Umfrage: Mehr Adoptionsrechte für Schwule und Lesben - was sagst Du dazu?

Christine Duttlinger

Das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe hat am Dienstag Beschränkungen beim Adoptionsrecht homosexueller Lebenspartner für verfassungswidrig erklärt und schwulen und lesbischen Familien mehr Rechte eingeräumt. Was Freiburgerinnen und Freiburger dazu sagen:



Vanessa, 24

"Ich finde das sehr sinnvoll. Man sollte keinen diskriminieren, wegen irgendwas. Deswegen finde ich das sehr gut."


Lukas, 18

"Da habe ich mir noch nicht so viele Gedanken drüber gemacht. Aber ich habe nichts dagegen."

Jenny, 23

"Ich finde das gut. Das ist Gleichberechtigung, und ich finde, dass Lesben und Schwule - genauso wie Heteros auch -  Kinder haben dürfen."

Lorenz, 21

"Ist auf jeden Fall eine richtige Entscheidung, finde ich."


Matte, 21


"Es hätte auch früher passieren können. Finde ich super!"

Thanh, 21

"Ich finde es eigentlich gut. Man sollte sowieso toleranter werden, was das Thema betrifft."

Worüber das Bundesverfassungsgesetz entschieden hat:

Die heutige Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts betrifft das Verbot der sogenannten Sukzessivadoption. Dabei geht es um Fälle, in denen einer der beiden Partner bereits ein Kind adoptiert hat und auch der andere Partner Adoptivmutter oder -vater werden möchte. Das war bisher verboten. Das Bundesverfassungsgericht hat entschieden, dass dieses Verbot das Recht auf Gleichbehandlung verletzt: Auch schwulen und lesbischen Lebenspartnern müsse in diesen Fällen eine Adoption möglich sein. Bis zum 30. Juni 2014 muss das Adoptionsrecht diesbezüglich neugeregelt werden.

Die Entscheidung des Gerichts betrifft nicht die Frage der gleichzeitigen, gemeinschaftlichen Adoption durch beide Lebenspartner. Auch hier gibt es Ungleichbehandlung: Ehepaare können gemeinsam Kinder adoptieren, gleichgeschlechtliche Lebenspartner aber nicht. Ob diese Benachteiligung zulässig ist, ließen die Richter offen. Derzeit sind hierzu keine Verfahren in Karlsruhe anhängig.

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[Bild 1: © ivonne leuchs - Fotolia.com; Rest: Christine Duttlinger]