Umfrage: Hast du Angst vor AIDS?

Julian Schwizler

Heute ist Welt-AIDS-Tag. Die Zahl der HIV-Neuinfektionen in Deutschland ist zurückgegangen, dank neuer Medikament leben Menschen mit einer HIV-Infektion länger als je zuvor. Aber AIDS ist trozdem noch nicht besiegt, und Safer Sex der wichtigste Baustein im Kampf gegen das Virus. Wie präsent ist HIV im Bewusstsein junger Freiburger? Wir haben nachgefragt: "Hast du Angst davor dich mit HIV zu infizieren?"



Tim, 15 Jahre:



"Nein, da ich immer verhüte, habe ich keine Angst. Es wäre natürlich enorm blöde, wenn ich mich durch einen Zufall infiziere. Der Gefahr bin ich mir aber nicht ständig bewusst. Persönlich kenne ich keinen AIDS-Erkrankten. Der Welt-AIDS-Tag spielt in meinem Leben keine sehr große Rolle. Ich wusste mal, dass er heute stattfindet, habe es aber vergessen. Der große rote Ballon hat mich jetzt wieder daran  erinnert. Jetzt schaue ich mal an dem Stand der AIDS-Hilfe vorbei. Kann ja ganz interessant sein, vielleicht lerne ich ja auch etwas Neues."


Anna, 22 Jahre:



"Ich habe schon Angst davor, mich mit AIDS zu infizieren. Das Risiko halte ich aber für nicht sehr hoch. Über die Gefahr bin ich mir bewusst und ich weiß mich zu schützen, deswegen habe ich keine Angst mich anzustecken. Ich Hinterkopf habe ich das Thema aber nicht ständig. Ich spende jedes Jahr am Welt-AIDS-Tag, wenn ich gerade zufällig in der Stadt bin. In meinem Freundeskreis spielt die Krankheit allerdings gar keine Rolle."

Jan, 23 Jahre:



"Angst direkt hab ich nicht, die Gefahr habe ich aber im Hinterkopf. Ich halte das Risiko, dass ich mich mit der Krankheut infiziere, für sehr gering. Auf die korrekte Verhütung achte ich sehr. Das Thema AIDS an sich ist mir aber sehr fern, da ich keine erkrankten Freunde oder Verwandte habe. Für mich selber hat auch der heutige Welt-AIDS-Tag keine große Bedeutung."

Darya, 19 Jahre:



"Konkrete Angst kann man das glaube ich nicht nennen. Wenn man gut aufgeklärt ist und darüber einiges weiß, dann schwindet die Furcht. Die Gefahr ist aber schon oft im Hinterkopf, man erfährt ja auch über die Medien und durch den heutigen Welt-AIDS-Tag viel darüber. Manchmal tausche ich mich über die Krankheit mit meinen Freunden aus, aber ständig präsent ist sie nicht. Von meiner früheren Schule weiß ich, dass immer am 1. Dezember der Welt-AIDS-Tag stattfindet. Ich war 4 Jahre auf dieser Schule und wir wurden immer darauf hingewiesen. Daher hat er für mich schon eine Bedeutung."

Tillman, 22 Jahre:



"Angst ist vielleicht das falsche Wort, aber man hat es schon im Hinterkopf. Ich kucke schon immer, dass ich mit Kondom verhüte, außer ich bin in einer festen Beziehung. Dann kann man sich ja auch testen lassen. Ich kann nicht einschätzen, wie groß das Risiko für mich ist. Es ist aber immer vorhanden, dass muss man im Kopf behalten. In meinem Freundeskreis ist AIDS kein ständiges Thema, manchmal reden wir darüber. Ich persönlich kenne auch niemanden, der sich infiziert hat. Der Welt-AIDS-Tag ist von großer Bedeutung: Die Krankheit ist eine der größten Seuchen des 20. und 21. Jahrhunderts, für mich persönlich spielt er aber keine sehr große Rolle. Das der heute ist, wusste ich auch nicht."

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    [Bild 1: dpa; Rest: Julian]