aus. Ich hoffe, ich finde bald eine Wohnung. Wo ich in einem Jahr bin, weiß ich noch nicht. Ich bin erst mal gespannt, wie das Studium wird. Aber hoffentlich bin ich dann in einer Wohnung in Freiburg. Die Freiburger habe ich bisher nett und offen erlebt. Ich bin gespannt, die Stadt kennenzulernen, Schauinsland und Bermuda-Dreieck sagen mir noch nichts."

Patricia Graf, 21, studiert Biologie

"Ich bin schon seit einem Jahr in Freiburg, aber trotzdem Erstsemestlerin. Davor war ich in Moosbach, das liegt zwischen Heilbronn und Heidelberg. Gern bin ich am Augustinerplatz oder vor dem Münster, da ist auch immer was los. Und in den ,Feierling’ gehe ich auch gern, da finde ich es ganz cool, besonders auch im Sommer im Garten. Vor einem Jahr war die Wohnungssuche auch schon schwierig, aber da ich jemanden kannte, der jemanden kennt, hatte ich Glück und habe letztlich doch sehr schnell etwas gefunden. Ich bin jetzt im ersten Semester, da will ich erst mal schauen, wohin es geht, aber ich hoffe, dass mit dem Studium alles so klappt, wie ich mir das vorstelle. Ob ich mal einen Master machen will, oder nicht, weiß ich noch nicht, aber falls ja, könnte ich mir das auch in Freiburg vorstellen. Ich habe mir vorgenommen, auch das Leben zu genießen und nicht zu versteift auf irgendetwas zu schauen."

Susannah Weber, 18, studiert Deutsche Sprache, Literaturwissenschaft und Musikwissenschaft

"Ich komme aus Straßburg. Ich bin Französin und Deutsche. Dass Freiburg nicht so weit weg ist von Frankreich, ist mir wichtig. Freiburg ist zwar klein, aber dennoch eine richtige und sehr studentische Stadt. Ich bin hierher gezogen, aber die Wohnungssuche war lang und schlimm. Lieblingsplätze werde ich mir noch suchen. Mein Eindruck von den Freiburgern ist, dass sie sehr offen und freundlich sind. Außerdem sind sie sehr hilfsbereit. In einem Jahr möchte ich gern immer noch hier sein, und in fünf Jahren bin ich hoffentlich in Amsterdam und mache da meinen Master. Ich versuche, mein Studium in den vorgesehenen drei Jahren zu schaffen. Aber es wird wohl kompliziert. Ich will auch versuchen, den ganzen Stress hier runterzuregeln."

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